Die gesamte Spannbreite der Anwendungsgebiete neuer Biotechnologien
kommen in diesem Buch zur Sprache. Die Autorin setzt sich kritisch
mit den Verheißungen der Genmanipulation auseinander. Sie
beleuchtet die neuesten Techniken und zeigt deren Konsequenzen für
unser Leben sowie die Folgen für Gesellschaft und Umwelt auf.
Leicht verständlich und spannend geschrieben, werden dem Leser
Einblicke in Aspekte ermöglicht, denen normalerweise kaum
Aufmerksamkeit geschenkt wird: Genmanipulationen haben
Nebenwirkungen, die wir in ihrer Gesamtheit noch gar nicht
abschätzen können. Die im vorliegenden Buch getroffene Bilanz sieht
nicht gut aus. Die Frage ist: Wie weit dürfen wir die Umwelt,
Mitmenschen und Nachfahren manipulieren, um Ziele zu erreichen, die
meist ganz irreal sind? Welche Alternativen stehen zu Verfügung,
damit ein Fiasko abgewendet werden kann? Und warum werden
realistische Vorschläge ignoriert? Gemäß dem heutigen Stand der
Wissenschaft bewirken undifferenzierte embryonale Stammzellen
Krebs. Auch nach zehn Jahren intensiver humaner embryonaler
Stammzellenforschung können noch keine Resultate angeboten werden.
Können wir es verantworten, riesige Mittel in eine Vision zu
investieren, die verspricht, Alzheimer, Parkinson, Krebs und
Diabetes zu heilen, wenn dafür humane embryonale Stammzellen
verbraucht werden, obwohl Therapien mit adulten Stammzellen schon
jetzt erfolgreich eingesetzt werden? Warum sind wir bei den
inakzeptablen Versuchen, den Genpool und die Umwelt zu
manipulieren, nicht aufgewacht, nachdem wir aus Versehen
Krankheiten wie BSE erzeugt hatten? Die Autorin, Biomedizinexpertin
und in Madison, der Metropole der US-Stammzellenforschung tätig,
gibt in diesem Buch einen entlarvenden Überblick, der all jene
interessieren wird, die sich mit der ethisch-moralischen Brisanz
solcher Fragen beschäftigen.
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