Die richtige Corporate Governance - Malik, Fredmund

Fredmund Malik 

Die richtige Corporate Governance

Mit wirksamer Unternehmensaufsicht Komplexität meistern

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Die richtige Corporate Governance

"Der führende Managementexperte in Europa" Peter Drucker
Kritiklos-naive Propagierung und Übernahme des US-Modells der Corporate Governance sowie falsche Wirtschaftstheorien haben die geschichtlich größte Fehlsteuerung von Management, Unternehmensführung und Wirtschaft verursacht. Als Erster und lange vor anderen hat Fredmund Malik mit seinem ganzheitlichen General-Management-Ansatz die falsche Logik der herkömmlichen Corporate Governance sichtbar gemacht und die destruktiven Irrlehren von Neoliberalismus und mechanistischem Finanzmanagement entlarvt.

Fredmund Malik zeigt, dass die Leistungskraft eines Unternehmens nur sichergestellt werden kann, wenn sich der Aufsichtsrat eines Unternehmens auch mit operativen Fragen wie der Personalauswahl beschäftigt, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Im Zentrum aller wirtschaftlichen Überlegungen darf weder der Shareholder Value noch der Stakeholder Value, sondern die Steigerung der Leistungskraft des Unternehmens stehen. So bietet Malik zahlreiche konkrete Verbesserungsvorschläge für eine Neuausrichtung von Unternehmen und Wirtschaft.


Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 335 S.
  • Seitenzahl: 335
  • Deutsch
  • Abmessung: 237mm x 167mm x 33mm
  • Gewicht: 650g
  • ISBN-13: 9783593386966
  • ISBN-10: 3593386968
  • Best.Nr.: 23845225
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.05.2009

Fehlkonzipiert. Geldgetrieben.
Fredmund Malik kritisiert die Corporate Governance

Mit einem Buch, das sich an Top-Manager und Aufsichtsräte wendet, holt der streitbare St. Galler Unternehmensberater und Managementwissenschaftler Fredmund Malik zu einem harten Schlag aus gegen die seiner Meinung nach kritiklos-naive Propagierung und Übernahme des amerikanischen Modells der Corporate Governance in der ganzen Welt. Die schon im Ansatz falsch konzipierte Corporate Governance habe zur geschichtlich größten Fehlsteuerung der Manager und einer damit einhergehend gewaltigen Fehlallokation der Ressourcen geführt, so seine beißende Kritik.

Corporate Governance in der heutigen Form sei eine amerikanische Erfindung, die dem Schutz der Aktionäre vor räuberischen Managern diene. Vor dem Hintergrund des völlig überbetonten "Principal-Agent-Problems" fokussiere sich die gegenwärtige Diskussion über neue Corporate-Governance-Kodizes zu einseitig auf juristische und finanzwirtschaftliche Formalia und Gebote. Sie blende leider die substantiellen Fragen nach einer richtigen und nachhaltigen Unternehmensführung, um die es eigentlich gehen sollte, völlig …

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Fredmund Malik provoziert mit diesem Buch und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Dass die Unternehmen hierzulande keinesfalls optimal auf die Zukunft vorbereitet sind, steht für Malik außer Frage. Und dass der Grund dafür nicht zuletzt in der mangelhaften Aktivität der Aufsichtsgremien und der unbefriedigenden Struktur der Führungsorgane liegt, steht für ihn ebenso fest. Mit seinem sehr kritischen und praxisorientierten Werk liefert er Ansätze für die erfolgreiche Realisierung einer wirksamen und produktiven Führungsspitze. Malik schreckt vor dem in Deutschland so ungeliebten Begriff einer „starken Führung“ nicht zurück und erläutert eindrücklich, weshalb gerade jetzt eine solche dringend erforderlich ist. getAbstract empfiehlt das Buch Unternehmern und Spitzenmanagern sowie allen, die sich für eine Reform der Wirtschaft interessieren.
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25.05.2009, Frankfurter Allgemeine Zeitung Fehlkonzipiert. Geldgetrieben. "Malik reiht sich bei seiner Analyse der Managementsystemfehler nicht ein in die Schar der in den Talkshows moralisierenden, auf tumbe Managerschelte ausgerichteten Besserwisser. Dies ist erfreulich. Nach seiner Diagnose sind die desaströsen Fehler, die von angestellten Managern in den letzten Jahren in Konzernen gemacht wurden, vor allem darauf zurückzuführen, dass ihnen qua Corporate Governance die falschen Orientierungsgrößen vorgegeben wurden."

05.03.2009, Rheinischer Merkur Was ist gut? "Angesichts der derzeitigen Wirtschaftskrise scheinen Maliks Forderungen mehr als berechtigt."
Professor Dr. Fredmund Malik gilt als einer der führenden Beobachter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen und als konstruktiver Kritiker von Management-Lehre und -Praxis. Antworten und Lösungen für Probleme des General Managements entwickelt Malik anhand systemtheoretischer und kybernetischer Prinzipien, die einen hohen praktischen Gehalt und Nutzen für jede Führungskraftvorweisen.
Seit Jahrzehnten kennt Prof. Dr. Fredmund Malik die Realität als erfolgreicher Unternehmer und Leiter des Malik Management Zentrum St.Gallen. Als Management Educator und Consultant pflegt er den Dialog mit Tausenden von Führungskräften.

Leseprobe zu "Die richtige Corporate Governance"

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Leseprobe zu "Die richtige Corporate Governance" von Fredmund Malik

Vorwort

Dieses Buch habe ich für Praktiker geschrieben, besonders für jene mit Verantwortung für die Gesamtführung von Unternehmen, die diese durch richtige und gute Führungsarbeit gewissenhaft wahrnehmen wollen, egal in welcher Funktion: als Verwaltungs- und Aufsichtsräte oder exekutive Topmanager und deren Aktionäre. Es richtet sich vor allem an jene Praktiker, die mit der Erfüllung der gesetzlichen Sorgfaltspflicht allein nicht zufrieden sein wollen, sondern deren Maßstab der unternehmerische Erfolg als solcher ist.

Die heutige Corporate Governance genügt dafür bei weitem nicht. Ich behaupte nicht weniger, als dass praktisch alle Wirtschaftsflops ab Mitte der neunziger Jahre in der einen oder anderen Weise durch die seither entstandene Art der Corporate Governance verursacht wurden. Durch die heutige Corporate Governance-Theorie wurde falsche Unternehmensführung als Best Practice legitimiert, und verbreitet wird sie durch fahrlässiges Consulting, Executive Searching, Governance-Rating, durch Wall-Street-Marketing, MBA-Programme und viele Wirtschaftsmedien. Fahrlässig deshalb, weil man im Gegensatz zur verbreiteten Meinung sehr genau sagen kann, was richtige Unternehmensführung ist. Was ich darunter verstehe, steht in diesem und meinen anderen Büchern.

Erfolgreiche Unternehmen sind deswegen erfolgreich, weil sie in wesentlichen Punkten - ohne Regeln zu verletzen genau umgekehrt geführt werden, als die heutige Corporate Governance es empfiehlt. Für richtiges und nachhaltiges Wirtschaften sind daher radikale Reformen nötig: Heutige Corporate Governance muss um 180 Grad gedreht werden, gerade wenn das Interesse der echten Aktionäre im Gegensatz zum Investorentyp des Aktionärs geschützt und ein hoher Return erzielt werden soll.

Solche Aussagen würde ich nicht wagen ohne jahrelange persönliche Erfahrungen als Mitglied und Vorsitzender von Topmanagement- und Governance-Organen, wo ich sehen konnte, was richtig und was falsch gemacht wird, was möglich ist und was nicht. Denn von außen lassen sich Professionalität und Effektivität solcher Gremien nicht beurteilen, und schon gar nicht kann man sich eine zutreffende Meinung aufgrund von veröffentlichten Zahlen bilden. Externe Ratings sind anmaßend. Aber auch vermeintlich wissenschaftliche Umfragen, selbst wenn sie sich auf Interviews mit erfahrenen Personen stützen, lassen kein sachgerechtes Urteil zu.

Ich behaupte, dass sich ohne persönliche Erfahrung keine Kenntnis über das Funktionieren von Topmanagement-Organen und Corporate Governance erwerben lässt und dass daher weder eine Beurteilung derselben noch praktikable Verbesserungsvorschläge möglich sind. Die dafür nötigen Informationen erhält man - von den erforderlichen Theoriekenntnissen ganz abgesehen nur über mehrjährige, selbst verantwortete praktische Mitarbeit in solchen Gremien, übrigens vorzugsweise nicht nur in Schönwetterperioden, sondern auch in Krisensituationen. In solchen befand ich mich selbst mehrfach, und darunter gab es auch Fälle, wo letztlich die Probleme nicht mehr gelöst werden konnten, weil frühere Fehler und Versäumnisse schon zu viel Schaden angerichtet hatten.

Erst in solchen Situationen erlebt man die tatsächlichen Wirklichkeiten der Unternehmensführung, der Corporate Governance, und erst dann zeigt sich die wahre Natur der involvierten Menschen, deren Fähigkeiten, Charakterzüge und Persönlichkeitsstrukturen. Dann erweisen sich Mut und Feigheit, Kompetenz und Versagen, und es zeigt sich in aller Deutlichkeit, was richtige Leadership wirklich ist, im Gegensatz zu den naiv-illusionären Modetheorien, denn nur in der Krise kann sich diese erweisen. Man sieht, was funktioniert und was nicht, und zwar unter den komplexesten, dynamischsten und risikoreichsten Umständen. Man lernt die Kenntnisse über Naturgesetze zu schätzen, die uns helfen, Komplexität zuverlässig zu meistern und auch dort noch Lösungen zu finden, wo andere längst aufgeben müssen. Mit heutiger Corporate Governance und den Führungsorganen dadurch auferlegten Zwängen kann weder eine Krise bestanden werden, noch können unternehmerische Chancen genutzt werden, was ebenso wichtig ist.

Dieses Buch entstand bereits zu Beginn der intensiven Phase der Corporate Governance-Diskussion, weil ich schon damals praktische Topmanagement-Erfahrung hatte, die aus der engen Zusammenarbeit mit Unternehmern und Unternehmensführern resultierte, aus der Mitwirkung in obersten Führungsgremien sowie aus meinen eigenen unternehmerischen Aufgaben. Das Buch ist auch heute immer noch gültig.

In wichtigen Punkten hat man in der Praxis meine Vorschläge übernommen, zum Beispiel betreffend Größe und personelle Zusammensetzung von Aufsichtsorganen, ihr inneres Funktionieren und ihre Führung. Ebenfalls realisiert ist zu einem großen Teil die nötige Zweistufigkeit der Corporate Governance, die sich in England inzwischen vollständig durchgesetzt hat, nicht jedoch in den USA. In entscheidenden Fragen vor allem des Inhaltes für richtiges und gutes Management ist die heutige Corporate Governance aber auf Irrwegen geblieben oder hat sich nicht getraut, klare Aussagen zu treffen.

Dem Buch habe ich eine neue Einführung als 1. Kapitel vorangestellt. So kann man sehr gut sehen, welche Entwicklung seit Erstveröffentlichung des Buches eingetreten ist und welche versäumt wurde.

Unveränderte Gültigkeit und Aktualität des Buches haben neben seinem Praxisbezug ihren Grund darin, dass es hier um eine ganz andere Fragestellung geht als in der sonstigen Corporate Governance-Diskussion. Im Zentrum steht die Frage: Was ist richtige und gute Unternehmensführung? Es geht also darum, wie Topmanager handeln müssen, damit das Unternehmen richtig geführt wird.

Das ist etwas anderes als die von juristischen und finanzwirtschaftlichen Perspektiven geprägte vorherrschende Governance-Sicht. Mir geht es nicht um formale Regeln und Wiederholungen des Aktiengesetzes, sondern um das richtige Funktionieren von Unternehmen und somit der ganzen Wirtschaft in einer immer komplexer werdenden Gesellschaft und Welt.

Selbstverständlich bewegt sich richtige Gesamtunternehmensführung innerhalb des gesetzlichen Rahmens und hat finanzwirtschaftliche Überlegungen zu berücksichtigen. Beide müssen jedoch abgeleitet werden aus einem Konzept richtiger Gesamtführung und nicht umgekehrt. Denn der Erfolg von Unternehmen ergibt sich aus ihrer Bewährung am Weltmarkt der globalisierten und sich rascher als je wandelnden Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie und aus den Umständen einer sich radikal transformierenden Gesellschaft, und nicht aus der Befolgung von Gesetzen, deren Grundprinzipien trotz vieler Novellierungen aus der alten Welt des frühen 20. Jahrhunderts und zum Teil aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Anders gesagt: Die Gesetze und Corporate Governance Codes werden sich an die Funktionsprinzipien von Unternehmen als Teile hochkomplexer globaler Systeme anpassen müssen und nicht umgekehrt. Die Funktionsprinzipien für das Meistern von Komplexität sind genauso naturgesetzlich wie diejenigen der Technik. Mit juristischen Gesetzen und Codes kann man Naturgesetze nicht ändern.

Wo man das nicht akzeptiert, wird es bald weder eine Wirtschaft noch eine Gesellschaft geben, die funktioniert, weil andere Länder ihre Regeln mit Blick auf die Zukunft gestalten können und ihre Unternehmen auf die komplexen Umstände des 21. Jahrhunderts ausrichten statt auf die Vergangenheit.

Dieses Buch und meine ganze Arbeit für richtiges und gutes Management sind geprägt von meiner täglichen Zusammenarbeit mit Praktikern, mit Topmanagern, Unternehmern und deren engsten Mitarbeitern sowie durch meine eigene Tätigkeit als Unternehmer und Inhaber des größten Schweizer Unternehmens auf dem Gebiet von General Management Consulting und Education, wo dieses Unternehmen führend ist.

In über 30 Jahren habe ich möglicherweise mehr Führungskräfte als andere kennengelernt, mit ihnen gearbeitet, sie beraten und ausgebildet in allen Fragen der Unternehmensgesamtführung, der Unternehmenspolitik und -strategie, in Struktur- und Organisationsfragen, der Unternehmenskultur und im Aufbau von Topmanagement-Teams und funktionierenden Governance-Organen. Die Positionen, die ich in diesem Buch vertrete, haben sich in Hunderten von Anwendungen gemeinsam mit Managern und Unternehmern als richtig erwiesen. Die wissenschaftlichen Grundlagen dafür habe ich in meiner Habilitationsschrift 1976 über die "Strategie des Managements komplexer Systeme" gelegt. Dort habe ich auch begründet, warum die Kybernetik als Lenkungs-, Regulierungs- und Steuerungswissenschaft die einzig gültige Grundlage für funktionierendes Management ist und warum die Wirtschaftswissenschaften dies nicht leisten können.

Seither habe ich auf den damals geschaffenen Grundlagen aufbauend ein umfassendes, universelles und modulares General Management System entwickelt und erprobt, in mehreren Büchern publiziert und die für die praktische Anwendung erforderliche Organisation mit dem weltweit größten Stab an General Management Experten an internationalen Standorten geschaffen.

Die rasant steigende Komplexität aller Systeme der Gesellschaft erfordert Professionalität im Beruf des Managements mit kopf- und handwerklichen Standards, wie sie in allen hochentwickelten Berufen längst selbstverständlich sind. Falsche Theorien, Moden und faule Kompromisse haben hier keinen Platz. Zuverlässiges Funktionieren unter Bedingungen hoher und steigender Komplexität ist die Maxime des 21. Jahrhunderts, damit Evolution nicht durch Stagnation oder Revolution zerstört wird.

Juni 2008Fredmund Malik

Leseprobe zu "Die richtige Corporate Governance" von Fredmund Malik

Kapitel 1 Architektur des Topmanagements (S. 169-170)

Trotz aller Bemühungen und einer seither voluminösen Literaturproduktion und Diskussion inklusive der Entstehung der Corporate Governance Codes sind wesentliche Punkte einer inhaltlich richtigen Unternehmensführung bisher nicht erfüllt. Praktisch alle Unternehmenskrisen, Skandale und Affären einschließlich gigantischer Kapitalvernichtung und Bereicherungsexzesse32 in den zehn Jahren seit der Erstauflage dieses Buches sind einer inhaltlich fehlgeleiteten Corporate Governance zuzuschreiben.

Für das praktische Funktionieren noch schwerer wiegt aber die konstitutionelle Unfähigkeit heutiger Corporate Governance, mit Komplexität umzugehen. Architektur und Funktionsweise der Governance und ihrer Organe müssen auf die hochkomplexen Systeme des 21. Jahrhunderts, ihre Unkalkulierbarkeit und Unverstehbarkeit gerichtet sein. Sie müssen fähig sein, Komplexität zu meistern und zum Vorteil des Unternehmens zu nutzen. Nicht Steigerung von ökonomischen Werten, sondern Steigerung der Funktionsfähigkeit und Funktionszuverlässigkeit müssen die Gestaltungskriterien für die Corporate Governance sein. Der Text dieses kurzen Kapitels ist nahezu unverändert, damit sichtbar wird, wie der Stand 1997 war.

Eine kurze Rekapitulation:
In Teil I, Kapitel 1 vertrete ich die Auffassung, dass die Unternehmensaufsicht eine aktive Rolle in der Gesamtführung übernehmen soll. Teil I, Kapitel 2 enthält eine Diskussion von ins Gewicht fallenden Fehlern der Unternehmensführung, die in der unmittelbar zurückliegenden Vergangenheit zu verzeichnen waren – Fehler, die direkt dem Topmanagement zugeschrieben werden müssen und bei kompetenter, professioneller Unternehmensführung zu vermeiden gewesen wären. Der damit verbundene materielle Schaden, direkt in Form von Verlusten und der Aufzehrung von Reserven, könnte prinzipiell berechnet, zumindest einigermaßen geschätzt werden. Es ist erhebliche Kapital- und Ressourcenvernichtung zu verzeichnen.

Die indirekten Schäden sind aber wahrscheinlich noch viel größer, auch wenn sie nicht berechnet werden können. Es sind die entgangenen Gewinne, und es ist vor allem der Verlust an Weltmarktpositionen bzw. das Versäumnis, diese auszubauen. Die Chancen wären gerade seit 1990 sehr groß gewesen, weil die in diesem Jahr einsetzende und seither anhaltende Rezession in Japan die japanischen Firmen eher in die Defensive gedrängt hat. Diese Chance wurde vertan. Dies allein wäre also Grund genug, Verbesserungen der Unternehmensführung zu fordern.

Es gibt aber weitere, noch wichtigere Gründe. In Teil I, Kapitel 3 wurde dargelegt, dass die größten Bewährungsproben für die Führung noch bevorstehen, weil sich Wirtschaft und Gesellschaft in einem radikalen Umwandlungsprozess befinden und wir mitten in einer Periode stehen, in der die Führung höchsten Maßstäben genügen muss. In Teil I, Kapitel 4 und 5 wurde schließlich gezeigt, dass es durchaus eine brauchbare, wenn auch vielleicht noch nicht in allen Details fertige Theorie der Corporate Governance gibt und dass darauf gestützt auch die wichtigsten Größen zur Beurteilung von Unternehmen und ihrer Gesundheit abgeleitet werden können.

Inhaltsangabe

Inhalt

Vorwort

1. Neue Einführung 2008: Radikalkur für funktionierende Corporate Governance

Corporate Governance muss sich zu funktionierendem Management wandeln

Zwölf Reformthesen für funktionierende Corporate Governance

Warum heutige Corporate Governance ihren Zweck nicht erfüllen kann

Wenn Corporate Governance mit gutem Management verwechselt wird
Was ist eigentlich ein Shareholder?
Logik und Rhetorik des Marktes
Die besten Unternehmen werden übersehen
Verpasste Chancen
Zwei Funktionen und zwei Organe für richtige Führung

2.Grundlegende Reorientierung

Was ist Corporate Governance? Folgen einer falsch gestellten Frage
Gravierende Management-Missverständnisse und ihre Folgen
Corporate Governance muss dem Unternehmen dienen
Illusionen statt praktisches Management
Unterhaltung statt Information
Trügerischer Schein von überlegener US-Wirtschaft

TEIL I

1.Soll die Unternehmensaufsicht führen?

2.Funktionsmängel der heutigen Systeme

Unternehmensaufsicht - eine Fiktion?
Ist Kritik gerechtfertigt?
Klassische, aber vermeidbare Managementfehler

3. Genügt die Führung der Zukunft? - Die große Transformation

Fehleinschätzung der neunziger Jahre
Fast alles wird sich ändern
Management - die wichtigste gesellschaftliche Funktion

4.Corporate Governance

Die Bedeutung einer wirksamen Unternehmensaufsicht
Gewinnmaximierung zerstört das Unternehmen
Drei Modelle der Corporate Governance - und ein viertes

5. Was ist ein gesundes Unternehmen? - Messfelder für die Performance-Beurteilung des Unternehmens

Die Marktstellung
Die Innovationsleistung
Die Produktivitäten
Attraktivität für gute Leute
Liquidität und Cash-Flow
Profitabilität
Präzision der Messgrößen
Die richtigen Diskussionen führen
Biologisches Denken im Management ist die Zukunft

TEIL II

1.Architektur des Topmanagements

2.Gestaltung des Aufsichtsorgans

Aufgaben des Aufsichtsorgans
Größe und innere Organisation des Aufsichtsorgans
Personelle Zusammensetzung
Honorierung des Aufsichtsorgans und Principal Agent Theorie
Führung des Aufsichtsorgans
Evaluierung des Aufsichtsorgans
Interne Revision - Management Audit
Der Vorsitzende der Unternehmensaufsicht

3.Gestaltung des Exekutivorgans

Aufgaben des Exekutivorgans
Wirksamkeit des Exekutivorgans
Amtsdauer
Das Exekutivorgan als Team
Executive Pay
Pseudobegründung durch den Markt
Neubeginn für Managereinkommen

4.Management oder Leadership

Irrtümer und Missverständnisse
Mystifizierung über die Zuschreibung von Eigenschaften
Vom Manager zum Führer
Charisma

5.Macht, Verantwortung und Haftung

Sorgfaltspflicht allein genügt nicht
Die Haftungsfrage in der Angestellten-Gesellschaft
Richtungsweisende Beispiele für Haftungsregelung

6.Personalauswahl und Besetzung der obersten Positionen

Vier Risiken bei Top-Personalentscheidungen
Sieben Grundsätze für richtige Personalentscheide
Methodik der Personalauswahl
Die Nachfolgeentscheidung an der Spitze
Personalentscheidungen unterhalb des Exekutivorgans
Besetzung von innen oder von außen?

Nachwort

Anhang: Schein und Wirklichkeit

Anhang: Deutschland - gesünder als man meint

Literatur

Register

Inhaltsangabe

Inhalt
Vorwort
1. Neue Einführung 2008: Radikalkur für funktionierende Corporate Governance
Corporate Governance muss sich zu funktionierendem Management wandeln
Zwölf Reformthesen für funktionierende Corporate
Governance
Warum heutige Corporate Governance ihren Zweck nicht
erfüllen kann
Wenn Corporate Governance mit gutem Management
verwechselt wird
Was ist eigentlich ein Shareholder?
Logik und Rhetorik des Marktes
Die besten Unternehmen werden übersehen
Verpasste Chancen
Zwei Funktionen und zwei Organe für richtige Führung
2.Grundlegende Reorientierung
Was ist Corporate Governance? Folgen einer falsch gestellten Frage
Gravierende Management-Missverständnisse und ihre Folgen
Corporate Governance muss dem Unternehmen dienen
Illusionen statt praktisches Management
Unterhaltung statt Information
Trügerischer Schein von überlegener US-Wirtschaft
TEIL I
1.Soll die Unternehmensaufsicht führen?
2.Funktionsmängel der heutigen Systeme
Unternehmensaufsicht - eine Fiktion?
Ist Kritik gerechtfertigt?
Klassische, aber vermeidbare Managementfehler
3. Genügt die Führung der Zukunft? - Die große
Transformation
Fehleinschätzung der neunziger Jahre
Fast alles wird sich ändern
Management - die wichtigste gesellschaftliche Funktion
4.Corporate Governance
Die Bedeutung einer wirksamen Unternehmensaufsicht
Gewinnmaximierung zerstört das Unternehmen
Drei Modelle der Corporate Governance -
und ein viertes
5. Was ist ein gesundes Unternehmen? - Messfelder für die Performance-Beurteilung des Unternehmens
Die Marktstellung
Die Innovationsleistung
Die Produktivitäten
Attraktivität für gute Leute
Liquidität und Cash-Flow
Profitabilität
Präzision der Messgrößen
Die richtigen Diskussionen führen
Biologisches Denken im Management ist die Zukunft
TEIL II
1.Architektur des Topmanagements
2.Gestaltung des Aufsichtsorgans
Aufgaben des Aufsichtsorgans
Größe und innere Organisation des Aufsichtsorgans
Personelle Zusammensetzung
Honorierung des Aufsichtsorgans und Principal Agent Theorie
Führung des Aufsichtsorgans
Evaluierung des Aufsichtsorgans
Interne Revision - Management Audit
Der Vorsitzende der Unternehmensaufsicht
3.Gestaltung des Exekutivorgans
Aufgaben des Exekutivorgans
Wirksamkeit des Exekutivorgans
Amtsdauer
Das Exekutivorgan als Team
Executive Pay
Pseudobegründung durch den Markt
Neubeginn für Managereinkommen
4.Management oder Leadership
Irrtümer und Missverständnisse
Mystifizierung über die Zuschreibung von Eigenschaften
Vom Manager zum Führer
Charisma
5.Macht, Verantwortung und Haftung
Sorgfaltspflicht allein genügt nicht
Die Haftungsfrage in der Angestellten-Gesellschaft
Richtungsweisende Beispiele für Haftungsregelung
6.Personalauswahl und Besetzung der obersten Positionen
Vier Risiken bei Top-Personalentscheidungen
Sieben Grundsätze für richtige Personalentscheide
Methodik der Personalauswahl
Die Nachfolgeentscheidung an der Spitze
Personalentscheidungen unterhalb des Exekutivorgans
Besetzung von innen oder von außen?
Nachwort
Anhang: Schein und Wirklichkeit
Anhang: Deutschland - gesünder als man meint
Literatur
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