Die Kunst des Krieges - Sun Tsu

Sun Tsu 

Die Kunst des Krieges

Die älteste bekannte militärische Abhandlung der Welt

Interpretiert u. komment. v. Gitta Peyn
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Die Kunst des Krieges

Kein Werk über die Kriegskunst ist so berühmt wie dieses, keines so alt und keines so voller Weisheit. Das Faszinierende an Sun Tzus "Die Kunst des Krieges" ist seine einfache Übertragbarkeit auf Situationen des Alltags. Manager überall auf der Welt haben längst die Aussagekraft der einfachen Weisheiten Sun Tzus für ihren Erfolg schätzen und nutzen gelernt. Da die Welt der Menschen immer komplexer wird, brauchen wir einfache Handlungsanweisungen, die es uns ermöglichen, nicht nur in ihr zu überleben sondern dabei auch erfolgreich und glücklich zu sein. Gitta Peyn hat die Weisheiten Sun Tzus auf alltägliche Situationen übertragen und beschreibt in Ergänzung der alten Überlieferung der Chinesen praktische Anwendungen hinsichtlich der sich aus ihr ergebenden Möglichkeiten für die persönliche Weiterentwicklung. Die Gegenüberstellung des vollständigen, originalen, alten Textes mit gänzlich neuen Übertragungsansätzen verschafft ein erfrischendes Leseerlebnis, das den Leser direkt in ein neues Bewusstseinsabenteuer katapultiert.


Produktinformation

  • Verlag: Rabaka
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 115 S.
  • Seitenzahl: 115
  • RaBaKa Pocket
  • Altersempfehlung: 16 bis 80 Jahre
  • Deutsch
  • Abmessung: 164mm x 118mm x 12mm
  • Gewicht: 110g
  • ISBN-13: 9783940185013
  • ISBN-10: 3940185019
  • Best.Nr.: 22625475
Sun Tsu, um 544 um 496 v. Chr., war ein chinesischer General, Militärstratege und Philosoph. Bekannt ist er durch sein Werk "Die Kunst des Krieges", welches das früheste Buch über Strategie überhaupt und auch heute noch einer der Klassiker auf diesem Gebiet ist.

Leseprobe zu "Die Kunst des Krieges" von Sun Tsu

3. Angriff nach Strategien (S.25)

Sun Tzu sagte: In der praktischen Kunst des Krieges ist es das Beste, des Feindes Land ganz und intakt zu erringen. Es zu zerstören und zu zertrümmern ist nicht so gut. Ebenso ist es besser, man überwältigt eine Armee vollzählig, als sie zu zerstören. Selbst ein Regiment, eine Abteilung oder eine Kompanie überwältigt man besser, als dass man sie zerstört.

Folglich ist es nicht von höchster Vorziehenswürdigkeit, in allen Schlachten zu kämpfen und zu erobern. Höchste Vorziehenswürdigkeit hingegen hat es, des Feindes Widerstand, ohne zu kämpfen, zu brechen. Die höchste Form der Feldherrenkunst besteht darin, des Feindes Plan zum Stocken zu bringen. Die nächst beste besteht darin, die Verbindungen der gegnerischen Kräfte zu unterbrechen.

Erst dann kommt die, des Feindes Armee im Felde anzugreifen. Und die übelste Sorte von allen ist die, bewehrte Städte zu belagern. Die Regel lautet, keine bewehrten Städte zu belagern, wenn man es irgendwie vermeiden kann. Das Vorbereiten von Sturmdächern, Aufstellen beweglicher Unterstände und unterschiedlicher Kriegswerkzeuge kann bis zu drei Monaten dauern, und das Aufschütten von Wällen, um über die Mauern zu gelangen, wird weitere drei Monate in Anspruch nehmen.

Der General wird sich unfähig finden, die entstehende Verwirrung zu kontrollieren. Er wird seine Männer aussenden müssen wie schwärmende Ameisen, was dazu führt, dass einer von drei Männern erschlagen werden wird, während die Stadt noch immer ungenommen steht. Das sind die verheerenden Begleiterscheinungen einer Belagerung. Deshalb wird der listenreiche Führer die Truppen des Feindes unterwandern, ohne zu kämpfen. Er erobert seine Städte, ohne sie zu belagern. Er übernimmt seine Königreiche ohne längere Feldzüge. Mit intakten Kräften wird er sich die Herrschaft über das Reich erstreiten, und auf diese Weise wird sein Triumph vollkommen, ohne dass er auch nur einen Mann verlor.

Das ist die Methode, nach Strategien anzugreifen. Es ist eine Standardregel im Krieg, dass wir, wenn unsere Kräfte denen des Feindes zehn zu eins gegenüberstehen, ihn umzingeln, wenn fünf zu eins, ihn angreifen, wenn wir ihm aber zweifach überlegen sind, dann teilen wir unsere Armee in zwei. Sind wir gleich stark, bieten wir die Schlacht an, sind wir geringfügig unterlegen, gehen wir ihm zunächst aus dem Wege. Sind wir aber in jeder Hinsicht ungleich, so ist es nicht unehrenhaft, vor ihm zu fliehen.

Folglich wird ein noch so hartnäckiger Kampf seitens niedrigerer Kräfte letztlich durch die größere Kraft überwältigt. Nun ist der General das Bollwerk des Staates. Ist das Bollwerk in jeder Hinsicht vollkommen, wird der Staat stark sein, hat das Bollwerk Lücken, wird der Staat schwach. Es gibt drei Möglichkeiten, wie ein Führer Unglück über seine Armee bringen kann:

Durch den Befehl des Vormarschs oder des Rückzugs, wenn dabei die Tatsache ignoriert wird, dass der Befehl nicht ausgeführt werden kann. So etwas nennt man „die Armee ins Stolpern bringen". Wenn man glaubt, die Armee genauso regieren zu können, wie die Minister ein Königreich regieren, und dabei die Bedingungen ignoriert, die in einer Armee herrschen. Dies verursacht Unruhe im Verstand des Soldaten.

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