Leseprobe zu "Die besten Mitarbeiter finden und halten"
Warum ich dieses Buch empfehle
Sie haben Personalverantwortung? Eine wunderbare Aufgabe. Schließlich wird hier der Erfolg Ihrer Firma begründet.
Das innovative Beratungskonzept des mittelständischen Unternehmers und Wirtschaftsprofessors Jörg Knoblauch und seines Kollegen Jürgen Kurz bringt es so auf den Punkt: "Es gibt A-, B- und C-Mitarbeiter. Der A zieht den Karren, der B geht nebenher und der C sitzt oben drauf und lässt sich ziehen." Während in durchschnittlichen Firmen A-, B- und C-Mitarbeiter gleichmäßig verteilt sind, zeichnen sich exzellente Companies durch eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von A-Mitarbeitern aus.
Was erfolgreiche Konzerne schon immer wussten, wird hier in eine komprimierte und vor allem umsetzbare Anleitung zur Gewinnung qualifizierter und motivierter Mitarbeiter für den Mittelstand übersetzt.
Vor allem die Beispiele aus den eigenen Unternehmen der Autoren sorgen für eine praxisorientierte Anleitung zur Umsetzung einer effizienten und nachhaltigen Personalpolitik. Dieses Buch ist eine wahre Fundgrube nützlicher Ideen gerade in einer Zeit, in der viele Unternehmer ihre Maschinen und ihre Kunden besser pflegen als ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Dr. Peter F. Barrenstein,
Direktor McKinsey & Company, Inc. (bis 2007)
Leseprobe zu "Die besten Mitarbeiter finden und halten"
3. Das ABC-Modell hilft gerade auch dem C-Mitarbeiter. (S. 47-48)
Wir kennen Unternehmen, die nach einer Art 5/10-Methode handeln. Die 5 Prozent »besten Mitarbeiter« werden befördert. Den 10 Prozent »schlechtesten Mitarbeitern« wird gekündigt. Was die Kündigung anbetrifft, empfehlen wir erst einmal ein anderes Vorgehen: erkennen. Falls Sie nicht die Zeit und Kraft haben, kann das ein Coach übernehmen (siehe hierzu: www.life-coaching365.de). (nicht dürfen). nicht wollen und nicht können. (Vielleicht ist ja auch der Vorgesetzte das Hindernis, dann wäre das nicht dürfen.)
Der zuletzt genannte Rat erscheint uns so wichtig, dass wir etwas genauer auf ihn eingehen möchten: Prüfen Sie genau, ob der Mitarbeiter keine besseren Ergebnisse bringen kann oder seine Leistungsschwäche damit zu tun hat, dass er nicht besser werden will. Erst dann, wenn Sie einem C-Mitarbeiter eine Weiterbildung anbieten und er dazu Nein sagt, oder wenn Sie ihm eine andere Stelle innerhalb der Firma anbieten, an der er möglicherweise zu besseren Ergebnissen kommen kann und er wiederum Nein sagt, bleibt Ihnen kein anderer Weg, als sich von ihm zu trennen.
Es gibt ein klassisches Beispiel, das den Unterschied zwischen nicht wollen und nicht können verdeutlicht. Ein Mitarbeiter der IBM hatte ein Projekt in den Sand gesetzt. 600000 Dollar waren zerstört. Es dauerte nur Stunden, und der oberste Chef, Thomas J. Watson, rief an und sagte: »Morgen um 11 Uhr will ich Sie in meinem Büro sehen.« Der Mitarbeiter war total geschockt, rief seine Frau an und sagte: »Frau, schau dich schon einmal nach einem Job um. Ich bin in den nächsten Wochen zu nichts in der Lage. Ich habe hier wirklich die Kiste gegen die Wand gefahren.« Am nächsten Morgen um 11 Uhr kam der besagte Mitarbeiter zum Chef. Der fragte, wie es ihm und der Familie und überhaupt geht. Der Mitarbeiter unterbrach und sagte: »Mr. Watson, ich weiß, warum ich hier bin. Machen Sie es kurz und schmerzlos. Geben Sie mir meine Papiere, und Sie sind mich los.«
Darauf antwortete der völlig entsetzte Chef: »Was? Ich habe gerade 600000 Dollar in Ihre Weiterbildung investiert, und jetzt wollen Sie die Firma verlassen?« Sind Sie wegen dieser Reaktion überrascht? Nein, diese Reaktion ist genau der Unterschied, von dem wir hier reden. Im vorliegenden Beispiel handelte es sich um nicht können. Der Mitarbeiter wollte gut handeln, konnte aber nicht. Nun hat er Erfahrungen gesammelt, und er wird es beim nächsten Mal besser machen.
In diesem Zusammenhang lohnt sich auch der Blick auf ein Gleichnis, von dem das Lukasevangelium in Kapitel 13 ab Vers 6 berichtet. Dort heißt es: »Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberg, und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang gekommen und habe Frucht gesucht an diesem Feigenbaum und finde keine. So hau ihn ab! Was nimmt er dem Boden die Kraft? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn grabe und ihn dünge, vielleicht bringt er doch noch Frucht, wenn aber nicht, so hau ihn ab.«
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