Die Herausgeber des vorliegenden Sammelbandes tragen grundlegende
Kritiken zusammen, die an der im Oktober 2006 veröffentlichten
"Bibel in gerechter Sprache" aus exegetischer,
systematischer und kirchlicher Perspektive vorgebracht wurden. Sie
machen deutlich, dass diese Bibelausgabe ein ideologisches
Unternehmen darstellt, das die Anliegen der an dem Projekt
Beteiligten als Anliegen der biblischen Texte selbst ausgibt. Damit
wird das für eine Übersetzung grundlegende Kriterium der
Gerechtigkeit gegenüber dem zu übersetzenden Text in massiver Weise
verletzt. Zugleich bewegt sich diese Bibelausgabe damit außerhalb
der in der historisch-kritischen Bibelwissenschaft geltenden
methodischen Voraussetzungen sowie des protestantischen
Schriftprinzips, das die Unverfügbarkeit der biblischen Texte
betont.
Ingolf U. Dalferth, Dr. theol., Dr. h.c., Jahrgang 1948, ist Ordinarius für Systematische Theologie, Symbolik und Religionsphilosophie in Zürich und seit 1998 Direktor des Instituts für Hermeneutik und Religionsphilosophie. Er ist Mitglied der Theologischen Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie und der Europäischen Gesellschaft für Religionsphilosophie sowie Hauptherausgeber der"Theologischen Literaturzeitung"(Leipzig), der"Hermeneutischen Untersuchungen zur Theologie"(Tübingen) und von"Religion in Philosophy and Theology"(Tübingen). 2005 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Uppsala.
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20