The Wire - Eschkötter, Daniel

Daniel Eschkötter 

The Wire

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The Wire

Baltimore, Maryland, USA. David Simon, ehemaliger Polizeireporter der "Baltimore Sun", und Ed Burns, 27 Jahre Polizist und Lehrer in Baltimore, haben die Stadt zur Protagonistin gemacht. Ihre Serie, "The Wire", das sind 60 Stunden Gesellschaftsanalyse, investigativer und parteiischer Journalismus, Neuerfindung des TV-Krimis. Das Sprechen der Straße und das Versagen der Institutionen, Straßendealer und Drogenbosse, Hafenarbeiter und Mordermittler, Crack-Addicts und Bürgermeister, Schulkinder und Zeitungsveteranen: It s all in the game. It s all in "The Wire".


Produktinformation

  • Verlag: Diaphanes
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 95 S.
  • Seitenzahl: 95
  • diaphanes booklet
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 123mm x 10mm
  • Gewicht: 110g
  • ISBN-13: 9783037342107
  • ISBN-10: 3037342102
  • Best.Nr.: 34642424

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensentin Katharina Teutsch nimmt Daniel Eschkötters Analyse der HBO-Fernsehserie "The Wire" zum Anlass für eine weitere Würdigung der auch in deutschen Feuilletons oft gepriesenen Qualitätsserie über einen Lauschangriff der Polizei auf die Drogenszene von Baltimore. Nicht immer ganz klar wird jedoch, ob sie ihre eigenen Gedanken vorträgt, wie weit sie sich auf Eschkötters Thesen stützt oder was sie von dem Buch hält: Immerhin "bestätigt" fühlt sie sich bei dessen Lektüre in ihrem Eindruck, dass die "Meisterschaft" des neuen Qualitätsfernsehens das Fernsehen gewissermaßen rette. Gerade "The Wire" zeige, was das Medium am besten könne: "unvergleichlich dicht erzählen". Gleichzeitig erreicht die Serie mit ihrer minutiösen Schilderung eines medientechnischen Abhörverbunds für die Rezensentin ein bislang nicht gekanntes "Reflexionsniveau" der Serialität im Fernsehen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.04.2012

An diesem Draht schwingt sich das Fernsehen zu ungeahnten Höhen auf
Das Spiel ist das Spiel, und kein Weg führt hinaus, sondern nur in die nächste Folge: Daniel Eschkötter denkt über den Erfolg der amerikanischen Serie "The Wire" nach

Am Ende sei das alles dann doch irgendwie Fernsehen und kein Roman. Fast beiläufig wird man von Daniel Eschkötter darauf gestoßen, so als müsse man eine Selbstverständlichkeit nachträglich bekräftigen, weil die Kritiker ja nicht aufhören, die sogenannten amerikanischen Qualitätsserien mit dem Gesellschaftsroman des neunzehnten Jahrhunderts zu vergleichen, während sie das Medium Fernsehen selbst für tot erklären.

Was für ein untoter Spuk! Wo ist der Widerspruchsgeist dieses epochalen Leitmassenmediums geblieben? Selbst ein für seine rege Serienproduktion gepriesener amerikanischer Bezahlsender wirbt mit Selbstverleugnung: "It's not television. It's HBO." Es ist vertrackt, wenn man über Serien wie "The Wire", "The Sopranos" oder "Mad Men" einmal nicht als Fan nachdenken möchte, sondern im kühlen Modus der Analyse. Eine bei Diaphanes erschienene Reihe unternimmt jetzt den Versuch, der …

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Daniel Eschkötter ist Film- und Literaturwissenschaftler; derzeit ist er wissenschaftlicher Koordinator des Graduiertenkollegs "Mediale Historiographien" an der Bauhaus-Universität Weimar.
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