Vor dem Hintergrund der Dokumentarfilmrecherche zu "Gedächtnis
der Orte" im Jahr 2002, analysiert die Regisseurin und Autorin
Susann Reck die Dokumentarfilmklassiker "Shoah" von
Claude Lanzmann und "Der Prozess" von Eberhard Fechner.
Beide Filmemacher thematisieren als eine der ersten den
millionenfachen Genozid an den europäischen Juden, der bei der
Entstehung ihrer Filme rund dreißig Jahre zurückliegt.Im
Mittelpunkt dervorliegenden Untersuchung steht die Frage, inwieweit
die persönlichen Haltungen der Filmemacher in ihren Werken sichtbar
werden.Susann Reck analysiert ihren Umgang mitfilmischen Mitteln
und ergänzt sie durch Äußerungen der Filmemacher.Interviewpartner,
der Einsatz der Kamera, die Auswahl des Rohmaterials und die
Montage, so zeigt die Autorin eindrucksvoll, werden in beiden
Filmen, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise meisterhaft
eingesetzt. Der bewusste Umgang mit dem Handwerkszeug, spiegelt so
die Haltungen der Regisseure wieder,die mit ihren Filmen
dazubeigetragen haben, das kollektive Erinnern in Deutschland zu
fördern.
Susann S.Reck, geb.1966, Studium der Philosophie und Geschichte in München und Zürich, Studium der Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam Babelsberg. Susann S. Reck lebt als Filmemacherin und Autorin in Berlin.
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