Die deutsche Film- und TV-Branche hat sich in den letzten Jahren
stark verändert. Neue Technologien und Workflows wie die digitale
Kamera- und Kinoprojektionstechnik konnten sich nahezu
flächendeckend durchsetzen.
Aber nicht nur die Produktionstechnik hat sich evolutionär
weiterentwickelt. Auch alternative Abspielplattformen, Pay-TV- wie
Pay-per-View-Optionen und Streaming-Media-Angebote haben den Markt
unabänderlich verwandelt und erweitert. Die Anforderungen
hinsichtlich Qualität, Technik und Budget an die Filme, die zu
wirtschaftlichen Erfolgen werden sollen, stiegen dabei stetig. Um
unter diesen gewandelten Herausforderungen langfristig bestehen zu
können, müssen die innovativen Technologien in der Filmherstellung
ihre Ergänzung in neuen, dem Wandel angepassten Finanzierungs- und
Erlösmodellen finden.
Eckhard Wendling zeigt aktuelle Möglichkeiten und Entwicklungen
auf, unter denen Film- und TV-Produktionen heute und in Zukunft
finanzierbar werden. Dazu sollte sich die Vielzahl neuer
Verwertungsmöglichkeiten mit einem Mehr an geschäftlichem Risiko
und einem Mehr an Erfolgsbeteiligung verbinden.
Die klassische Wertschöpfungskette aus Kinopremiere,
DVD-Veröffentlichung und Fernsehausstrahlung wird in komplexere
Wertschöpfungsnetzwerke überführt, die den Produzenten stärken und
finanziell unabhängiger werden lassen. Gefordert sind hier
Produzenten, die diese Herausforderungen annehmen, um sich so
letztlich sowohl von der öffentlichen Hand, der Filmförderung wie
auch von den großen Sendern zu emanzipieren.
Eckhard Wendling war nach dem Studium an der Universität der Künste, Berlin, viele Jahre als Produktionsleiter und Producer in verschiedenen Film- und TV-Produktionsfirmen tätig. Seit 2001 ist er Professor an der Hochschule der Medien, Stuttgart, in den Bereichen Produktionsmanagement und Produktionsplanung für elektronische Medien.
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