Nahaufnahme: Alain Platel - Klett, Renate

Renate Klett 

Nahaufnahme: Alain Platel

Gespräche mit Renate Klett

Herausgeber: Klett, Renate
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Nahaufnahme: Alain Platel

Der Band enthält fünf ausführliche und persönliche Gespräche mit dem belgischen Choreographen Alain Platel, begleitet von zahlreichen Abbildungen. Ergänzt wird der Band durch ein ausführliches Werkverzeichnis.

Alain Platel, geboren 1956 in Gent, ist einer der wichtigsten Choreographen unserer Zeit. Nach einer Ausbildung zum Heilpädagogen gehört er 1984 zu den Mitbegründern der Compagnie Les Ballets C de la B in Gent. Mit Produktionen wie Bonjour Madame (1993), Bernadetje (1996), Iets op Bach (1998) oder Allemaal Indiaan (1999) wird er international berühmt. Nach einer freiwilligen (Denk-)Pause kehrt Platel 2003 erfolgreich mit Wolf auf die Bühne zurück, 2006 folgen vsprs und sein Film Les ballets deci de-là über das Tanzkollektiv Les Ballets C de la B. Für seine Produktionen erhält er zahlreiche Preise, u.a. im Jahr 2004 den Europäischen Theaterpreis für sein Lebenswerk.


Produktinformation

  • Verlag: Alexander Verlag
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 141 S., 18 z. Tl. farb. Abb.
  • Seitenzahl: 141
  • Deutsch
  • Abmessung: 168mm x 121mm x 12mm
  • Gewicht: 170g
  • ISBN-13: 9783895811753
  • ISBN-10: 3895811750
  • Best.Nr.: 22894349

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Eva-Elisabeth Fischer findet es grundsätzlich etwas anstrengend, längere Interviews zu lesen und umso erfreuter ist sie deshalb darüber, wie es diesem Band, in dem die Theaterkritikerin Renate Klett mit dem flämischen Choreografen Alain Platel spricht, gelingt, den Lesern den Interviewten Stück für Stück näher zu bringen. Aus ihrer Sympathie für den Choreografen und seine Arbeit macht die Rezensentin keinen Hehl und er tritt ihr in dem Band genauso "friedliebend" und nett entgegen wie schon auf dem Titelfoto. Mitunter aber verfange sich Patel, der stets betone, es gehe ihm vor allem um die Musik, in den "ideologischen Fallstricken" seiner Arbeit, etwa wenn der erklärtermaßen mit den Palästinensern sympathisierende Künstler bei seinem Stück "Wolf" das Verbrennen einer israelischen Fahne auf der Bühne mit dem Hinweis verteidigt, es sei ja keine "echte" Israelfahne. Hier und an anderen Stellen stelle Klett präzise Fragen, bemerkt Fischer angetan und sie findet, dass der Band sich durchweg fesselnd liest und, einem detaillierten Anhang sei Dank, insgesamt sehr aufschlussreich ist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.05.2008

Fröhliche Augen voller Liebe
Der Choreograph Alain Platel im Gespräch mit Renate Klett
Zugegeben, es ist immer etwas mühsamer, längere wörtliche Interviews zu lesen, als einen Fließtext mit den entsprechenden Zitaten an passender Stelle. In den meisten Fällen kennt man die Sprecher nicht und damit natürlich auch nicht deren Sprachduktus und Stimmen. Ein gedrucktes Interview ist darüber hinaus stets verdichtet und redigiert, im besten Falle aber so einfühlsam, dass sprachliche Eigenheiten des Interviewten gewahrt bleiben – und selbstverständlich keine seiner Aussagen verfälscht wird. In der Reihe der „Nahaufnahmen” des Alexander Verlags liegt nun ein Bändchen vor, in dem der flämische Choreograph Alain Platel der in Berlin lebenden, weitgereisten Theaterkritikerin und Publizistin Renate Klett Rede und Antwort steht.
Platel, zunächst ausgebildeter Heilpädagoge, ist mental ein Weltbürger und ein ungewöhnlicher Theatermann, da sein Armes Theater tatsächlich die von den politischen Systemen und dem Leben Benachteiligten aus intimer Kenntnis und eigener Erfahrung ins Visier nimmt. Es gelang ihm, weltweite professionelle Anerkennung zu erlangen …

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Alain Platel, geboren 1956 in Gent, ist einer der wichtigsten Choreographen unserer Zeit. Nach einer Ausbildung zum Heilpädagogen gehört er 1984 zu den Mitbegründern der Compagnie Les Ballets C de la B in Gent. Mit Produktionen wie Bonjour Madame (1993), Bernadetje (1996), Iets op Bach (1998) oder Allemaal Indiaan (1999) wird er international berühmt. Nach einer freiwilligen (Denk-)Pause kehrt Platel 2003 erfolgreich mit Wolf auf die Bühne zurück, 2006 folgen vsprs und sein Film Les ballets deci de-là über das Tanzkollektiv Les Ballets C de la B. Für seine Produktionen erhält er zahlreiche Preise, u.a. im Jahr 2004 den Europäischen Theaterpreis für sein Lebenswerk.

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