Das Thema Sterben und Tod gehört zu den zentralen Forschungsfeldern
der Ethnologie, wobei in der Regel außereuropäische Länder und
Kulturen im Vordergrund stehen. Doch wie sehen unsere eigenen
Todesbilder aus? Und was kann die Ethnologie in diesem Kontext in
die Filmtheorie einbringen? Das ethnologische Vorgehen erlaubt
Unvoreingenommenheit und scheinbare Naivität: "Wie sterben
Filmhelden eigentlich?" Das eröffnet einen neuen theoretischen
Zugang - den zum "kulturellen Verhalten" der Menschen auf
der Leinwand. Kiener übersetzt dabei filmische Begriffe in
ethnologische: Stereotype sind Rituale, Genres sind Leinwandwelten.
Dabei lösen sich die geografischen und nationalen Grenzen auf, und
ähnliche Todesrituale finden sich immer wieder in den verschiedenen
Kulturen der Welt.
Auf der Suche nach den verborgenen Wertvorstellungen unserer Zeit
sind Todesinszenierungen ein überaus ergiebiges Motiv - vor diesem
Hintergrund diskutiert die Autorin die ästhetischen Strategien bei
der Darstellung von Sterben und Tod im Kino anhand von rund 25
Komödien, Dramen und Actionfilmen und erörtert die Frage, welche
Botschaften damit transportiert werden.
Ausstattung/Bilder: 2012. 192 S. m. 100 Fotos. 210 mm
Seitenzahl: 192
Medien/Kultur Bd.7
Deutsch
Abmessung: 210mm x 148mm
ISBN-13: 9783865053930
ISBN-10: 3865053939
Best.Nr.: 34473346
Wilma Kiener, PD Dr., ist Regisseurin und Ethnologin und lebt in Kochel am See. Ausgebildet an der Filmhochschule und der Universität München, unterrichtet sie Ethnologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zahlreiche nationale und internationale Festivalteilnahmen.
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