Ein faszinierender Blick auf einen der ganz großen
Independent-Regisseure unserer Zeit Spätestens seit Down by law
genießt Jim Jarmusch Kultstatus. Sein Werk ist von einer
unvergleichbaren Individualität geprägt, die Jarmusch zu einem der
wichtigsten Vertreter des amerikanischen Independentkinos macht:
Schwarz-Weiß-Ästhetik, Semi-Dokumentarismus, neorealistische
Erzählweisen, bisweilen slapstickhafte Komik und beeindruckendes
Schauspiel zeichnen seine Filme von Anbeginn aus. Mit Coffee &
Cigarettes hat Jarmusch 2003 wieder eine Brücke zu seinem Frühwerk
geschlagen, nachdem sich die beiden letzten Spielfilme Dead Man und
Ghost Dog thematisch und inhaltlich deutlich abgrenzten und dadurch
in Deutschland für Verwirrung sorgten. Gerade deshalb lohnt der
genaue Blick auf sein Gesamtwerk. Roman Mauer untersucht, was
bislang stets gefeiert, aber nie genauer unter die Lupe genommen
wurde: die Intensität der Bilder und der Soundtracks (Tom Waits,
Neil Young, RZA). Zudem wird Jarmuschs Verhältnis zu Wim Wenders
und Deutschland thematisiert, da seine Filme immer auch als Echo
auf die melancholischen Autorenfilme der Generation Straub, Herzog
und Fassbinder verstanden wurden.
Roman Mauer promovierte mit dieser Studie an der Uni Mainz, und lehrt dort seit Herbst 2004. Daneben ist er als freier Autor (Fernsehbeiträge, Kurzgeschichten, Drehbücher) tätig.
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