Geschichte der Filmtheorie - Diederichs, Helmut H.

Helmut H. Diederichs 

Geschichte der Filmtheorie

Kunsttheoretische Texte von Melies bis Arnheim

Hrsg. v. Helmut H. Diederichs
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Produktbeschreibung zu Geschichte der Filmtheorie

Kann Film Kunst sein? Und wenn Film die Potenz zur Kunst hat, unter welchen Bedingungen wird Film zur Kunst? Was ist das Material der Filmkunst, welches sind ihre künstlerischen Mittel?

Produktinformation


  • Verlag: Suhrkamp
  • 2004
  • Neuauflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 419 S.
  • Seitenzahl: 400
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.1652
  • Best.Nr. des Verlages: 29252
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 111mm x 22mm
  • Gewicht: 253g
  • ISBN-13: 9783518292525
  • ISBN-10: 3518292528
  • Best.Nr.: 11371896
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.02.2004

Sobald der Projektionsapparat rattert
Helmut Diederichs dokumentiert eine Geschichte der Filmtheorie von Meliès bis Arnheim

Im Jahr 1907 entstanden die "Demoiselles d'Avignon" - das Bild, mit dem Pablo Picasso der klassizistischen Simultaneität des gefrorenen Moments die Möglichkeit der Sukzession und damit auch einer Vielheit des Betrachterblicks eröffnete. 1913 sah ein unabhängiger Geist wie Julius Meier-Graefe den Untergang des Ideals vom schöpferischen Individuum heraufdämmern: Zwei Momente in der Kunstgeschichte der Moderne, die man, von heute aus gesehen, durchaus als Reaktion auf den jüngsten Sproß im Kreis der Künste nehmen kann - den Film. Von heute aus deshalb, weil es keinem Zeitgenossen eingefallen wäre, die Elle des Films an eine der noch regierenden Hochkünste anzulegen. In umgekehrter Richtung dagegen wird der Vergleich mit geradezu manischer Besessenheit angeführt.

In den letzten Jahren vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Deutschland ein außerordentliches Interesse an den laufenden Bildern. Aus dieser Zeit stammt die Hälfte aller Texte einer Anthologie, die "Geschichte der Filmtheorie" heißt. 1913 gilt als das erste …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Fritz Göttler hat diesen Sammelband, der frühe Texte zur Filmtheorie von Georges Melies bis Sergej M. Eisenstein präsentiert, mit Interesse gelesen. Dabei zeigt sich, dass die Anfänge der Filmtheorie bereits ziemlich "schnell streng, seriös, theoretisch" werden, stellt der Rezensent fest. Erst mit Bela Balazs und Sergej M. Eisenstein geht es in den Texten wieder "freier, frischer, frecher" zu und insbesondere bei ihren Ausführungen zur Filmkunst werde spürbar, dass sie ihr Gebiet als "fröhliche Wissenschaft" empfinden, so ein fast erleichtert wirkender Göttler. Sind die anderen Beiträge doch ziemlich theoretisch, wird bei Eisenstein die "Praxis" beschworen und der Rezensent freut sich an der "frischen" Artikulation des Filmemachers. Mit den "genial assoziativen" Auslassungen zum Film kommt die Theorie des Films dann auch "voll in Fahrt", stellt er befriedigt fest.

© Perlentaucher Medien GmbH
Helmut H. Diederichs ist Professor für Medienpädagogik am Fachbereich Soziales der Fachhochschule Dortmund.

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