Die Antifaschismus-Thematik der DEFA - Barnert, Anne

Anne Barnert 

Die Antifaschismus-Thematik der DEFA

Eine kultur- und filmhistorische Analyse. Diss.

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Die Antifaschismus-Thematik der DEFA

Im Mittelpunkt dieser Studie steht das zentrale Thema des DDR-Kinos von 1946 bis 1989: der Antifaschismus in der Filmproduktion der DEFA. Die leitende Fragestellung ist, wie sich die geschichtspolitische Deutungsvorgabe des Antifaschismus auf den DDR-Film auswirkte und welche Wertungen, Aus- und Überblendungen der nationalsozialistischen Vergangenheit so entstanden.
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist, dass es Antifaschismusfilmen zuweilen gelang, den Alltagserinnerungen und kulturell unpassenden Erinnerungen untergründig und eigensinnig Ausdruck zu verschaffen.
Folgende Filme werden behandelt: Konrad Wolfs Professor Mamlock (1961) und (2) die vier zentralen Filme über das Konzentrationslager Buchenwald: Nackt unter Wölfen (1963), Zeit zu leben (1969), Denk bloß nicht, ich heule (1965/66, 1990) und Schritt für Schritt (1960).


Produktinformation

  • Verlag: Schüren Verlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 392 S. m. 20 Abb.
  • Seitenzahl: 392
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 151mm x 28mm
  • Gewicht: 645g
  • ISBN-13: 9783894726362
  • ISBN-10: 3894726369
  • Best.Nr.: 23896275
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.12.2008

Nackt unter Faschisten
Operation Gedenkkultur: "Die Antifaschismus-Thematik der Defa"

"Die Antifaschismusfilme der Defa hatten mit der jüdischen Verfolgungs- und Vernichtungserfahrung wenig zu tun." Ein Zitat aus "Die Antifaschismus-Thematik der Defa", das programmatisch für die kultur- und filmhistorische Analyse des zentralen Themas im DDR-Kino steht.

Dem Streben der ostdeutschen Zensur nach normierter Gedenk- und Erinnerungskultur fiel etwa die spezifisch jüdische Geschichte Friedrich Wolfs zum Opfer, dessen Roman "Professor Mamlock", eine Reaktion auf den Reichstagsbrand und antijüdische Ressentiments 1933, von seinem Sohn Konrad drei Jahrzehnte später verfilmt wurde - jedoch angepasst inszeniert als Stück des kommunistischen Widerstands.

Anne Barnert, die in ihrer Dissertation eine kritische Perspektive gegenüber der staatlich verordneten, von der Defa künstlerisch realisierten Gedenkkultur einnimmt, vollzieht eine Unterteilung in historische Antifaschismusfilme, deren Handlung bis 1945 spielt, etwa "Nackt unter Wölfen", und "Gegenwartsfilme" mit Antifaschismus-Thematik. Ihre Lesart der DDR-Spielfilme ist gekennzeichnet vom …

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