Seit Jahren zählt die Frage nach Erinnerungskulturen zu den
boomenden Feldern historischer Studien. Die Kategorien
"Gedächtnis" und "Erinnerung" sind zu leitenden
Denkfiguren kulturwissenschaftlicher Arbeiten und öffentlichen
Interesses avanciert. Auch die Geschichtsschreibung über regionale
Räume und Bezüge ist seit geraumer Zeit im Aufwind begriffen,
nachdem das Ende des Kalten Krieges, die Europäisierung und
Globalisierung bisherige Grenzen und Raumvorstellungen,
Kommunikations- und Verteilungsstrukturen, Zugehörigkeitsmuster und
Mobilitätsformen binnen weniger Jahre veränderten.
Der Band versteht Regionalgeschichte als zentralen Bestandteil der
Erforschung von Erinnerungskulturen und verknüpft die beiden
Forschungsströmungen der Erinnerungs- und Raumforschung. Im
Mittelpunkt steht der Umgang mit Geschichte in Museen, in der
Konstruktion urbaner Identitäten und bei regionalen Eliten. Die
Autorinnen und Autoren - Geschichtsdidaktiker, Zeit- und
Kunsthistoriker, Museologen, Politik- und Kulturwissenschaftler -
fragen dabei nach der Spezifik regionaler Geschichtsbilder, die sie
in Fallstudien zu Erinnerungskulturen in Deutschland, Polen und der
Schweiz vor allem des 20. Jahrhunderts untersuchen.
Harald Schmid, Politikwissenschaftler, Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg und Dozent in der politischen Erwachsenenbildung, Veröffentlichungen u.a.: Antifaschismus und Judenverfolgung (2004); Erinnern an den Tag der Schuld (2001).
Ein Marktplatz-Angebot für "Erinnerungskultur und Regionalgeschichte" für EUR 21,95