Die Jugendhilfe hat sich in den letzen Jahren nachhaltig verändert.
Wo ist zwischen Sozialraumorientierung, flexibilisierten
Erziehungshilfen und Finanznot der Kommunen der zukunftsorientierte
Ort für Erziehungsberatungsstellen?
Erziehungsberatung, traditionell der Vorreiter einer qualifizierten
Unterstützung und Hilfe für Eltern und Kinder, droht abgehängt zu
werden. Dabei sollte die Verankerung der Erziehungsberatung im KJHG
sowohl zur Unterstützung der Erziehung in der Familie (
16) als auch als Hilfe zur Erziehung (
28 SGB VIII) den Weg ebnen, dieses Standardangebot einer
zugänglichen, präventiven und methodisch qualifizierten Kinder- und
Jugendhilfe bundesweit zu etablieren. Aber die Landschaft der
Jugendhilfe hat sich in den zurückliegenden 15 Jahren nachhaltig
verändert: Konzepte der Flexibilisierung der Hilfekonzepte, der
Sozialraumorientierung und Kooperation mit den Regeleinrichtungen
wie Kindergarten und Schule und die chronischen Finanzprobleme der
Städte und Kreise bilden eine Mischung, aus der vor Ort die
verschiedensten Antworten entstehen, Bedarfe und Angebote,
fachliche Ansprüche und finanzielle Mittel zu vereinbaren. Wo ist
in diesem Gemenge der Platz der Erziehungsberatung und genauer der
Erziehungsberatungsstellen?
In grundsätzlichen Positionsbestimmungen und konkreten
Entwicklungsprojekten werden Antworten versucht, dazu Aufträge und
Konzepte ebenso wie Bedingungen und Kooperationen diskutiert, um
tragfähige Perspektiven zukünftiger Erziehungsberatung
herauszuarbeiten.
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