Im Unterschied zur klassischen Lehre von den Erscheinungen, die -
vereinfacht gesagt - in den Gegebenheiten der sinnlichen
Wahrnehmung nur das Abbild oder die empirisch wahrnehmbare Gestalt
der Gegenstände des Bewußtseins sah, deren wahres Wesen sich der
Erkenntnis allererst in der metaphysischen Spekulation oder der
logischen Reflexion erschließt, sah Husserl in der Reflexion auf
den Erlebnisakt oder die Intentionalität des Bewußtseins den
Schlüssel für die Erkenntnis dessen, was in Wahrheit ist. Die
Realität hat keine Selbständigkeit gegenüber dem Bewußtsein,
sondern ist nur Intentionales, Bewußtes, Erscheinendes, das sich in
der Epoché, der phänomenologischen Form der Erkenntnis, in seinem
Wesen erschließt. Die Begründung der Phänomenologie durch Husserl
und ihre Weiterentwicklung (z. B. durch Heidegger oder
Merleau-Ponty) brachte nicht allein eine Reihe neuer
philosophischer Begriffe hervor (z. B. Epoché, Wesensschau,
Daseinsanalyse oder Phänomenologie der Leiblichkeit), sondern
führte auch dazu, das bekannte Begriffe wie Leben, Welt,
Erscheinung unter der Perspektive der phänomenologischen
Einstellung neue Bedeutungen erhielten. Das erste "Wörterbuch
der phänomenologischen Begriffe" umfaßt darum neben den
Grundbegriffen der phänomenologisch ausgerichteten Philosophie auch
all jene Begriffe, deren Bedeutungsgehalt durch die
phänomenologische Forschung neu definiert, modifiziert oder
angereichert wurde. Es beschränkt sich nicht darauf, ein Lexikon
fachspezifischer Termini abzugeben, sondern versteht sich als ein
Wörterbuch zur Philosophie der Gegenwart.
Beginnend mit Franz Brentano, spätestens aber seit Edmund Husserl
entfaltete sich die Phänomenologie zu einer eigenständigen Form der
Philosophie, die sich in der Philosophie der Gegenwart weltweit
etablierte und in verschiedene Richtungen fortentwickelte. Im
Unterschied zur klassischen Lehre von den Erscheinungen, die -
vereinfacht gesagt - in den Gegebenheiten der sinnlichen
Wahrnehmung nur das Abbild oder die empirisch wahrnehmbare Gestalt
der Gegenstände des Bewußtseins sah, deren wahres Wesen sich der
Erkenntnis allererst in der metaphysischen Spekulation oder der
logischen Reflexion erschließt, sah Husserl in der Reflexion auf
den Erlebnisakt oder die Intentionalität des Bewußtseins den
Schlüssel für die Erkenntnis dessen, was in Wahrheit ist. Die
Realität hat keine Selbständigkeit gegenüber dem Bewußtsein,
sondern ist nur Intentionales, Bewußtes, Erscheinendes, das sich in
der Epoché, der phänomenologischen Form der Erkenntnis, in seinem
Wesen erschließt. Die Begründung der Phänomenologie durch Husserl
und ihre Weiterentwicklung (z. B. durch Heidegger oder
Merleau-Ponty) brachte nicht allein eine Reihe neuer
philosophischer Begriffe hervor (z. B. Epoché, Wesensschau,
Daseinsanalyse oder Phänomenologie der Leiblichkeit), sondern
führte auch dazu, das bekannte Begriffe wie Leben, Welt,
Erscheinung unter der Perspektive der phänomenologischen
Einstellung neue Bedeutungen erhielten. Das erste Wörterbuch der
phänomenologischen Begriffe umfaßt darum neben den Grundbegriffen
der phänomenologisch ausgerichteten Philosophie auch all jene
Begriffe, deren Bedeutungsgehalt durch die phänomenologische
Forschung neu definiert, modifiziert oder angereichert wurde. Es
beschränkt sich nicht darauf, ein Lexikon fachspezifischer Termini
abzugeben, sondern versteht sich als ein Wörterbuch zur Philosophie
der Gegenwart. Stichwortauswahl: absolut, Anderer, Apriori,
Bewußtsein, Dasein, Deskription, Einfühlung, Epoché, Erfahrung,
Frage, Gegenstand, Genesis, Gewalt, Handlung, Hermeneutik, Ich,
Intentionalität, Jetzt, Körper, Leib, Möglichkeit, Natur,
Ontologie, Ordnung, Phänomenologie, Praxis, Qualität, Raum, Sein,
Symbol, Tod, Traum, Urteil, Vernunft, Welt, Zuschauer.
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