Systemtheorie und Konstruktivismus in der Kommunikationswissenschaft
Dass Systemtheorie und Konstruktivismus in der Soziologie etabliert
sind, weiß man. Dass auch die Kommunikationswissenschaft sie längst
entdeckt und produktiv gemacht hat, belegt dieser Band. Die Texte,
die allesamt Original-Beiträge sind, behandeln nicht nur ihre
theoretischen und methodologischen Grundlagen, sondern zeigen auch,
wie sich diese Ansätze für die empirische Forschung nutzbar machen
lassen. Journalismus, Werbung, Public Relations oder Medienökonomie
erschließen die Autoren als Funktionssysteme und liefern so die
Grundlagen für die präzise Beschreibung interner Prozesse und
externer Wechselwirkungen. Die Rezeption der Soapopera wird ebenso
analysiert wie der Fernsehkonsum von Vorschulkindern oder der
Zusammenhang von Mediengebrauch und zeitlicher Organisation von
Haushalten. Die hohe Erklärungskraft von Systemtheorie und
Konstruktivismus wird so für die genuinen Aufgaben der
Kommunikationswissenschaft erschlossen. Und wer sich auf diesem Weg
weitere Erkenntnisse e rarbeiten will, hat mit dem umfangreichen
Literaturverzeichnis eine sehr gute Quelle.
"Das Werk spürt den prägenden Einflüssen und theoretischen Entwicklungen nach und trägt die daraus entstandenen Impulse zusammen." Medienimpulse
"Das Werk spürt den prägenden Einflüssen und theoretischen Entwicklungen nach und trägt die daraus entstandenen Impulse zusammen." Medienimpulse
Dr. Armin Scholl ist Privat-Dozent am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster. Seine Schwerpunkte sind Journalismusforschung, Theorien und Methoden der Kommunikationsforschung und alternative Medien/Gegenöffentlichkeit.
Blick ins Buch "Systemtheorie und Konstruktivismus in der Kommunikationswissenschaft"
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt:
Einleitung
Teil 1:Armin Scholl - Epistemologische, theoretische und methodologische Grundzüge des Konstruktivismus und der Systemtheorie Stefan Weber - Konstruktivismus und Non-Dualismus, Systemtheorie und Distinktionstheorie Wiebke Loosen / Armin Scholl / Jens Woelke - Systemtheoretische und konstruktivistische Methodologie
Teil 2: - Gesellschaftliche Funktionssysteme und Inter-System-Relationen Alexander Görke - Journalismus und Öffentlichkeit als Funktionssystem Matthias Kohring - Vertrauen in Journalismus Maja Malik - Selbstthematisierung des Journalismus: Eine journalistische und theoretische Grenzerfahrung Beatrice Dernbach - Public Relations als Funktionssystem Guido Zurstiege - Werbung als Funktionssystem Gabriele Siegert - Medienökonomie und Systemtheorie Olaf Hoffjann - Ange freundete Feinde: Die Beziehungen zwischen Journalismus und Public Relations in sozialen Konflikten
Teil 3: - Medieninhalte, Mediennutzung und Medienwirkung Simone Kimpeler - Kritische Diskursanalyse der Medienberichterstattung am Beispiel des Ethnizismus Beate Illg - Die soziale Konstruktion von Information in Unterhaltungsprogrammen am Beispiel der Rezeption einer Soapopera Susanne Kubisch - Mediensozialisation aus konstruktivistischer Perspektive: Die Fernsehnutzung von Vorschulkindern Frank Huysmans - Mediennutzung und die zeitliche Organisation des Alltags in Haushalten Volker Gehrau: Der Beitrag des Konstruktivismus zur neueren deutschen Medienwirkungsforschung
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