Die traditionelle Frage an die Kunst war und ist die nach ihrem
Wesen die ehrwürdigen Antworten, die gegeben wurden, waren jedoch
von kurzer Halbwertszeit. Denn Kunst verändert sich ganz im
Gegensatz zu den Wesensdefinitionen ihrer Beobachter.
Im Jahr 1976 stellt allerdings der Wegbereiter der Systemtheorie
eine neue, überraschende Frage: "Ist Kunst codierbar?"
Dahinter steht die völlig anders ansetzende These, daß Kunst sich
im Unterschied zu wirtschaftlichen, politischen oder
wissenschaftlichen Operationen durch die spezifische Codierung
ihrer Kommunikationen auszeichne. Dieser Neuansatz hat zu einer
äußerst fruchtbaren und weltweit wie interdisziplinär geführten
Diskussion geführt. Dieser Band versammelt Luhmanns maßgebliche
Beiträge zur Systemtheorie der Kunst und Literatur und einige
unpublizierte Texte aus dem Nachlaß. Eine Skizze dieses Ansatzes
und seiner Wirkungsgeschichte bietet dabei das Nachwort zu dieser
Textsammlung.
Lesen lernen Ist Kunst codierbar? Ist Kunst codierbar?; Ausschnitte aus der Diskussion Das Problem der Epochenbildung und die Evolutionstheorie Das Medium der Kunst Das Kunstwerk und die Selbstreproduktion der Kunst Weltkunst Wahrnehmung und Kommunikation an Hand von Kunstwerken Die Evolution des Kunstsystems Literatur als fiktionale Realität Schwarze Löcher schwarze Kleckse "Ohne Titel"; wie so? Die Welt der Kunst Die Ausdifferenzierung des Kunstsystems Eine Redeskription "romantischer Kunst" Literatur als Kommunikation Sinn der Kunst und Sinn des Marktes; zwei autonome Systeme Ausdifferenzierung der Kunst Die Autonomie der Kunst Die Kunst der Gesellschaft Nachwort von Niels Werber
2 Marktplatz-Angebote für "Schriften zu Kunst und Literatur" ab EUR 10,95
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