Ausgehend von Bourdieus vielfältiger Forschungsarbeit geben die
beiden Autoren Einblicke in die Entwicklung seiner Konzepte und
Instrumente. Knapp und leicht verständlich erläutern sie für die
Soziologie bedeutende Begriffe wie "Habitus",
"Lebensstil" und "Kapital" und stellen
zusammenfassend die Grundansätze des modernen Klassikers dar.
Ein ausführliches Literaturverzeichnis ermöglicht den Zugriff auf
Schriften, Interviews und Gespräche von und mit Bourdieu sowie
weiterführende Literatur über Bourdieu.
Eine grundlegende Einführung in das politische System der
Bundesrepublik Deutschland. Stefan Marschall behandelt die
zentralen Akteure und Institutionen sowie die Funktionsweise und
Funktionsprobleme der bundesdeutschen Demokratie. Das Buch richtet
sich in Darstellung und Stil konsequent an Studierende der ersten
Semester und bietet so einenhervorragenden Einstieg in eines der
Kerngebiete des politikwissenschaftlichen Studiums.
Dr. Werner Fuchs-Heinritz ist Professor für Allgemeine Soziologie an der Fern-Universität in Hagen.
Inhaltsangabe
- Einleitung 13 1 Die zweite deutsche Demokratie - Baupläne und Grundbausteine 20 1.1 Die erste deutsche Demokratie - Weimarer Erfahrungen 21 1.2 Die Gründungssituation - Druck von außen und von innen 25 1.2.1 Rahmenbedingungen 26 1.2.2 Der Pfad zum Grundgesetz 29 1.3 Die Grundprinzipien der deutschen Demokratie und ihr Schutz 32 1.3.1 Grundprinzipien 32 1.3.2 Wehrhafte Demokratie 33 1.4 Die deutsche Teilung als "befristete Konstante" 36 2 Die repräsentative Demokratie - zwischen Mitmachen und Zuschauen 44 2.1 Entscheidung für eine "super-repräsentative Verfassung" 45 2.2 Wahlen und Wähler 48 2.2.1 Verfahren der Bundestagswahl 48 2.2.2 Entwicklung der Wahlbeteiligung 52 2.2.3 Wahlverhalten - Erklärungsmodelle 53 2.3 Sonstige Formen der politischen Beteiligung 54 2.4 Politische Kultur in Deutschland: "Pudding" im Wandel 56 3 Die Verbändedemokratie - Demokratische Teilhabe und/oder unverhältnismäßiger Einfluss? 62 3.1 Rechtliche Grundlagen für Interessengruppen in Deutschland 64 3.2 Die Vielfalt organisierter Interessen in Deutschland 66 3.3 Strategien und Adressaten der Interessenvermittlung 68 3.3.1 Wege interner Beeinflussung 68 3.3.2 Wege öffentlicher Beeinflussung 71 3.4 Tarifautonomie und (neo-)korporatistische Strukturen in Deutschland 75 3.5 Assoziative Demokratie und Zivilgesellschaft 78 4 Die Mediendemokratie - Politics goes media? 83 4.1 Das bundesdeutsche Mediensystem - rechtliche Grundlagen 84 4.1.1 Die verfassungsrechtliche Rolle der Medien 84 4.1.2 Mediengesetze und Grundstruktur der bundesdeutschen Medienlandschaft 86 4.2 Der bundesdeutsche Medienmarkt - Angebot und Nachfrage 89 4.2.1 Angebot 89 4.2.2 Nachfrage 92 4.3 Politik in der Mediengesellschaft 95 4.3.1 "Mediatisierung der Politik" 96 4.3.2 Medien als "politische Akteure" 100 4.3.3 "Herrschaft der Medien"? 101 5 Die Parteiendemokratie - Von Schildkröten, Kraken oder Dinosauriern 106 5.1 Rechtliche Grundlagen des bundesdeutschen Parteienstaats 107 5.1.1 Die Erwähnung im Verfassungsrecht 108 5.1.2 Das Parteiengesetz von 1967 110 5.2 Parteiensystem und Parteien im Wandel 116 5.2.1 Herausbildung der Parteien 116 5.2.2 Wandel der Parteiorganisation 119 5.3 Parteienkritik und "Parteienverdrossenheit" 121 5.4 Reform und Zukunft der Parteien 125 6 Die parlamentarische Demokratie - Der Bundestag im (nur?) formalen Zentrum 130 6.1 Organisation und Aufbau des Bundestages 131 6.1.1 Vollversammlung 132 6.1.2 Zusammenschlüsse von Abgeordneten 133 6.1.3 Die individuellen Abgeordneten 137 6.1.4 Gruppenparlament oder Individualparlament? 139 6.2 Arbeitsweise des Parlaments 140 6.2.1 Zwischen Rede- und Arbeitsparlament 140 6.2.2 Regierungsmehrheit vs. Opposition 142 6.3 Funktion und Aufgaben des Bundestages 143 6.3.1 Wahl-/Abwahlfunktion 143 6.3.2 Gesetzgebungsfunktion 145 6.3.3 Kontrollfunktion 146 6.3.4 Kommunikationsfunktion 148 6.4 Entparlamentarisierung? 149 7 Die Kanzlerdemokratie - Regierungschef, Minister und Verwaltung 154 7.1 Die "parlamentarische Regierung" 155 7.1.1 Personelle Verflechtungen 155 7.1.2 Koalitionsregierungen 157 7.1.3 Die "Handlungseinheit" und ihre Sollbruchstellen 159 7.1.4 Eine Frage des Vertrauens 161 7.2 Kanzler, Minister, Kabinett 163 7.2.1 Organisationsgewalt des Kanzlers - Theorie und Praxis 163 7.2.2 Kanzler-, Ressort- und Kabinettsprinzip 165 7.3 Eine deutsche Kanzlerdemokratie? 167 7.4 Die Ministerialbürokratie 170 8 Die unpräsidiale Demokratie - der schwache, aber nicht ohnmächtige Bundespräsident 175 8.1 Der Weimarer Reichspräsident als negative Blaupause 176 8.2 Die Wahl des Bundespräsidenten - Verfahren und Ergebnisse 178 8.2.1 Das Wahlverfahren - die Bundesversammlung 178 8.2.2 Die Wahlergebnisse 180 8.3 Die Rolle des Bundespräsidenten 184 8.3.1 Der Bundespräsident als oberster Repräsentant und "Staatsnotar" 184 8.3.2 Der Bundespräsident als "Hüter der Verfassung"? 186 8.3.3 Der Bundespräsident und seine "Reservemacht" 188 8.3.4 Die Macht des Wortes und der symbolischen Tat 190 8.4 "Do Persons Matter?" - Chancen und Grenzen des Amtes 192 9 Die gehütete Demokratie - Die politische Macht des Bundesverfassungsgerichts 196 9.1 Die Wahl der Bundesverfassungsrichter: Verfahren und Ergebnisse 197 9.2 Organisation und Verfahrensarten 201 9.2.1 Aufbau des Bundesverfassungsgerichts 201 9.2.2 Zuständigkeiten 203 9.3 Das Bundesverfassungsgericht als politischer Akteur 205 9.3.1 Parteipolitisch brisante Verfahren 206 9.3.2 Das Damoklesschwert "Karlsruhe" 208 9.4 Das Bundesverfassungsgericht als "Ersatzgesetzgeber"? 209 9.5 Das Bundesverfassungsgericht und seine Integrationsfunktion 213 10 Die föderale Demokratie - Bund, Länder und Kommunen 217 10.1 Der deutsche Bundesstaat - Pfadentwicklung 219 10.2 Die Länder als politische Systeme 222 10.3 Der Bundesrat als "Ländervertretung"? 227 10.3.1 Das Bundesrats-Modell 227 10.3.2 Der Bundesrat und die Gesetzgebung des Bundes 229 10.3.3 Vermittlungsverfahren und Vermittlungsausschuss 231 10.3.4 Der Bundesrat als parteipolitisches Blockadeinstrument? 232 10.4 Politikverflechtung und Politikverflechtungsfallen 234 10.5 Kommunalpolitik 235 11 Die entgrenzte Demokratie - Europäisierung und Globalisierung 241 11.1 Europäisierung und der Wandel der deutschen Demokratie 242 11.1.1 Europäische Integration als Prozess 243 11.1.2 Das politische System der Europäischen Union 248 11.1.3 Europäisierung deutscher Politik - Wie verändert sich die deutsche Demokratie? 251 11.2 "Globalisierung" und der Wandel der deutschen Demokratie 260 11.2.1 "Globalisierung" als diffuser Begriff 261 11.2.2 "Globalisierung" deutscher Politik - Wie verändert sich die deutsche Demokratie? 263 12 Die zukunftsfähige Demokratie - Zwischen Reformfähigkeit und Blockadegefahr 269 12.1 Zwischen Blockade und Konsens - die bundesdeutsche Verhandlungsdemokratie 271 12.1.1 Veto-Spieler und Veto-Punkte in der deutschen Demokratie 271 12.1.2 Konsenspunkte in der deutschen Verhandlungsdemokratie 275 12.1.3 Zwischenfazit: Die deutsche "Konsensusdemokratie"? 277 12.2 Die reformierte Demokratie!? 278 12.2.1 Und sie bewegt sich doch - die Verfassung im Wandel 278 12.2.2 Die Zukunft der Reformen - Reformen der Zukunft 281 12.3 Die deutsche Schlechtwetterdemokratie? 286 - Personenregister 291 - Sachregister 293
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