Unser Bild von Gewalt speist sich zu einem großen Teil aus der
Berichterstattung in den Me-dien. In der Regel werden dort nur
spektakuläre Fälle der Öffentlichkeit präsentiert, wobei die
Tä-ter- und die Opferzuschreibungen klar verteilt scheinen: der
Mann ist der Täter, Frauen, Kin-der und alte Menschen sind die
Opfer. Doch die Realität und die kriminologische Forschung belegen
ein anderes Bild. Eine deutliche Mehrzahl der Opfer ist männlichen
Geschlechts. Dies wird wenig öffentlich gemacht und mag nicht so
recht zur Kenntnis genommen werden zu wollen. Doch annähernd jeder
Junge und damit jeder Mann hat in seinem Leben Erfahrun-gen mit
Gewalt gemacht, sei es als Opfer oder als Täter. Gewalt ist ein
Bestandteil des männ-lichen Lebens und Aufwachsens. In der
vorliegenden Arbeit wird sich speziell mit männlichen Erfahrungen
als Täter und Opfer von Gewalt auseinandergesetzt und der Frage
nachgegangen, ob Gewalt tatsächlich eine männliche Domäne ist.
Dabei wird sich mit dem Gewaltbegriff auseinandergesetzt und den
Ursachen männlicher Gewalthandlungen nachgegangen, um dann den
Stellenwert von Gewalt im Leben von Jungen und Männern als Opfer
und Täter zu analysieren.
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20