Interkulturelle Verständigung in der Sozialen Arbeit
Das Material ist ein anregender, praxisbezogener und
anspruchsvoller Leitfaden zum Erwerb der für interkulturelle
Verständigung notwendigen Kompetenzen, das einer theoriegeleiteten
Verortung ebenso gerecht wird wie dem Wunsch nach einer
nachvollziehbaren handlungsorientierten Praxis. Der Hauptteil ist
ein Erfahrungs-, Lern- und Übungsbaukasten. Er enthält die
einzelnen Bausteine.
Im Unterschied zu den meisten bisher vorliegenden Werken zur
Vermittlung interkultureller Kompetenz treten die AutorInnen für
ein erweitertes Verständnis von kultureller Vielfalt und
Interkulturalität ein, das über eine ausschließliche Bezugnahme auf
die Begegnung mit Migrantinnen und Migranten in Praxisfeldern der
Sozialen Arbeit hinausgeht und auch andere Träger kultureller
Pluralität einbezieht.
In dem Band wird zunächst grundsätzlich und allgemein ausgeführt,
welche gesellschaftlichen Prozesse dazu führen, dass
Interkulturalität auch langfristig gesellschaftliche Realität
bleiben wird und welche Herausforderungen sich daraus für die
Soziale Arbeit ergeben. Ausführlich und differenziert wird
hergeleitet, welche Kompetenzen für professionelle Akteure
erforderlich sind, um diesen Herausforderungen angemessen zu
begegnen, und wie diese zu vermitteln sind.
Der Hauptteil des Materials ist ein Erfahrungs-, Lern- und
Übungsbaukasten. Er enthält die einzelnen Bausteine zum Erwerb der
für eine erfolgreiche interkulturelle Verständigung erforderlichen
Kompetenzen. Hier werden die einzelnen Übungen methodisch
erläutert, die erforderlichen Arbeitsmaterialien vorgestellt und
Anwendungsvariationen praxisbezogen diskutiert. Dieser Abschnitt
wird eingeleitet durch eine ausführliche fachdidaktische und
methodische Grundlegung des Übungskonzeptes und die Beschreibung
erforderlicher Standards und Rahmenbedingungen für deren
Umsetzung.
Der dritte Teil schließlich verweist auf strukturelle Komponenten
einer erfolgreichen Umsetzung in die institutionelle Praxis
sozialer Einrichtungen. Alle Erfahrungen haben gezeigt, dass ein
individueller Kompetenzzuwachs der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
allein nicht ausreicht, um interkulturelle Verständigung dauerhaft
zu sichern. In diesem Abschnitt wird detailliert dargelegt, welche
strukturellen Rahmenbedingungen notwendig und hilfreich sind,
interkulturell kompetentes Handeln in sozialen Organisationen
sicherzustellen.
Das Material ist ein anregender, praxisbezogener und
anspruchsvoller Leitfaden zum Erwerb der für interkulturelle
Verständigung notwendigen Kompetenzen, der einer theoriegeleiteten
Verortung ebenso gerecht wird wie dem Wunsch nach einer
nachvollziehbaren handlungsorientierten Praxis.
Sabine Handschuck, promovierte Pädagogin, war langjährige Beauftragte für interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München. Ihre Schwerpunkte sind die interkulturelle Qualitäts-, Personal- und Organisationsentwicklung. Sie ist Mitarbeiterin des "Institut Interkulturelle Qualitätsentwicklung München".