"Und das Wort ist Fleisch geworden." An dieser
unvorstellbaren Behauptung hat sich das Geschick des Christentums
die Jahrhunderte hindurch entschieden. Michel Henry fragt nun im
Zuge einer radikalphänomenologischen Aufklärung des Leibes: Wie
muss das Fleisch beschaffen sein, um überhaupt Offenbarung sein zu
können? Und was muss die Offenbarung sein, damit sie sich als
Fleisch vollzieht? In prinzipieller Auseinandersetzung mit dem
phänomenologischen Denken von Maine de Biran bis Merleau-Ponty über
Husserl und Heidegger wird deutlich, was Existenz im Fleisch heißt,
was "Inkarnation" als fleischliches Leibsein bedeutet:
das Fleisch als originär subjektiver Leib ist nicht der sichtbare
Körper, sondern die Bedingung, um das Leibsein als Lebendigsein
überhaupt zu erfahren.
Und das Wort ist Fleisch geworden." An dieser unvorstellbaren
Behauptung hat sich das Geschick des Christentums die Jahrhunderte
hindurch entschieden. Michel Henry fragt nun im Zuge einer
radikalphänomenologischen Aufklärung des Leibes: Wie muss das
Fleisch beschaffen sein, um überhaupt Offenbarung sein zu können?
Und was muss die Offenbarung sein, damit sie sich als Fleisch
vollzieht? In prinzipieller Auseinandersetzung mit dem
phänomenologischen Denken von Maine de Biran bis Merleau-Ponty über
Husserl und Heidegger wird deutlich, was Existenz im Fleisch heißt,
was Inkarnation" als fleischliches Leibsein bedeutet: das
Fleisch als originär subjektiver Leib ist nicht der sichtbare
Körper, sondern die Bedingung, um das Leibsein als Lebendigsein
überhaupt zu erfahren.
Michel Henry (1922-2002), Studium der Philosophie, Teilnahme am französischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg, Ordinarius für Philosophie an der Universität Montpellier bis 1987. Maßgebliche Werke in zahlreichen Übersetzungen über das rein phänomenologische Leben als Selbsterscheinen, Affektivität, Leiblichkeit, Produktion, Trieb und Ästhetik; außerdem literarisches Schaffen als Romanschriftsteller. Henry ist einer der bedeutendsten phänomenologischen Vordenker.
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