Insbesondere grünlandgeprägte, extensiv genutzte Kulturlandschaften
stellen "hotspots" der Biodiversität dar. Durch moderne
Entwicklungen in der Landwirtschaft (Intensivierung in Gunstlagen,
Nutzungsaufgabe in peripheren Räumen) sind sie europaweit
hochgradig gefährdet. Als ein zukunftsweisendes und kostengünstiges
Managementkonzept zum Erhalt solcher Landschaften werden seit
einigen Jahren "Halboffene Weidelandschaften" diskutiert.
Um deren naturschutzfachlichen und ökonomischen Chancen und
Perspektiven zu dokumentieren und übertragbare Erkenntnisse zu
gewinnen, wurde mit Förderung des Bundesamtes für Naturschutz das
Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) "Halboffene
Weidelandschaft Höltigbaum" durchgeführt. Mit dem vorliegenden
Band werden die praktischen Erfahrungen und die Erkenntnisse aus
der wissenschaftlichen Begleitung zu diesem Projekt vorgestellt.
Neben den spezifischen Gesichtspunkten des Naturschutzes wird dabei
auch auf die ökonomischen Aspekte eingegangen. Die Ergebnisse der
Vorhabens belegen in eindrucksvoller Weise die sich ergebenden viel
versprechende Perspektiven für solche Landnutzungssysteme sowohl
für den Naturschutz als auch für die nachhaltige Landnutzung. Eine
umfangreiche Fotodokumentation und weitere Daten finden sich auf
der beigefügten Anhangs-CD.
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