Gewaltbereitschaft und Gewalthandlungen von Kindern und
Jugendlichen werden zunehmen diskutiert. Die Ursachen dieser Gewalt
und die möglichen Maßnahmen zur Prävention und Intervention werden
in diesem Buch umfassend analysiert und in ein Handlungskonzept
eingebunden.
Integriert in einen pädagogisch-anthropologischen Gesamtentwurf
stellt der Autor zunächst Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft,
der Humanethologie, der Tiefenpsychologie, der Lernpsychologie und
der Soziologievor. Es ergibt sich ein Gesamtkonzept der zwölf
Grundformen der Gewaltprävention für den Schul- und
Erziehungsbereich. Diese Grundformen vereinigen systematisch
Theorie und Praxis der wesentlichen bisher bekannt gewordenen
Maßnahmen zur Verhinderung von Kinder- und Jugendgewalt:
Raumgestaltung, Sport und Spiel, Kommunikation,
Gemeinschaftsförderung, Umgang mit Tätern, Kooperation und
Vernetzung und Achtung der Würde von Mensch und Schöpfung.
Es entsteht ein Kompendium der Erziehung zu friedfertigem,
prosozialen Verhalten. Im dritten Teil werden die wichtigsten
Grundformen der Aggressionstherapie dargestellt: Psychoanalyse,
Individualpsychologie, Familien-Management,
sozial-lerntheoretisches Training und multidimensionale Therapie -
eingebunden in ein System der (tertiären) Prävention.
Im letzten Kapitel wird skizziert, wie multimodale Schulberatung
durch Beratungslehrer eine Schlüsselrolle im Gesamtsystem von
Prävention und Intervention übernehmen kann.
Der Autor (Studienprofessor) widmet sich seit 1972 intensiv der internationalen Beratungswissenschaft, damit auch dem Thema Aggression: Forschung, Modellversuche, Entwicklung des Fernstudiums für Beratungslehrer (DIFF), Ausbildung, Prüfung und Supervision von Beratungslehrer/innen, Herausgabe der internationalen Zeitschrift für Beratung (IJAC), zahlreiche Veröffentlichungen über Schülerprobleme und Schulberatung, Gastprofessur an der University of Wisconsin (Madison, 1983).
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