Fünf Asse - Schulterwurf - Schlüter, Andreas; Margil, Irene

Andreas Schlüter Irene Margil 

Fünf Asse - Schulterwurf

Sport-Krimi

Illustrator: Kehr, Karoline
Broschiertes Buch
 
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Fünf Asse - Schulterwurf

Aufregung an der Sportschule: Der Judo-Großmeister Yamada Yuuto aus Japan kommt zu Besuch. Doch kaum eingetroffen, verschwindet der Meister auf rätselhafte Weise...

Die Fünf Asse sind in großer Aufregung: Linhs großes Vorbild, der Judo-Meister Yamada Yuuto aus Japan, wird ihre Schule besuchen und Linh soll den besonderen Gast betreuen! Doch Yuuto hat eigene Pläne und verschwindet immer wieder ohne Vorankündigung. Danach scheint er wie ausgewechselt: verstört und äußerst nervös. Als sich die Fünf Asse schließlich an seine Fersen heften, werden sie in eine abenteuerliche Jagd nach einem 500 Jahre alten japanischen Originalschriftstück verwickelt, das unter keinen Umständen in falsche Hände geraten darf


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2008
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 156 S. m. e. Daumenkino v. Karoline Kehr.
  • Seitenzahl: 160
  • dtv Taschenbücher Bd.71320
  • Altersempfehlung: ab 9 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 137mm x 13mm
  • Gewicht: 182g
  • ISBN-13: 9783423713207
  • ISBN-10: 3423713208
  • Best.Nr.: 23827665
Andreas Schlüter wurde 1958 in Hamburg geboren und begann nach dem Abitur eine Lehre als Gro ßhandelskaufmann. Bevor er mit seiner journalistischen und schriftstellerischen Tätigkeit begann, arbeitete er noch als Betreuer von Kinder- und Jugendgruppen. Nach einer Zeit bei der ›Hamburger Rundschau‹ gründete er 1990 mit Kollegen das Journalistenbüro ›SIGNUM‹ Medienservice, wo er auch als Redakteur für verschiedene Fernsehanstalten tätig war. Mittlerweile widmet er dem Schreiben von Büchern die meiste Zeit. Nach einigen Kurzkrimis, die er 1993 veröffentlichte, kam der gro ße Erfolg ein Jahr später mit seinem ersten Kinderroman ›Level 4 - Die Stadt der Kinder‹ (dtv junior 70459). In der spannenden Erzählung werden Computerspiel und Realität auf faszinierende grenzüberschreitende Art miteinander verknüpft und damit hat Schlüter den Nerv der Jugendlichen getroffen. Seine Protagonisten sind keine kleinen Superhelden, sondern ganz normale Kids, denen es stets ohne die Hilfe von Erwachsenen, aber dafür mit gegenseitiger Unterstützung gelingt, Probleme zu lösen und sich aus gefährlichen Situationen zu befreien. »Ich mache keinen Unterschied zwischen Erwachsenen und Jugendlichen. Ich nehme sie gleich ernst.« Denn Kinder sind für Schlüter keine unfertigen Erwachsenen, sondern eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Ideen, Wünschen, Sehnsüchten und Ängsten. Ebenso erfrischend unpädagogisch ist auch Schlüters erzählerischer Umgang mit Computern und virtuellen Welten. Seine Kinderbücher sieht er deshalb auch als eine längst überfällige Kampfansage an die These, Computer würden die Kinder vereinsamen lassen, und »wer Computer spiele, lese nicht«. Das seien die Ängste einer Generation, die schon am eigenen Videorekorder verzweifele.

Leseprobe zu "Fünf Asse - Schulterwurf"

"Einsatz für Linh (S. 119-120)

Linh war fürchterlich aufgeregt, als sie vor dem Sportklub stand. Aber sie versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Sie atmete noch einmal tief durch, schaute zu Jabali, der etwas abseitsstand und ihr ermutigend beide Daumen entgegenstreckte, öffnete dann die Tür und trat pünktlich fünf vor drei ein.

Ihr Atem stockte: Eine Wolke aus Schweiß, heißem Gummi und alten Socken schlug ihr entgegen. Sie hielt sich die Hand vor die Nase und ging mit zögerlichen Schritten tiefer in den Raum. Mitten in der Duftwolke saß eine Frau am Empfangstresen, die Linh sofort vertraut vorkam. Augenscheinlich war sie wie Linh Vietnamesin. Sie war in einen Monitor vertieft und schaute erst auf, als Linh sie begrüßte. »Guten Tag, ich habe gestern angerufen. Ich soll heute ein Probetraining machen.« »Ja, ich erinnere mich«, behauptete die Frau, verzog aber sogleich ihre Miene zu einem skeptischen Blick. »Ich hatte dir ja gesagt, erst ab vierzehn, oder?« Linh nickte und schaute auf ihre Füße, damit die Frau ihre roten Wangen nicht sofort sehen konnte, wenn sie schwindelte.

»Na ja, ich wirke halt wesentlich jünger«, antwortete Linh. Und das war noch nicht einmal gelogen. »Sie wissen schon . . .« »Jaja!«, lachte die Vietnamesin hinter dem Tresen. »Geht mir auch immer so. Besonders für Europa ¨er sehen wir Asiatinnen immer jünger aus.« Linh ließ ein kurzes Lächeln aufblitzen. Die Frau verstand sie. Doch ganz so leicht, wie Linh gehofft hatte, wurde es dann doch nicht. Die Frau beugte sich über den Tresen und fügte hinzu: »Aber ich bin keine Europäerin. Und für mich siehst du auch nicht gerade aus wie vierzehn!« »Was soll ich Ihrer Meinung nach dagegen tun?«, konterte Linh.

»Mir einen Bart ankleben?« Die Frau lachte. »Du gefällst mir. Bitte setz dich doch einen Moment, ja? Ich bin gleich wieder für dich da. Hier geht es gerade mal wieder drunter und drüber.« Linh kletterte auf einen der Barhocker vor dem Tresen. Sie hasste diese unbequemen Dinger, weil sie mit ihren kurzen Beinen die Querstrebe für die Füße nicht erreichen konnte. Aus der Richtung, in die die Frau verschwunden war, drangen aggressive Männerstimmen. Dort gab es offensichtlich einen Streit. Linh spitzte die Ohren, doch gerade als sie glaubte, ein paar Worte verstehen zu können, tauchte ein Mann in einem schwarzen Kampfsportanzug auf. Die Haare kurz geschoren, mit einem Nacken wie ein Stier. Ein Quadratschädel!

»Zum Probetraining?«, fragte er Linh. Linh hatte Glück. Er schien keinen Zweifel an ihrem Alter zu haben. »Ja«, antwortete sie. »Ich soll hier warten.« »Wer sagt das? So ein Quatsch. Wir haben gerade angefangen. Also los!« »Aber, ich sollte erst um drei . . .« Linh konnte nicht zu Ende sprechen. »Nix da. Wenn du mitmachen willst, dann aber dalli. Runter vom Stuhl, raus aus den Schuhen, weg mit den Socken und rauf auf die Matte«, befahl der Quadratschädel. Training in Jeans? Das hatte Linh ja noch nie gehört!

 

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