Endokrinologische Diagnostik in der Kleintierpraxis - Prelaud, Pascal; Rosenberg, Dan; DeFornel, Pauline

Pascal Prelaud Dan Rosenberg Pauline DeFornel 

Endokrinologische Diagnostik in der Kleintierpraxis

Funktionstests. Interpretation von Testergebnissen. Diagnostik-Protokolle. Endokrinopathien. Leitsysteme

Herausgeber: Gerold, Alexander / Übersetzer: Thelen, Astrid
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Endokrinologische Diagnostik in der Kleintierpraxis

Allgemeine Grundlagen Messtechniken Interpretation von Testergebnissen Auswahl eines Funktionstests Untersuchungen der häufigsten Endokrinopathien Schilddrüse Kortikotrope Achse Endokrines Pankreas und APUD-System Gonaden ADH-Stoffwechsel (Antidiuretisches Hormon) Somatotrope Achse Kalziumstoffwechsel Endokrinologische Untersuchungen beim Frettchen Leitsymptome Polyurie/Polydipsie Polyphagie Übergewicht Insulinresistenz Verhaltensprobleme Alopezie Wachstumsverzögerung. Deutsche Übersetzung: Dr. med. vet. Astrid Thelen, Fachredaktion: Dr. med. vet. Alexander Gerold. "Das Buch schließt eine Lücke. Es wird sicherlich dazu beitragen, dass die endokrinologische Diagnostik eine weitere Verbreitung in der Praxis finden wird. Den Autoren ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, das sich durch seinen hohen, unmittelbar in die Praxis umzusetzenden Informationsgehalt auszeichnet, ohne in die Kategorie der 'Kochbücher' zu fallen, die nur aus einer unkritischen Aufzählung von Handlungsanweisungen bestehen." Axel Wehrend in "Tierärztliche Praxis" (6/2006) "Physiologische Zusammenhänge werden anhand von zahlreichen Regelkreisen und Flussdiagrammen anschaulich dargestellt, und Diagnostikprotokolle erläutern Indikation, Durchführung und Interpretation der bei einer bestimmten Erkrankung in Frage kommenden Funktionstests. Dieser praktische Leitfaden durch das komplexe Gebiet der hormonellen Erkrankungen von Hund, Katze und Frettchen kann sowohl für das Studium als auch für die Praxis empfohlen werden." C. König in "Wiener Tierärztliche Monatsschrift" (August 2006)

Dieses kompakte Nachschlagewerk ist der Wegweiser durch das endokrinologische Dickicht in der Kleintierpraxis.
Endokrinologische Untersuchungen sind mittlerweile Routine in der tierärztlichen Praxis und decken so unterschiedliche Bereiche wie Innere Medizin, Dermatologie, Reproduktion, Verhalten und Geriatrie ab. Die Autoren präsentieren praxisnah und Schritt für Schritt die wichtigsten endokrinologischen Tests und hormonellen Störungen bei Kleintieren in 3 Abschnitten.

Der erste Teil erläutert allgemeine Grundlagen zu hormonellen Messtechniken und gibt Hilfestellung bei der Auswahl und der Interpretation der Testmethoden. Teil zwei beschreibt anschaulich die klinische Diagnostik mittels Funktionstests bei den wichtigsten Endokrinopathien von Hund und Katze. Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich mit hormonellen Erkrankungen beim Frettchen. Der dritte Teil ermöglicht anhand von Leitsymptomen den praktischen Zugang zu häufigen klinischen Problemen, z. B. Polyurie/Polydipsie, Obesitas, Alopezie.

Zahlreiche Merkkästen, Flussdiagramme und Diagnostik-Protokolle erläutern hormonelle Zusammenhänge und erleichtern die Interpretation von Testergebnissen. Ein leichter Einstieg in die komplizierte Welt der Endokrinologie!

Aus dem Inhalt

Allgemeine Grundlagen
?- Messtechniken
?- Interpretation von Testergebnissen
?- Auswahl eines endokrinologischen Tests

Untersuchungen der häufigsten Endokrinopathien
?- Schilddrüse
?- Kortikotrope Achse
?- Endokrines Pankreas und APUD-System
?- Gonaden
?- ADH-Stoffwechsel (Antidiuretisches Hormon)
?- Somatotrope Achse
?- Kalziumstoffwechsel
?- Endokrinologische Untersuchungen beim Frettchen

Leitsymptome
?- Polyurie/Polydipsie
?- Polyphagie
?- Übergewicht
?- Insulinresistenz
?- Verhaltensprobleme
?- Alopezie
?- WachstumsverzögerungDieses kompakte Nachschlagewerk ist der Wegweiser durch das endokrinologische Dickicht in der Kleintierpraxis.
Endokrinologische Untersuchungen sind mittlerweile Routine in der tierärztlichen Praxis und decken so unterschiedliche Bereiche wie Innere Medizin, Dermatologie, Reproduktion, Verhalten und Geriatrie ab. Die Autoren präsentieren praxisnah und Schritt für Schritt die wichtigsten endokrinologischen Tests und hormonellen Störungen bei Kleintieren in 3 Abschnitten.
Der erste Teil erläutert allgemeine Grundlagen zu hormonellen Messtechniken und gibt Hilfestellung bei der Auswahl und der Interpretation der Testmethoden. Teil zwei beschreibt anschaulich die klinische Diagnostik mittels Funktionstests bei den wichtigsten Endokrinopathien von Hund und Katze. Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich mit hormonellen Erkrankungen beim Frettchen. Der dritte Teil ermöglicht anhand von Leitsymptomen den praktischen Zugang zu häufigen klinischen Problemen, z. B. Polyurie/Polydipsie, Obesitas, Alopezie.
Zahlreiche Merkkästen, Flussdiagramme und Diagnostik-Protokolle erläutern hormonelle Zusammenhänge und erleichtern die Interpretation von Testergebnissen. Ein leichter Einstieg in die komplizierte Welt der Endokrinologie!

Aus dem Inhalt

Allgemeine Grundlagen
- Messtechniken
- Interpretation von Testergebnissen
- Auswahl eines endokrinologischen Tests

Untersuchungen der häufigsten Endokrinopathien
- Schilddrüse
- Kortikotrope Achse
- Endokrines Pankreas und APUD-System
- Gonaden
- ADH-Stoffwechsel (Antidiuretisches Hormon)
- Somatotrope Achse
- Kalziumstoffwechsel
- Endokrinologische Untersuchungen beim Frettchen

Leitsymptome
- Polyurie/Polydipsie
- Polyphagie
- Übergewicht
- Insulinresistenz
- Verhaltensprobleme
- Alopezie
- Wachstumsverzögerung


Produktinformation

  • Verlag: Schlütersche
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 226 S. m. Abb.
  • Praxisbibliothek
  • Deutsch
  • Abmessung: 270mm x 202mm x 20mm
  • Gewicht: 873g
  • ISBN-13: 9783899930146
  • ISBN-10: 3899930142
  • Best.Nr.: 14450718
Dr. Pascal Prélaud, Diplomate des European College of Veterinary Dermatology, ist europaweit anerkannter Spezialist für Immunologie und Statistik in der klinischen Forschung. Er leitet das 'Centre d’Études et de Recherche en Immunologie' (CERI) in Paris.
Dr. Dan Rosenberg und Tierärztin Pauline de Fornel-Thiband sind spezialisiert in den Gebieten Innere Medizin und Pharmakologie. Sie arbeiten in der Abteilung für Endokrinologie der 'École Nationale Vétérinaire d´Alfort' (ENVA) in Maisons-Alfont.

Deutsche Übersetzung: Dr. med. vet. Astrid Thelen

Fachredaktion: Dr. med. vet. Alexander Gerold

Leseprobe zu "Endokrinologische Diagnostik in der Kleintierpraxis"

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Leseprobe zu "Endokrinologische Diagnostik in der Kleintierpraxis"

6 Untersuchung der Funktion des endokrinen Pankreas und des APUD-Systems (S. 87-88)

6.1 Physiologische Grundlagen: Homöostase der Glukose

Zahlreiche Hormone (z. B. Insulin, Glukagon, Adrenalin, Kortisol) steuern das labile Gleichgewicht zwischen der diätetischen Kohlenhydratzufuhr, der hepatischen Synthese und der Speicherung sowie dem peripheren Verbrauch (vor allem durch Muskel- und Fettgewebe) von Glukose. Insulin ist dabei besonders wichtig: Als einziges Hormon reduziert es die Glukosekonzentration im Blut (Hypoglykämie) – Glukagon, Adrenalin und Kortisol erhöhen die Glukosekonzentration (Hyperglykämie) und sind deshalb als Insulin antagonisten bekannt.

Eine Hyperglykämie stimuliert beim gesunden Tier die Insulinsekretion (z. B. nach einer Futteraufnahme), eine Hypoglykämie hemmt sie.

6.2 Diabetes mellitus bei Hund und Katze

Zur Erinnerung

  • Beim Hund mit klinischem Verdacht auf Diabetes mellitus kann dieser durch den Nachweis einer Hyperglykämie und einer Glukosurie bestätigt werden.
  • Bei der Katze mit klinischem Verdacht auf Diabetes mellitus ist die Diagnose wegen der häufigen Stress-Hyperglykämie und -Glukosurie schwieriger: Alternativen sind der Nachweis einer Glukosurie durch den Besitzer zu Hause oder die Messung der glykosylierten Proteine.
Der Diabetes mellitus ist ein Zustand chronischer Hyperglykämie.

Für Mensch und Tier wurden mehrere Klassifikationen des Diabetes mellitus vorgeschlagen. Die häufigste Klassifikation bei Hund und Katze unterscheidet zwei Formen des Diabetes mellitus:

(1) Primärer, spontaner Diabetes mellitus (Typ I).
(2) Sekundärer Diabetes mellitus, dessen Ursache bekannt ist (Typ II). Zu den häufigsten Ursachen zählen endogene (Endokrinopathien oder Diöstrus bei der Hündin) oder exogene Hormone (Kortikosteroide oder Progestagene), die als Insulinantagonisten (Insulinresistenz) wirken.

Der Diabetes mellitus kann durch zwei pathophysiologische Mechanismen ausgelöst werden:

(1) Insulinmangel
(2) Resistenz gegenüber der Insulinwirkung

Beide Mechanismen können bei einem Tier kombiniert auftreten (häufig bei der Katze). Ihre Differenzierung ist bei der Katze aufgrund der sog. »Glukosetoxizität« schwierig; die chronische Hyperglykämie hemmt die sekretorische Kapazität der Beta-Zellen der Langerhans- Inseln des Pankreas und führt zu einem fast konstanten Insulinmangel.

Das Durchschnittsalter von Tieren mit einem Diabetes mellitus liegt bei 7 Jahren, obwohl auch angeborene Fälle existieren (selten). Hündinnen scheinen doppelt so häufig betroffen zu sein wie Rüden. Umgekehrt erkranken unkastrierte Kater häufiger als Kätzinnen.

6.2.1 Klinische Untersuchung

6.2.1.1 Klinische Symptome

Bei einem Hund mit einem Diabetes mellitus dominieren drei klinische Symptome:

  • Polyurie/Polydipsie (PU/PD)
  • Polyphagie
  • Abmagerung
Eine akute Blindheit, verursacht durch Katarakte, tritt beim Hund oft als Komplikation des Diabetes mellitus auf.

Bei der Katze sind die klinischen Zeichen vielfältiger:

  • PU/PD
  • Polyphagie oder Anorexie
  • Abmagerung oder Übergewicht
Seltener werden bei der Katze beschrieben:

  • Lethargie
  • plantigrader Stand
Das Auftreten von PU/PD, Appetit- und Gewichtsveränderungen führt beim Hund oder bei der Katze zum Verdacht auf einen Diabetes mellitus.

6.2.1.2 Erstuntersuchungen

Beim klinischen Verdacht auf einen Diabetes mellitus ist ein erhöhter Nüchtern-Glukosewert (> 10 mmol/l) ein wichtiger Hinweis, ermöglicht aber noch keine definitive Diagnose, weil einige Behandlungen (Kortikosteroide, Progestagene, Megestrolacetat) oder Erkrankungen (z. B. schwere Verletzungen, Niereninsuffizienz) bei Hund und Katze kurzfristig zu einer mittelgradigen Hyperglykämie führen können. Zusätzlich kann Stress bei der Katze eine kurzfristige, aber möglicherweise sehr ausgeprägte Hyperglykämie verursachen (bis 22 mmol/l). 

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