Einsatz von Controllinginstrumenten im Mittelstand (eBook)
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Einsatz von Controllinginstrumenten im Mittelstand (eBook)

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Einsatz von Controllinginstrumenten im Mittelstand (eBook)

Die Konferenz "Einsatz von Controllinginstrumenten im Mittelstand" wurde gemeinsam von der proALPHA Software AG und dem Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling der TU Kaiserslautern veranstaltet. Dazu fanden sich im April 2005 Wissenschaftler im Bereich der Mittelstandsforschung, Controllingexperten aus mittelständischen Unternehmen und Mittelstandsverbänden zusammen, um diese Thematik zu diskutieren.

Dieser Sammelband gibt die Ergebnisse der Konferenz in kompakter Form wieder. Insgesamt wurden acht Beiträge für die Konferenz ausgewählt, die in vier Themenblöcke gegliedert werden können. Die Themen reichen von der Ausgestaltung der Balanced Scorecard, über die Möglichkeiten des Einsatzes unterschiedlicher Kostenrechnungsinstrumente zu Fragen des Forschungs- und Produktionscontrollings, bis hin zum Bereich des Risikocontrollings in mittelständischen

Unternehmen. Die Beiträge des Sammelbandes versuchen, die Lücke zu schließen, die in der wissenschaftlichen Literatur in Bezug auf die Ausgestaltung von Controllinginstrumenten für den mittelständischen Kontext herrscht. Dabei werden zum einen Hinweise für eine konkrete praktische Umsetzung gegeben und zum anderen Ansatzpunkte für eine weiterführende wissenschaftliche Diskussion aufgezeigt.

Über den Herausgeber:

Prof. Dr. Volker Lingnau, Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und Promotion an der TU Berlin, Habilitation für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensrechnung und Controlling an der Technischen Universität Kaiserslautern, Gastprofessor an der Universität Zielona Góra (Polen). Langjährige Erfahrungen im Grund- und Hauptstudium an Universitäten und Fachhochschulen. Referent, Organisator und Leiter von Managementseminaren speziell zum Thema Controlling. Wissenschaftliche Leitung von Controllingprojekten mit Industrieunternehmen.


Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783899364316
  • ISBN-10: 3899364317
  • Best.Nr.: 25741653

Leseprobe zu "Einsatz von Controllinginstrumenten im..."

Balanced Scorecard für den Mittelstand – Ausgestaltungsvorschläge und deren praktische Relevanz (S. 24-25)

Abstract

Ziel dieses Beitrages ist es, auf Basis der Besonderheiten des Mittelstandes Spezifika für die Einführung, den Aufbau und den praktischen Einsatz der Balanced Scorecard abzuleiten. Die praktische Relevanz dieser auf der Grundlage von sachlogischen Überlegungen hergeleiteten Hypothesen wird im Anschluss unter Zuhilfenahme einer Expertenbefragung und der Auswertung weiterer empirischer Analysen überprüft. Sowohl die Herleitungen als auch die empirische Untersuchung zeigen, dass in Bezug auf die Einführung, die Ausgestaltung und die Umsetzung eine vereinfachte Ausführung der Balanced Scorecard vorzufinden ist. Diese Vereinfachung liegt jedoch nicht in einem einfachen Kürzen der Perspektiven und Kennzahlen, sondern setzt an sehr spezifischen Punkten an, die aufgezeigt werden. Darüber hinaus konnte dargestellt werden, dass die Balanced Scorecard für mittelständische Unternehmen ein wertvolles Strategieumsetzungsinstrument sein kann und - sofern der Eigentümer Initiator oder Katalysator der Einführung ist - sogar unproblematischer als bei Großunternehmen implementiert werden kann.

1. Einleitung

Die vorherrschende betriebswirtschaftliche Literatur und damit auch die Controllingliteratur beschäftigen sich häufig mit Großbetrieben und Konzernen. Im Widerspruch zu seiner herausragenden volkswirtschaftlichen Rolle spielt der Mittelstand eine untergeordnete Rolle. In diesem Zusammenhang ist die Wissenschaft gefordert, spezifische Ansätze und angepasste Instrumente für diesen Bereich der Wirtschaft zu entwickeln.

Dieser Beitrag hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Vorhaben für das Instrument Balanced Scorecard (BSC) umzusetzen. Die BSC, welche in den 90er Jahren nach einer Untersuchung mehrerer Großunter- nehmen von Kaplan und Norton zunächst als erweitertes Kennzahlensystem und später als ganzheitliches Management-Instrument entwickelt wurde, hat in den vergangenen Jahren einen hohen Zuspruch bei den Unternehmen in der ganzen Welt erhalten. Die ursprüngliche BSC wurde für den Einsatz innerhalb einer strategischen Geschäftseinheit (SGE) entworfen. Diese zeichnet sich durch eine eigenständige Mission sowie der dazugehörigen Strategie aus und deckt idealerweise die gesamte Wertschöpfungskette, beginnend mit dem Innovationsprozess bis hin zum After- Sales-Service, ab. Einen durch die Größe der SGE eingeschränkten Gebrauch der Scorecard bzw. eine aus dieser resultierenden nötigen Abwandlung indizieren die Begründer der BSC nicht.

Ungeachtet dessen beschränken sie sich bei der Wahl der Beispiele innerhalb ihrer beiden Bücher fast ausschließlich auf Großunternehmen oder selbstständig agierende Divisionen. Diese Aussage ist größtenteils auch für die Publikationen anderer Autoren zutreffend. Die angesprochene enorme volkswirtschaftliche Bedeutung6 der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) rechtfertigt jedoch eine genauere Betrachtung der BSCAnwendung in KMU. Diese erscheint umso sinnvoller, da sich KMU nicht nur hinsichtlich ihrer Größe (bezogen auf die Kriterien Mitarbeiter und Umsatz), sondern auch z.B. bezüglich ihrer Führungssituation, ihrer Strategieentwicklung und -durchsetzung sowie ihrer Ressourcenstärke systematisch von großen Unternehmen unterscheiden. Dabei ist es nicht ausreichend auf Grund der geringeren Größe des Unter- nehmens eine gekürzte Version der BSC vorzuschlagen. Vielmehr müssen die spezifischen Anforderungen der Unternehmen des Mittelstandes bei der Ausgestaltung berücksichtigt werden.

Auf diese Besonderheiten von KMU wird in Kapitel 2 eingegangen. In Kapitel 3 wird mit Hilfe einer Verknüpfung des Konstruktes der BSC mit den Spezifikationen des Mittelstandes herausgearbeitet, welche besonderen Ausprägungsformen eine BSC für ein mittelständisches Unternehmen haben könnte. Im Anschluss wird eine Umfrage unter mittelständischen Unternehmen vorgestellt, die der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen dienen soll (Kapitel 4).

Inhaltsangabe

1;Inhaltsskizze ;2 2;Vorwort;6 3;Inhaltsverzeichnis;10 4;Balanced Scorecard in mittelständischen Unternehmen – Empirische Ergebnisse und Implikationen;12 4.1;Inhaltsverzeichnis;14 4.2;Abkürzungsverzeichnis;14 4.3;Abstract;16 4.4;1. Hintergrund und Motivation;16 4.5;2. Begriff und Abgrenzung der mittelständischen Unternehmen;17 4.6;3. Empirische Ergebnisse zum Einsatz der Balanced Scorecard im produzierenden Mittelstand;19 4.6.1;3.1 Stand der Forschung;19 4.6.2;3.2 Erhebungsdesign und -methode;20 4.6.3;3.3 Diskussion der Ergebnisse;22 4.7;4. Implikationen und Fazit;25 4.8;Literatur;26 5;Balanced Scorecard für den Mittelstand – Ausgestaltungsvorschläge und deren praktische Relevanz;30 5.1;Inhaltsverzeichnis;32 5.2;Abkürzungsverzeichnis;32 5.3;Abstract;34 5.4;1. Einleitung;34 5.5;2. Besonderheiten des Mittelstandes;36 5.6;3. Vorschläge für eine Mittelstands-Balanced Scorecard;39 5.6.1;3.1 Einführung der Balanced Scorecard;39 5.6.2;3.2 Umfang der Balanced Scorecard;40 5.6.3;3.3 Perspektivspezifische Besonderheiten;41 5.6.4;3.4 Umsetzung der Balanced Scorecard;42 5.7;4. Besonderheiten der Mittelstands-Balanced Scorecard in der Praxis;44 5.7.1;4.1 Einführung der Balanced Scorecard;44 5.7.2;4.2 Umfang der Balanced Scorecard;46 5.7.3;4.3 Perspektivspezifische Besonderheiten;46 5.7.4;4.4 Umsetzung der Balanced Scorecard;47 5.8;5. Zusammenfassung;49 5.9;Literatur;50 6;Grenzplankostenrechnung im Mittelstand? – Die Grenzen der Einsetzbarkeit der Grenzplankostenrechnung als entscheidungsorientiertes Kostenrechnungssystem in mittelständischen Unternehmen;56 6.1;Inhaltsverzeichnis;58 6.2;Abstract;60 6.3;1. Einführung und Problemstellung;60 6.4;2. Anforderungen des Mittelstands an eine Kostenrechnung;61 6.5;3. Aufbau der Grenzplankostenrechnung;63 6.6;4. Kostenplanung und -kontrolle als Kern der Grenzplankostenrechnung;65 6.7;5. Prämissen und Kritik der jahresbezogenen Plankalkulation;68 6.7.1;5.1 Jahresbezogene Plankalkulation und relevante Kosten;68 6.7.2;5.2 Kritische Analyse der Prämissen der jahresbezogenen Plankalkulation;71 6.8;6. Fazit;78 6.9;Literatur;80 7;Komplexitätskostenrechnung für den Mittelstand – Ein zentrales Instrument des Komplexitätsmanagements;84 7.1;Inhaltsverzeichnis;86 7.2;Abkürzungsverzeichnis;86 7.3;Abstract;88 7.4;1. Einleitung und Begriffsabgrenzungen;88 7.5;2. Komplexitätsmanagement bei KMU;91 7.5.1;2.1 Interne und Externe Komplexitätstreiber;91 7.5.2;2.2 Wirkung variantenvielfaltinduzierter Komplexität;93 7.5.3;2.3 Anforderungen an das Komplexitätsmanagement;94 7.6;3. Gestaltungsmöglichkeiten für eine Komplexitätskostenrechnung;96 7.6.1;3.1 Schätzung der Komplexitätskosten;96 7.6.2;3.2 Gestaltungsoptionen einer Komplexitätskostenrechung für KMU;98 7.7;4. Fazit;103 7.8;Literatur;103 8;F&E-Controlling in hochtechnologieorientierten, mittelständischen Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Technologiefrühaufklärung;108 8.1;Inhaltsverzeichnis;110 8.2;Abstract;112 8.3;1. Eingrenzung der zu betrachtenden Unternehmen und herausragende Charakteristika von KMU;112 8.4;2. Relevanter Controllingansatz und seine Ausprägungen in der gegebenen Unternehmenssituation;114 8.5;3. F&E-Controlling im vorliegenden Kontext;118 8.6;4. Diskussion des Technologie-Roadmappings im Rahmen der Technologiefrühaufklärung;121 8.7;5. Fazit;129 8.8;Literatur;130 9;Wirtschaftlichkeits-Nachweise für APS-Lösungen auf dem Gebiet von Production Planning / Detailed Scheduling;136 9.1;Inhaltsverzeichnis;138 9.2;Abkürzungsverzeichnis;138 9.3;Abstract;140 9.4;1. Aufgabenstellung;140 9.5;2. Quantitative Relationen des „Dilemmas der Ablaufplanung“;142 9.6;3. Nutzung der quantitativen Relationen für die Schätzung der Effekte von APS- Lösungen;147 9.6.1;3.1 Kennzahlen für die Charakterisierung von „APSSchwierigkeiten“;148 9.6.2;3.2 Nachweis von Optimierungseffekten für unterschiedliche „ APS- Schwierigkeiten“ im Labor;150 9.7;4. Ausblick;154 9.8;Literatur;155 10;Die Bedeutung der veränderten Finanzierungsrahmenbedingungen für das Controlling mittelständischer Unternehmen – Theoretische Betrachtung und empirische Erkenntnisse über den Stand der Umsetzung;156 10.1;Inhaltsverzeichnis;158 10.2;Abstract;160 10.3;1. Einleitung;160 10.4;2. Veränderung der Finanzierungsbedingungen durch Basel II;161 10.4.1;2.1 Mindesteigenkapitalanforderungen als für den Mittelstand relevanter Bestandteil von Basel II;161 10.4.2;2.2. Systematik von Ratingverfahren zur Beurteilung der Unternehmensbonität;162 10.5;3. Bedeutung des Controllings im Rahmen des Ratingprozesses;163 10.5.1;3.1 Controlling als Beurteilungsgegenstand;165 10.5.2;3.2 Controlling als Informationslieferant;165 10.5.3;3.3 Implikationen für die Ausgestaltung des Controllings;167 10.6;4. Empirische Erkenntnisse zum Umsetzungsstand des Controllings im deutschen Mittelstand;169 10.7;5. Fazit und Ausblick;175 10.8;Literatur;177 11;Risikoorientierte Balanced Scorecard-Konzepte für KMU;180 11.1;Inhaltsverzeichnis;182 11.2;Abkürzungsverzeichnis;182 11.3;Abstract;184 11.4;1. Management, Controlling und BSC in KMU;184 11.5;2. Bedeutung des Risikomanagements für KMU;188 11.6;3. Risikoorientierte Balanced Scorecard-Konzepte;190 11.7;4. CFaR als risikobezogene Spitzenkennzahl;196 11.8;5. Fazit;200 11.9;Literatur;200