Seit der Vorauflage hat sich in dem Recht der gerichtlichen
Sachverständigen Erhebliches getan: Das Gesetz zur Modernisierung
des Schuldrechts, das inzwischen schon mehrfach veränderte
Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz sowie Umgestaltungen in
der ZPO haben zu vielfältigen Änderungen geführt. Der vollständige
Umbau der Rechtsanwaltsbezahlung hat die Einleitung der
selbständigen Beweisverfahren stark zunehmen lassen. Auch aktuelle
BGH-Entscheidungen zum Recht der gerichtlichen Sachverständigen
sind zu berücksichtigen.
In der vollständig neu bearbeiteten 12. Auflage wird auf diese
genannten und die vielen weitern Neuerungen detailliert
eingegangen; auch die durch das angekündigte 2.
Justizmodernisierungsgesetz zu erwartenden Veränderungen sind
bereits eingearbeitet. Daneben liegt ein Schwerpunkt der
Ausführungen wieder in der fallbezogenen Darstellung der Bezahlung
des gerichtlichen Sachverständigen. Mit Hilfe kommentierter
Rechnungen und Musterformularen wird dieses Thema praxisgerecht
aufbereitet. Der hohe Praxisnutzen dieses Handbuchs ist auch in der
Neuauflage insbesondere durch das jetzt mehr als 1.500 Begriffe
enthaltende Stichwortverzeichnis gewährleistet.
Mit dieser Auflage wird erstmals Jürgen Ulrich als alleiniger
Verfasser genannt.
Rezension:
'Der Jessnitzer ist längst zu einem festen Begriff und zum
Gütezeichen geworden, ist schlechthin das juristische Standardwerk
für Sachverständige aller Fachrichtungen' (Hennies in: Der
medizinische Sachverständige) 'Sachverständige und Juristen
sollten dieses vorzügliche Arbeitsmittel rechtzeitig zu Rate
ziehen, um Fehler zu vermeiden' (Präsident des LG Oskar Freiber
in: NJW).
Jürgen Ulrich, Vorsitzender Richter am Landgericht Dortmund, ist ausgewiesener Kenner der Materie und leitete stellvertretend den Arbeitskreis Sachverständigenrecht auf dem 1. Baugerichtstag