Der Bildungsbegriff wird nicht nur in der Erziehungswissenschaft
seit einiger Zeit heftig diskutiert: Ist er noch aussagefähig oder
ersetzt man ihn besser durch präziser erscheinende Begriffe wie
"Kompetenz", "Lernen" oder
"Sozialisation"? Tatsächlich zählt der Bildungsbegriff
jedoch gerade wegen seines Facettenreichtums zu den unverzichtbaren
Grundbegriffen der Pädagogik. Das Buch beschäftigt sich mit der
Geschichte und der Aktualität des Bildungsbegriffs. Dabei wird
gefragt, wie sich elementare Erziehungsfragen und pädagogische
Problemstellungen im Lichte des Bildungsbegriffs bestimmen lassen.
Ins Blickfeld rückt dabei u.a. der klassische Konflikt zwischen den
Erziehungsintentionen Erwachsener und den Eigeninteressen der
Heranwachsenden oder das grundlegende Problem von Freiheit und
Fremdbestimmung in der Erziehung. Das Buch richtet sich in seiner
praxisorientierten Gestaltung insbesondere auch an Studierende der
Pädagogik, denen eine problemorientierte Einführung in
erziehungswissenschaftliches Wahrnehmen und Denken geboten wird.
Dr. phil. Christian Rittelmeyer, Jg. 1940, Dipl.-Psychologe, ist Professor für Erziehungswissenschaft am Pädagogischen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind pädagogische Anthropologie, Bildungsgeschichte und pädagogische Psychologie.
Blick ins Buch "Bildung - ein pädagogischer Grundbegriff"