Alle Leinen los - Darlington, Terry

Terry Darlington 

Alle Leinen los

Mit Hund und Hausboot nach Carcassonne

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Produktbeschreibung zu Alle Leinen los

"Wir haben zwei Möglichkeiten, unseren Lebensabend über die Bühne zu bringen. Wir können uns zu Tode langweilen - oder wir suchen noch ein wenig das Abenteuer", sagen sich die Darlingtons aus Stone als frisch gebackene Rentner und lassen sich überreden, mit ihrem alles andere als hochseetauglichen Hausboot über den Ärmelkanal zu schippern - und dann quer durch Frankreich nach Carcassonne. Gemeinsam mit ihrem Whippet Jim. Sie holen sich Rat bei allerlei Fachleuten, die ihnen sagen, dass sie sterben werden. Gemeinsam mit ihrem Whippet Jim.
Terry Darlington nimmt Sie mit an Bord der Phyllis May. Sie tauchen mit unseren drei arglosen Helden durch meterhohe Brecher in der Nordsee, werden von der furchtbaren Rhone malträtiert und kämpfen in der Camargue inmitten eines Flamingoschwarms ums nackte Überleben. Sie zittern vor Vandalen und wandelnden Toten, Kanalkiebitzen und Killerfischen.
Sie erleben das unentdeckte Frankreich: die Kanäle unterhalb von Paris, die himmlische Yonne, die verbotenen Wege ans Mittelmeer. Sie treffen die Franzosen, die kein Tourist zu sehen bekommt: Dichter und Kapitäne, Trinker und Waffennarren, Gelehrte und Verrückte - denn ein jeder will die Menschen von dem bemalten Boot kennen lernen. Und vor allem ihren hageren Hund.
Terry Darlington gelingt mit ALLE LEINEN LOS ein wahrlich köstliches Debüt mit dem Zeug zum komischen Klassiker. Die kauzigste, spritzigste, bezauberndste Bootsfahrt seit Jerome K. Jerome. Ein Buch mit dem gewissen Etwas, das nicht nur Hunde-, Hausboot- und Frankreichliebhaber immer wieder zu Tränen quiekenden Vergnügens hinreißen wird.
Mit wunderbaren Illustrationen von Christopher Corr und dem Intensivkurs"Französisch in 15 Minuten".

Produktinformation


  • Verlag: Covadonga
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 384 S. m. Illustr. v. Christopher Gorr.
  • Seitenzahl: 384
  • Tete de la course
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 157mm x 34mm
  • Gewicht: 675g
  • ISBN-13: 9783936973327
  • ISBN-10: 3936973326
  • Best.Nr.: 20945533
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.04.2008

Keine Ahnung von Navigation

"Wir haben zwei Möglichkeiten, unseren Lebensabend über die Bühne zu bringen. Wir können uns zu Tode saufen und langweilen - oder wir suchen noch ein wenig das Abenteuer . . ." Gesagt, getan. Als der Waliser Marktforscher Terry Darlington in den Ruhestand tritt, kommt ihm im Pub die Erleuchtung, dass nur der Sprung ins kalte Wasser vor dem sich abzeichnenden Inselkoller retten kann. Er liebt Boote, besitzt sogar eines, die sechzig mal sieben Fuß große, alles andere als hochseetaugliche "Phyllis May", ein klassisches englisches, mit Geranientöpfen bestücktes Narrowboat. Fachleute, die um Rat gebeten werden, raten entsetzt von Darlingtons Ansinnen ab, mit dem Hausboot den Ärmelkanal zu überqueren, weiter über den Canal des Ardennes, die Flüsse Yonne, Saône und Rhône durch Frankreich zu tuckern, um in der Austernlagune des Etang de Thau endlich Kurs auf den Canal de Midi zu nehmen. Das Ziel ist die südwestfranzösische Festungsstadt Carcassonne; sie liegt sechzehnhundert Kilometer vom heimatlichen Stone entfernt. Darlington schreibt die gutgemeinten Ratschläge in den Wind, begibt sich mit Whippet-Windhund Jim, der Bootfahren …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Bestens amüsiert hat sich Rezensent Hilmar Klute bei der Lektüre dieses Reiseberichts von Terry Darlington. Zwar lässt ihn die Ausgangssituation - ein älteres Ehepaar möchte nach der Pensionierung zusammen mit seinem Hund im Hausboot über den Ärmelkanal nach Frankreich schippern - das Schlimmste befürchten. Aber dann ist er doch angenehm überrascht, denn seine Negativerwartungen erfüllen sich in keiner Weise - zum einen wegen der doch recht unkonventionellen Umstände der Reise, zum anderen wegen des "erfrischend misanthropischen" Tons des Erzählers und der meist "wunderbar miesen Stimmung". Auch die ungeschönten Beschreibungen der hässlichen Landschaften, die die Darlingtons bei ihrer Reise durchqueren, und der zahlreichen witzigen Begegnungen mit teils liebenswerten, teils ziemlich idiotischen Reisebekanntschaften findet Klute höchst vergnüglich.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.10.2007

Die Alten und der dürre Hund
Terry Darlingtons Bootsreise
Schreibanlässe wie folgender lassen ja meistens nichts Gutes ahnen: Ein älteres Ehepaar möchte nach der Pensionierung noch nicht im Armsessel vor sich hindämmern oder bestenfalls in Abendkursen am nachlassenden Denkvermögen herumschrauben, sondern noch einmal richtig kräftig auf Reisen gehen. Und das auf eine Weise, die so unkonventionell und überraschend ist, dass die Jungen sagen: Hoffentlich werden wir auch mal so unternehmungslustig sein, wenn wir alt sind. Es wird nämlich ein altes Boot zurecht gezimmert, mit dem die Alten auf große Fahrt gehen wollen. Was man dann zu lesen bekommt sind allzu oft ergeben bukolische Beschreibungen einer letzten schönen großen Tour, voller Menschenfreundlichkeit und Bewunderung für ferne Länder und die Sitten der benachbarten Völker.
Das Buch, das Terry Darlington zu diesem Thema geschrieben hat, besitzt zum Glück einen anderen, erfrischend misanthropischen Sound. Der Mann war früher in einem internationalen Marktforschungsunternehmen tätig, seine Frau Französischlehrerin, und der Hund ist ein Whippert, also viel zu dünn und viel zu schnell. Alle drei …

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Drei Protagonisten - drei wunderbare Gründe, ALLE LEINEN LOS zu lieben: Wie so viele Waliser ist Terry Darlington äußerst redselig und zutraulich, mit zwei linken Händen ausgestattet und dazu verpflichtet, täglich im Pub herumzulungern. Er liebt Bootfahren, hat aber nicht den blassesten Schimmer davon. Monica Darlington hat mit Auszeichnung Französisch studiert und kann im Gegensatz zu Ehemann Terry verdammt weit springen. Erst seit sich ihre drei Kinder fortgepflanzt haben, sind letzte Zweifel ausgeräumt, ob sie und Terry derselben Spezies angehören. Monica liebt Bootfahren, hat aber nicht den blassesten Schimmer davon. Jim, der Hund, heißt eigentlich Brynula Great Expect und entstammt einer langen Ahnenreihe von Whippets, die ähnlich lächerliche Namen trugen. Wenn er will, läuft er 65 km/h. Aber er ist feige, er stiehlt, er kann sich nicht benehmen. Und er hasst Bootfahren.

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