Zur Praxis und Theorie der Musik- und Tanztheaterimprovisation in der Schule. Ein bildungstheoretischer Auftakt zu einer Kunstsparten übergreifenden Didaktik des Ästhetischen
Es ist unbestritten gut und wichtig, dass unsere Kinder in der
Schule erfolgreich lernen, damit sie für ihre private und
berufliche Zukunft vieles wissen und können. Nicht weniger
bedeutsam aber ist, dass sie mit Anstand, feinfühlig, mitmenschlich
und vernünftig durchs Leben gehen. Dafür ist wiederum notwendig,
dass wir deren Empfindsamkeit zu entwickeln behilflich sind und
ihre Werturteilsfähigkeit sowohl für das Gute als auch für das
Schöne fördern. Wir sollten sie in lebens- und in kunstnahen
Projekten gemeinsam erfahren und erproben lassen, jene
wertrelevanten Entscheidungen in den Bereichen der Ästhetik und der
Moral weit blickend, vernünftig und verantwortungsvoll zutreffen.
Dieses Handeln und Entscheiden, das gemeinsame Abwägen, Zustimmen
und Verwerfen, dieses Wollen und Sollen zu erleben, ist eine neue
und zu intensivierende Aufgabe schulischen Lernens. Alle Pädagogen
in künstlerischen und kunstnahen Fächern, die Musiker, Tänzer,
Theaterexperten und Spezialisten der Visuellen Künste sind deshalb
aufgefordert, das neue ästhetisch-sittliche Lernen in unseren
Schulen zuorganisieren und zu verwirklichen. Mit der Initiative
Ästhetische Mobilmachung möchten wir uns dafür Gehör verschaffen.
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