In der vorliegenden Auflage wurden die bisher in der
"Zeitschrift für Klassische Homöopathie" veröffentlichten
Fehlernachweise korrigiert.
Das Kent'sche Repertorium war das Hauptwerkzeug von
Generationen klassischer Homöopathen und ist wegen seiner klaren
Gliederung zum Strukturgeber der gängigsten neueren Repertorien
geworden. Als Basis für solide Repertorisation ist es unverändert
gut geeignet. Besonders wegen seiner Verlässlichkeit wird es auch
heute noch von vielen Homöopathen benutzt. Das Repertorium war das
Lebenswerk von James Tyler Kent. Er arbeitete daran jahrzehntelang
bis zu seinem Lebensende, wobei er es beständig mit
Arzneimittelprüfungen und klinischen Erfahrungen ergänzte.
Das vorliegende Werk ist eine originalgetreue Neuübersetzung des
bewährten Klassikers und beinhaltet im Vergleich zu anderen
Übersetzungen keine Zusätze. Die Mittelbezeichnungen wurden
aktualisiert. Das Werk umfasst neben dem Repertorium eine
40-seitige Einführung in die Repertorisation von Bidwell. Kent
selbst bezeichnete diese Einführung als"hervorragend"und
hat dazu das Vorwort geschrieben.
Das Erstaunlichste an diesem Werk ist der Preis. Es ist von allen
großen deutschsprachigen Repertorien das derzeit
preisgünstigste.
Wenn man in der Homöopathie über die reine Ratgeber-Literatur
hinausgehen will, ist ein Repertorium unabdingbar. Hier kann man
Symptome, wie sie der Patient äußert, direkt nachschlagen und die
dazugehörigen homöopathischen Mittel auffinden. Man kann nicht nur
Diagnosen wie Nierenkolik oder Ischias finden, sondern auch
spezifische Symptome wie"drücken der Schmerz im rechten Auge,
der bis zum Hinterkopf ausstrahlt und sich durch Bewegung
verschlimmert"nachschlagen. Dadurch kann sehr genau das
passende Mittel bestimmt werden.
A. Voegeli:"Den guten Homöopathen erkennt man daran, dass auf
seinem Schreibtisch der Kent und der Boericke liegen."
James Tyler Kent (1849-1916) Der wohl bedeutendste Homöopath seiner Zeit wurde im Jahr 1849 im Bundesstaat New York, USA, geboren. Nachdem er zunächst der Schule der Eklektiker anhing, wurde er schon bald ein glühender Verfechter der Lehren Hahnemanns. Jahrelang war er Professor an den bedeutendsten homöopathischen Hochschulen der USA, u.a. am Hering Medical College und am Hahnemann Medical College in Chicago. Insbesondere sein umfassendes Repertorium dient bis heute als Grundlage vieler moderner Repertorien. Mit seinem Tod im Jahr 1916 ging eine ganze Ära zu Ende.
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