"Dieses Buch schließt eine Lücke im Bereich der
myofunktionellen Therapie. Vielen PraktikerInnen sind zwar
Materialien wie z.B. Kau- und Saugschläuche bekannt, aber bisher
gab es keine veröffentlichte Anleitung zur Durchführung der
Übungen. Hier setzt das FMP an: Nach einer kurzen theoretischen
Einführung und der Darstellung der aktuellen logopädischen
Forschungslage zum Thema Mundfunktionsstörungen widmet sich dieses
Buch schwerpunktmäßig der Erläuterung der funktionalen Übungen des
FMP. Diese Übungen orientieren sich am Padovan-Mundprogramm und
arbeiten mit Teilen des von ihr empfohlenen Materials. Als
wichtigste Unterschiede zu Padovan sind zu nennen, dass das FMP
keine neuronale Reorganisation anstrebt und nicht als komplettes
Programm innerhalb einer umfassenderen Körpertherapie eingesetzt
werden soll. Im Gegenteil, das FMP stellt eine reine
Mundfunktionstherapie dar. Auch die individuelle Auswahl und
Anpassung der Übungen für den jeweiligen Patienten ist im FMP
gewünscht."
Dieses Buch schließt eine Lücke im Bereich der myofunktionellen
Therapie.
Vielen PraktikerInnen sind zwar Materialien wie z.B. Kau- und
Saugschläuche bekannt, aber bisher gab es keine veröffentlichte
Anleitung zur Durchführung der Übungen. Hier setzt das FMP an: Nach
einer kurzen theoretischen Einführung und der Darstellung der
aktuellen logopädischen Forschungslage zum Thema
Mundfunktionsstörungen widmet sich dieses Buch schwerpunktmäßig der
Erläuterung der funktionalen Übungen des FMP. Diese Übungen
orientieren sich am Padovan-Mundprogramm und arbeiten mit Teilen
des von ihr empfohlenen Materials. Daher werden im theoretischen
Teil in aller Kürze die therapeutischen Grundgedanken von Padovan
beschrieben und eine klare Abgrenzung der Behandlungen vorgenommen.
Als wichtigste Unterschiede sind zu nennen, dass das FMP keine
neuronale Reorganisation anstrebt und nicht als komplettes Programm
innerhalb einer umfassenderen Körpertherapie eingesetzt werden
soll. Im Gegenteil, das FMP stellt eine reine Mundfunktionstherapie
dar. Auch die individuelle Auswahl und Anpassung der Übungen für
den jeweiligen Patienten ist im FMP gewünscht. Dazu werden für jede
Übung Parameter beschrieben, anhand deren eine Entscheidung über
das weitere Vorgehen in der Therapie erfolgen kann.
In zehn Jahren entwickelte Petra Schuster das FMP zur Behandlung
von Kindern und Jugendlichen mit Mundfunktionsstörungen und
Sigmatismen. Die Behandlungen werden in der Regel als
Gruppentherapien mit vier Teilnehmer ab 6 Jahren durchgeführt.
Dabei erhält jeder Patient ein individuell zusammengestelltes
Programm, das sowohl von der Auswahl der Übungen als auch von der
konkreten Durchführung an das jeweilige Störungsbild angepasst
wird. Alle Übungen können genauso in der Einzeltherapie genutzt
werden, dann ist auch die Behandlung von jüngeren Kindern im
Vorschulalter möglich. Für die Therapie von Erwachsenen mit
Mundfunktionsproblematiken können einzelne Übungen ebenso verwandt
werden.
Dieses Buchist bewusst so gestaltet, dass ein schneller Überblick
über die Ziele, die Durchführung und Beurteilungskriterien der
einzelnen Übungen möglich ist. Anhand von Fotos und Beschreibungen
führt die Autorin systematisch durch die Therapie. Es werden die 16
Übungen des FMP mit folgenden Materialien vorgestellt: Saugtrainer,
Mundvorhofplatte, Trinkschlauch, großer und kleiner Kauschlauch,
Myoringe, Luftrüssel und Kombinationsübungen. Trainiert werden die
Funktionen Saugen, Nasenatmung, Kauen, Luftstromlenkung,
Mundschluss, Zungenruhelage und Schluckablauf. Die letzten beiden
Übungen des FMP beziehen sich dann auf die Schulung der auditiven
Differenzierung der Ziellaute und die Artikulationstherapie.
Der zweiseitige Dokumentationsbogen und das Heft sind als
Kopiervorlagen zur schnellen Handhabung in der Praxis gedacht und
daher besonders praxisnah gestaltet. Im Hausaufgabenheft werden
alle Übungen kurz kindgemäß beschrieben und durch eine kleine
Zeichnung ergänzt. Die in der Therapie vereinbarten Schritte, z.B.
die Übungsdauer und Häufigkeit werden jeweils ergänzt. So können
die Kinder zuhause selbständig üben und die Eltern sind über die
Therapieinhalte und -fortschritte informiert. Das Hausaufgabenheft
und auch der zweiseitige Dokumentationsbogen sind als
Kopiervorlagen gedacht.