Winterstarre / Robert Walcher Bd.8 - Rangnick, Joachim

Joachim Rangnick 

Winterstarre / Robert Walcher Bd.8

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Winterstarre / Robert Walcher Bd.8

Ein abgelegenes Hochtal in den Allgäuer Alpen und ein grauenvoller Fund: In einer Hütte liegen mehrere Leichen. Wer sind die Toten? Der Rechtsmediziner stellt fest, dass die Leute mit einem bislang unbekannten Virus infiziert wurden. Kommissar Brunner gründet eine SOKO, der sich auch Walcher anschließt. Die Jagd nach einem Gegner, der an Gier und Grausamkeit kaum zu überbieten ist, beginnt.


Produktinformation

  • Verlag: List
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 398 S.
  • Seitenzahl: 398
  • List Taschenbuch Nr.61075
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 125mm x 33mm
  • Gewicht: 390g
  • ISBN-13: 9783548610757
  • ISBN-10: 3548610757
  • Best.Nr.: 33366611
Joachim Rangnick, geboren 1947, ist studierter Grafiker und lebt in Weingarten. Heute widmet er sich ganz dem Schreiben. In seinen Kriminalromanen bringt sich Journalist Robert Walcher im beschaulichen Allgäu immer wieder in höchste Gefahr.

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Kundenbewertungen zu "Winterstarre / Robert Walcher Bd.8" von "Joachim Rangnick"

13 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.1 von 5 Sterne bei 13 Bewertungen ***** gut)
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Bewertung von anyways aus greifswald am 23.08.2012 ***** gut
Um das Überleben ihres Hofes im Mägertal zu sichern, kommen die Brüder Hiemer durch einen Bekannten, auf die Idee marokkanischen Gastarbeiter aufzunehmen und sie den umliegenden Höfen als billige Arbeitskräfte anzubieten. Alles ganz legal, anscheinend. Die große Organisation IFAM kümmert sich um alles. Gesagt, getan. Kurze Zeit später reisen die Ersten an, unter ihnen Tarik. Ein Marokkaner der kurz vor der Vermählung steht und noch einiges für die Aussteuer verdienen muss, damit er die ihm angedachte Samira auch wirklich ehelichen kann. Und wo lässt es sich leichter Geld verdienen als in Europa. Da er als einer der Einzigen seine Deutschkurse regelmäßig besucht hat, fungiert er bald als Dolmetscher zwischen seinen Landsleuten und den Hiemer-Brüder. Doch nachdem die anfänglichen Hürden wie Sprache, Essen und Unterkunft einigermaßen behoben wurden, wird ein Gastarbeiter krank und verstirbt kurze Zeit später. Die Krankheit ist äußerst ansteckend und weist eine hohe Letalität auf, die nicht nur bei den Gastarbeitern grassiert sondern auch unter den Bewohnern des abgeschiedenen Mägertales für deutliche Verluste sorgt.

Kommissar Brunner bittet Walcher sich den Hiemer-Hof mal genauer anzusehen, nicht wegen der Gastarbeiter, sondern weil ein Nachbar die Brüder verdächtigt, ihren Vater vielleicht ermordet zu haben. Brunner selbst kann nicht, da es nicht sein Einsatzgebiet ist. Na da Walcher dem Kommissar freundschaftlich verbunden ist, schnallt er sich die Ski unter und macht sich auf den beschwerlichen Weg, denn selbst das Allgäu erlebt einen sehr frühen, strengen und schneereichen Winter. Weit kommt er nicht und eh er sich versieht liegt er mit Waden- und Schienbeinbruch im Krankenhaus.

Währenddessen spitzt sich die Lage auf dem Hof zu und auch im Dorf kommt es zu unzähligen Erkrankten. Erst im Frühjahr wird das Ausmaß der Tragödie sichtbar, als in einer alten Berghütte unzählige Leichen gefunden werden. Doch was verbirgt sich dahinter? Brunner und Walcher nehmen die Ermittlungen gemeinsam in der neu gegründeten SOKO „Winterstarre“ auf.





Mein „dritter“ Fall mit Walcher und er wird mir zunehmend sympathischer. Sein Hang zu bizarren Storys, seiner Liebe zu Hof und Getier, Bewohner eingeschlossen, und sein Hang zum guten Tropfen haben einen hohen Wiedererkennungswert. Auch der, ich will meinen, leicht schnoddrige Erzählstil des Autors gefällt mir zunehmend.

Ragnick greift auch in seinem neuesten Walcher-Krimi ein brisantes Thema auf, die Panikmache der Pharma- und Gesundheitsindustrie und deren maßlose Gier nach immer höheren Profiten ausgelöst durch die Angst vor gefährlichen Krankheiten. Man denke da wirklich nur an die letzte Welle ausgelöst durch die Schweinegrippe.Leider muss ich Ragnick, trotz seiner guten Recherche über die sensiblen Bereiche auch ein paar Pünktchen abziehen, da er mir leider nur zu oberflächlich die Details schildert. Warum erkranken nur Männer an Ragnicks Virus. Das ist unlogisch und wird von Autor leider nicht näher erklärt. Auch das ein Infizierter gar keine Symptome zeigt entspricht nicht der Realität. Hervorragend dargestellt finde ich allerdings die Vetternwirtschaft in Politik, Wirtschaft, der Executive wurde infiltriert. Auch seine fulminante Steigerung der Geschichte zum Ende hin ist spannend und sehr unterhaltsam. Also bis auf ein paar kleine Schwächen ein sehr empfehlenswerter Krimi.

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Bewertung von Kuschelbu am 06.05.2012 ***** schlecht
Nachdem ich von Joachim Rangnick bereits "Bauernfänger" gelesen hatte und sehr begeistert war, freute ich mich auf den dritten Band rund um den Journalisten Walcher und einen spannenden Allgäuer Krimi.
Der Klappentext klang auch recht vielversprechend: in einer Hütte werden mehrere Leichen gefunden, die mit einem bisher unbekannten Virus infiziert wurden.
Womit ich in diesem Buch am wenigsten klar gekommen bin war der Schreibstil Rangnicks. Entweder war es mir in seinem zweiten Buch nicht aufgefallen, weil der Plott einfach packender war oder er hat sich erheblich verschlechtert. Meiner Meinung nach wurde zu viel erzählt, statt direkt erlebt. Die Handlungen wurden aneinenader gereiht und nicht aktiv durch den Protagonisten miterlebt.
Was mich außerdem gestört hat, war die Handlung. Im Nachwort behauptet der Autor zwar, dass seine Phantasien um Längen von der Realität geschlagen werden, aber als Leser konnte ich dem Autor die Geschichte einfach nicht abkaufen. Da gibt es Intrigen, die sich vom kleinen Allgäu über die ganze Welt entspannen und von der Polizei, über die Politik, den Forschern und den Industriellen alle involviert sind. Nur der Journalist Walcher und sein Freund der Hauptkommissar Brunner sind nicht beteiligt und decken die ganze Geschichte auf. Eine Tatsache, die auch nicht sehr realistisch erscheint, dass Polizei und Presse so eng miteinander arbeiten und Brunner jede Neuigkeit der Ermittlung an Walcher weiterträgt.
So hat mich dann am Ende einfach alles gestört an diesem Buch und ich musste mich so wie noch nie zuvor bei einem Buch zwingen es zu Ende zu lesen. Dies wollte ich aber unbedingt tun, in der Hoffnung, der Autor würde mich vielleicht doch noch überzeugen können. Vom Gefühl her, wurde es aber von Seite zu Seite schlimmer. Am Ende konnte ich es nicht mehr ertragen, wie der Journalist von allen Seiten gelobt wurde, wie gut er doch wäre. Als Leser hatte man eher das Gefühl, das Wissen wurde an Walcher nur so herangetragen, ohne dass dieser groß etwas dafür tun musste.
Für mich war dies definitiv das letzte Buch was ich von Rangnick gelesen haben werde. Es gibt einfach so viele gute und spannende Krimis auf dem Büchermarkt, dass ich es als Zeitverschwendung sehe weitere Bücher von ihm zu lesen.

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Bewertung von McFayden aus St. Ingbert am 27.04.2012 ***** weniger gut
Pharmakonzern experimentiert im Allgäu

Eine eigenartige Grippe, die zunächst nur ausländische Gastarbeiter befällt, kursiert im Mägertal. Nachdem kurz darauf auch Einheimische an der Virusinfektion sterben, wird um Kommisar Brunner die Soko „Winterstarre“ gebildet, die zusammen mit dem Journalisten Walcher aufklären soll, was hinter den mysteriösen Todesfällen im Allgäu steckt.

Leider nimmt Rangnick bereits von Anfang an jegliche Spannung aus der Geschichte heraus. Es beginnt im verschneiten Winter mit dem Leichenfund in der Hütte und dann wird detailliert beschrieben warum, weshalb und wie die Toten ins Mägertal gekommen sind und nach 180 Seiten langatmiger Ausführungen wird’s dann endlich interessant - der Zeitsprung ins Frühjahr und nach sagenhaften 190 Seiten beginnen endlich die Ermittlungen. Dabei weiß der Leser jedoch längst, wer die Leichen sind und wer sie „entsorgt“ hat. Daher ist die Tätersuche auch nicht mehr sonderlich spannend. Lediglich woher das Virus stammt und warum es ausgerechnet ins Mägertal gelangt ist, halten ein kleines bisschen Spannung aufrecht, die mich motiviert hat, das Buch doch noch zu Ende zu lesen.
Und das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt. Denn ab dem Punkt, an dem die Soko gegründet wird wird’s spannend, wenn auch teils ein bisschen unrealistisch. Denn dass z.B. die skurpellosen Epidemie-Verantwortlichen eines Pharmakonzerns ausgerechnet einen investigativen Journalisten auf ihrem ansonsten mit Leichen gepflasterten Weg verschonen, scheint mir nicht ganz glaubwürdig.

Wo einige Passagen sicherlich auch wortarmer hätten geschildert werden können, wurden andere wiederum nur angerissen: Zu langatmig und ausschweifend fand ich z.B. den Prolog, in dem ausführlich von Markus und seinem Sohn Willi berichtet wird, die die Leichen gefunden haben. Aber im Rest der Geschichte kommen beide nicht mehr vor. Die gleiche Befürchtung hatte ich zunächst auch in Bezug auf Walcher, doch nach 100 Seiten erschien er doch wieder auf der Bildfläche bekam schließlich seine bedeutende Rolle im Fall „Winterstarre“.
Als es um die Untersuchung der Leichen ging, wofür ein amerikanischer Experte von der Bodyfarm hinzugezogen werden sollte, dachte ich kurz, dass nun jeden Moment Dr. Hunter auf der Bildfläche erscheint und seinen gesammelten Erfahrungsschatz ausbreitet. Aber es blieb lediglich bei der Andeutung und was letztendlich die Obduktion ergeben hat wird nicht mehr im Detail erläutert.

Zusammenfassend hat mir die Thematik des Buches sehr gut gefallen, zumal sie nach den Epi- und Pandemien der letzten Jahre sehr aktuell ist. Schade nur, dass durch zu viele Unwesentlichkeiten zu oft vom Kern der Geschichte abgelenkt wird und dass es keinen wirklichen Spannungsbogen gibt.

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Bewertung von horrorbiene am 29.01.2012 ***** sehr gut
Winterstarre ist der bisher neuste und achte Band der Krimi-Serie um den Allgäuer Investigativ-Journalisten Robert Walcher. Die ersten sechs Bände sind zunächst im Selbstverlag erschienen und werden nun nach und nach bei List neu aufgelegt. Als nächstes erscheint der dritte Teil - Teil zwei wird eigenartigrweise vom Verlag übersprungen. Hier eine Liste der bisher erschienen Fälle. In Klammern steht der alte Titel soweit vorhanden.

1. Teil Bauernfänger (Die Lotto-Company)
2. Teil tba. (Die Austräger)
3. Teil Falkenjagd (Frische Hühnchen) (Erscheint September 2012)
4. Teil tba. (Viren-Mafia)
5. Teil tba. (Sonniger Herbst)
6. Teil tba. (Alte Kameraden)
7. Teil Der Ahnhof
8. Teil Winterstarre

Die Krimis von Herrn Rangnick sind keine klassischen Krimis. Statt eines ermittelnden Kriminalbeamten ist die Hauptperson der investigativ Journalist Robert Walcher  und Hauptperson ist zeitweise wirklich übertrieben, denn im ersten Teil des Buches ist Walcher alles andere als die Hauptperson. Doch nicht alle seine Romane sind so gestrickt. Rückwirkend betrachtet ist wirklich jeder drei bisher bei List erschienenen Bücher für sich gesehen anders. Dies finde ich sehr erfrischend: Im Prinzip weiß man, was man bekommt. Eine umfangreich gestaltete Kriminalgeschichte um Walcher im beschaulichen Allgäu mit Alpenpanorama. Und doch kommt alles ganz anders.
Im ersten Teil des Buches erlebt der Leser sozusagen die Vorgeschichte mit um dann im zweiten Teil der Sache mit Walcher auf den Grund zu gehen. So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen, vor allem, da der zweite Teil erst auf Seite 191 beginnt. Nach einer so langen Vorgeschichte muss der Leser doch alles wissen  so dachte ich zunächst, doch weit gefehlt. Die Geschichte ist so komplex, dass eine solch ausufernde Vorgeschichte sinnvoll ist und auch aufgrund des Charmes, den er versprüht (eingeschneite Berglandschaftsidylle vs. Kriminalität) sehr schön zu lesen.
Rangnick hat sich hier wieder einmal eine sehr vielschichtige Geschichte ausgedacht, die, wie er im Nachwort selbst sagt, zwar Fiktion ist, doch genauso gut grausame Realität sein könnte. Diesen politischen Spiegel, den der Autor uns vorhält, schätze ich an seinen Büchern sehr. Sie sind nicht einfach inhaltlich flach, sondern tiefgründig und gesellschaftskritisch. Leider schafft er es dadurch nicht immer einen durchgehenden Spannungsbogen zu kreieren. Dennoch reißt gerade diese Geschichte mit.
Ich persönlich liebe es Romane aus meiner liebsten Urlaubsregion zu lesen und nebenbei die Wanderkarte auszubreiten und Orte zu suchen und Wege nachzuvollziehen. Hier wurde vom Autor natürlich wieder einiges angepasst, dennoch finde ich gerade diesen Teil wirklich sehr gelungen. Rangnick fällt durch seine kritischen Romane und Walcher jedenfalls aus dem typischen Allgäu-Krimi-Schema heraus und bietet somit eine gelungene Abwechslung.

Fazit: Winterstarre ist ein gesellschaftskritischer Roman mit einer opulent gestalteten Geschichte, die wirklich aus dem Leben gegriffen scheint. Leider leidet unter der Zweiteilung der Spannungsbogen etwas, dennoch finde ich Winterstarre wirklich gelungen. Ein starker Krimi im wunderschönen Allgäu.

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Bewertung von Barbara R. aus Regensburg am 27.01.2012 ***** weniger gut
Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass ich den Autor vorher noch nicht kannte und somit auch nicht die Vorgänger der Buchreihe. Ob ich durch das Lesen dieser, besser mit dem Buch zurechtgekommen wäre, weiß ich nicht, aber ich denke wohl eher nicht.

Das Buch beginnt mit drei verschiedenen Erzählsträngen, deren Zusammenhang noch völlig unklar ist. Der Prolog baut sehr schnell große Spannung auf durch den Fund mehrerer Leichen in einer abgelegennen Berghütte, die Vater und Sohn total aus der Fassung bringen. Auch die kurze Vorstellung des Kommisars, der mit einer älteren Seherin, die gerade eine Vision hat, zusammenlebt, und zu guter letzt die Umsetzung einer höchst unortodoxen Geschäftsideee von zwei Brüdern, kommt gut an.

Die Spannung zu Beginn ist gleich da und man hat hohe Erwartungen an das Buch. Dies ändert sich aber leider im Verlauf des Buches. Ziemlich bald wird alles aufgeklärt und die komplette 'Lösung' des Falls wird schon vorweggenommen. Für den weitern Verlauf des Buches ist dies sehr schade, denn Spannung kam bei mir nicht mehr auf. Im Gegenteil zum Ende hin hab ich nur noch die Seiten gezählt, bis das Buch zu Ende war.

Der Schreibstil ist zwar sehr flüssig und klar, aber es kommen ab der Hälfte des Buches sehr viele Personen, Organisationen und sonstige Namen vor, die ich bis zum Schluss alle nicht immer eindeutig zuordnen konnte. Dadurch kann man auch schlecht eine Beziehung zu irgendwelchen Personen aufbauen. Wirklich schade, denn die Geschichte an sich und auch der Beginn der Story hat sehr viel Potenzial, die der Autor leider nicht genutzt hat. So gibt es von den anfänglichen fünf Sternen leider nur zwei.

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Bewertung von urmeli am 26.01.2012 ***** ausgezeichnet
Nach der Schneeschmelze wandern Vater und Sohn hinauf zu ihrer einsam gelegenen Berghütte in den Allgäuer Alpen. Der kleine Sohn öffnet die Tür - und läuft schreiend davon. In der Hütte befinden sich mehrere Leichen in Müllsäcken verpackt.
Wenige Seiten später erfährt der Leser wer die Leichen sind und wie sie gestorben sind. Nachdem Karl und Jakob Hiemer nicht nur den Hof sondern auch etwas Geld von ihrem Vater geerbt haben und die Reisen und Bordellbesuche auch nach Verbrauch des Geldes weitergehen sollen bauen sie ihren Bauernhof mit Fremdenzimmern aus. Die dort wohnenden 10 Marokkaner sind keine Touristen, sie hofften, ein paar Jahre in Deutschland arbeiten zu können um mit dem verdienten Geld ein besseres Leben in ihrer Heimat verbringen zu können. Die Arbeitsbedingungen bei der Zeitarbeitsfirma sind katastrophal, ein Hungerlohn für lange, schwere Arbeit. Und auch Karl und Jakob haben mit mehr Geld gerechnet. Sie haben den Marokkanern Unterkunft, Essen und den Weg zur Arbeit zu Ein hochspannender Thriller, der nicht davon lebt, wie jemand getötet wurde - das wird früh geklärt - sondern welche Organisationen, welche Machenschaften und Seilschaften dazu geführt haben. Joachim Rangnick gelingt es mit wenigen Sätzen, dass man sich in die unterschiedlichsten Personen hinein versetzen kann, egal ob es der Wirtschaftsboss, der Staatsanwalt, der Landarzt, die Kleinbauern im Mägertal oder der Marokkaner Tarik ist. Vom Schreibstil ein sehr gutes Buch.
ermöglichen. Als dann der erste Marokkaner mit hohem Fieber erkrankt und kurz danach verstirbt wollen Karl und Jakob heraus aus diesem Geschäft und merken mit wem sie sich eingelassen haben. Nach und nach erkranken und sterben die Muselmannen an der seltsamen Krankheit - bis auf Tarik, ihm gelingt die Flucht mitten im Winter. Aber nicht nur die Marokkaner erkranken, der plötzliche Tod greift im ganzen Mägertal um sich. Vom Gesundheitsministerium wird der Grund vertuscht.
Der freischaffende Journalist Robert Walcher wird in die SOKO Winterstarre zur Aufklärung der Todesfälle eingebunden. Er untersucht das Reiseunternehmen, dass die Marokkaner ins Land geholt hat und wer alles ein Interesse an der Vertuschung der Vorfälle hat.

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Bewertung von flyingmouse88 aus Kärnten am 18.01.2012 ***** schlecht
Inhalt:

Im Mägertal sterben plötzlich marokkanische Leiharbeiter an einem mysteriösem Virus, schon bald darauf sterben auch Einheimische daran. Kommissar Brunner gründet daraufhin die SOKO Winterstarre, bei der auch der Journalist Robert Walcher mitarbeitet.

Meine Meinung:

Nach der Leseprobe war ich wirklich schon sehr gespannt auf das Buch und konnte es kaum erwarten mit dem Lesen zu beginnen.
Umso größer war die Enttäuschung!
Bereits im Vorfeld wird klar wer die Leichen in der Almhütte sind und wie es dazu gekommen ist, jegliche Spannung wird dadurch vorweg genommen und meine Leselust sank ins Unermessliche. Im weiteren Verlauf wird die Fallaufklärung behandelt.

Die Protagonisten des Buches wurden ganz gut dargestellt und auch die Umgebung konnte man sich bildlich vorstellen, der Autor ging wirklich in kleinste Details. Allerding hinderte das kaum den Lesefluss, es ist sehr flüssing und leicht geschrieben, wäre es spannender, könnte ich es kaum weglegen.

Fazit:

Das Buchcover ist schön gelungen, die Beschreibungen sind detailiert, doch das wichtigste fehlt in diesem Krimi - die Spannung!
Ich würde das Buch nicht noch einmal lesen, ich lese lieber Bücher in denen die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht bleibt. Meiner Meinung ist das Buch zu langweilig und eher etwas für Krimifans mit ganz schwachen Nerven :)

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Bewertung von horseshoe28 aus Hamburg am 09.01.2012 ***** ausgezeichnet
Wunderbare Winterlektüre aktualisiert

Ein untypischer Krimi, der mich abends oft am Einschlafen gehindert hat, weil ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Zum Inhalt

Rätselhafter Leichenfund in den Alpen: in einer Berghütte werden mehrere Tote gefunden. Im selben Tal sterben zeitgleich gehäuft Einwohner an einer Virusinfektion. Ausgangspunkt ist ein Bauernhof, auf dem eine Gruppe Marokkaner untergebracht sind, die als illegale Leiharbeiter beschäftigt werden. Der ermittelnde Kommissar macht einen Journalisten zum Mitglied seiner SOKO. Dessen Recherchen decken Zusammenhänge zwischen den Todesfällen, verschiedenen Organisationen, Konzernen und Ämtern auf. Seine Veröffentlichungen sollen eine Verschwörung ans Licht bringen, die große Kreise zieht.

Spannung

Am Ende spitzen sich die Ereignisse noch sehr dramatisch zu. Das hatte ich nicht erwartet, fand es spannend aber nicht unbedingt notwendig. Im ersten Teil der Geschichte wird schon sehr viel verraten: wer sind die Toten, wie sind sie gestorben und was hat dazu geführt. Die wirklich Verantwortlichen sitzen aber sehr viel weiter weg und werden erst im zweiten Teil gefunden.

Wie genau die Spannung hier aufgebaut wird, habe ich nicht durchschauen können. Das Buch ist aufgeteilt in ganz viele kurze Kapitel, es wird aus den verschiedensten Perspektiven erzählt, teilweise mit kurzen Zeitsprüngen. Eigentlich könnte die Aufmerksamkeit eines Lesers dabei leicht verloren gehen, aber bei mir war das Gegenteil der Fall: ich wollte unbedingt immer noch das nächste Kapitel lesen (egal wie spät es schon war).

Hauptpersonen

Die ersten beiden Robert Walcher Fälle kannte ich nicht, darum musste ich mich erst an den Journalisten als Ermittler gewöhnen. Die Hürde dabei: zu akzeptieren, dass er offiziell zum Mitglied einer SOKO wird, in der Realität wohl reichlich unwahrscheinlich. Zum Fall passt es aber und die Zusammenarbeit mit dem Kommissar ist stimmig beschrieben.

Es werden reichlich Details aus dem Alltag der Hauptpersonen berichtet, ihr Privatleben, der familiäre Hintergrund, ihre Träume und Probleme. Dadurch wird nicht nur der Journalist zu einer interessanten Figur, sondern auch alle übrigen Personen - insbesondere eine Krankenschwester, der überlebende Marokkaner und natürlich die verschrobenen, eigenbrötlerischen Talbewohner.

Für die vielen Opfer gilt dies allerdings nicht – sie bleiben anonym und Grauen entsteht nur durch die große Zahl an Todesfällen, passend zur indirekten Verursachung ihres Todes.



Kulisse

Obwohl die Recherchen teilweise auch ins europäische Ausland führen, steht im Mittelpunkt ein kleines Tal in den Allgäuer Alpen. Und dieser Schauplatz wird sehr liebevoll und sehr ausführlich beschrieben. Die winterliche Atmosphäre in den Alpen kann man sich nicht nur vorstellen, sondern fast fühlen und sich dafür begeistern – sogar wenn man aus Norddeutschland stammt und das Meer viel lieber mag als Berge.

Einschätzung

Absolut empfehlenswert, ich freue mich schon sehr darauf den nächsten Krimi von Joachim Rangnick zu lesen.

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Bewertung von Lilli15 aus HC am 07.01.2012 ***** gut
Zum Buch:

In einem abgelegenen Hochtal im Allgäu werden in einer Hütte mehrere Säcke mit Leichen gefunden. Schnell findet man heraus, um wen es sich dabei handelt. Der Gerichtsmediziner stellt fest, das sie mit einem noch unbekannten Virus infiziert sind. Kommissar Brunner gründet daraufhin eine SOKO, welche sich „Winterstarre“ nennt. Der Journalist Robert Walcher schließt sich den Ermittlungen an und gerät daraufhin sogleich in ein Netz von Habsucht und Gier, wo Menschenleben keine Rolle mehr spielen. Bald schon muss er auch um sein Leben fürchten........

Meine Meinung:

Bei diesen Roman handelt es sich um eine packende Geschichte. Man kann nicht so einfach mit dem Lesen aufhören. Allerdings sollte man sich von Beginn an klar machen, das es sich doch eher um einen Krimi aus dem Milieu der Industrie, hier speziell der Pharmaindustrie, handelt. Sicher wird dieses Thema nicht jeden ansprechen. Auch ist das Allgäu als Schauplatz dieser Tragödie etwas gewöhnungsbedürftig. Die Protagonisten hingegen gefallen mir sehr gut. Hier nutzt doch tatächlich mal eine Frau die Gunst der Stunde, den Mann zu verführen, welcher Schutz in ihrem Haus sucht. Journalist und Kommissar arbeiten ausnahmsweise mal zusammen statt gegeneinander und die Familie von Walcher ist auch sehr sympathisch. Auch sind einige Passagen sehr lustig beschrieben, was die ganze tragische Thematik doch ab und zu etwas auflockert.

Fazit:

Für mich ein guter Krimi, der Schreibstil ist flüssig, das Thema zwar der Phantasie des Schriftstellers entsprungen aber keineswegs unlogisch. Man hofft allerdings als Leser, das solche Dinge in der Realität niemals passieren werden.

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Bewertung von Ardillas aus Taunus am 31.12.2011 ***** schlecht
Meiner Meinung nach hält das Buch nicht, was die Leseprobe versprochen hat.

Winterstarre handelt von dem leider immer aktuellen Thema "Verbreitung eines Virus, um eigenen Impfstoff verkaufen zu können". Der Virus wird durch den Einsatz illegaler Arbeiter in der ganzen Welt verbreitet bzw. es wird versucht, ihn auf diesem Weg zu verbreiten. Unter anderem auch im Mägertal, wo Robert Walcher zuhause ist. Dieser deckt mit Kommisar Brunner die Machenschaften auf.

Zu den Charaktären:

Robert Walcher: er ist Journalist. Das schließt schon mal ein, dass er neugierig und beharrlich ist. Ansonsten ist er ein eher ruhiger Charakter, der das Leben durchaus genießen kann. Er ißt gerne und er bevorzugt guten Wein.

Kommisar Brunner: ein eher aufbrausender Charakter, der sich aber genauso schnell wieder beruhigt. Er steht komplett hinter seinem Fall und versucht auch gegen die Obrigkeit seine Ermittlungen aufrecht zu erhalten.

Der Marokaner Tarik: er ist zielstrebig, hat einen ungeheueren Überlebenswillen und ist gradlinig. Mutig stellt er sich sämtlichen Gefahren und ist für seine Kollegen da.



Die Umsetzung des doch recht interessanten Themas ist Rangnick meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen. Es ist teilweise sehr verwirrend. Das mag auch daran liegen, dass der Autor eher unwichtige Dinge ebenfalls beschreibt, sodass der Leser sich oft fragt, was genau das denn nun an dieser Stelle zu suchen hat, da der Inhalt völlig irrelevant für den weiteren Verlauf ist. Der Untertitel "Ein neuer Fall für Rober Walcher" ist ziemlich weit hergeholt. Denn aufgeklärt wird der Fall nicht von Robert Walcher, sondern von sehr vielen Zufällen ohne die niemand jemals diesen Fall auch nur bemerkt hätte. Und manche Zusammenhänge sind mir bis heute nicht klar. Auch finde ich es eher störend, dass alle 3 bis 4 Seiten eine neue Kapitelüberschrift anfängt. Das stört eher den Lesefluss als das es hilfreich wäre.

Fazit: Das war mein erstes und letztes Buch von Joachim Rangnick.

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