Das Maß ist voll - Schmalz, Ulla

Ulla Schmalz 

Das Maß ist voll

Für Angehörige von Alkoholabhängigen

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
15 ebmiles sammeln
EUR 14,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Das Maß ist voll

Endlich eine verlässliche Klärungshilfe für Angehörige von Alkoholabhängigen! Dieser Ratgeber unterstützt dabei, eine realistische Bestandsaufnahme der familiären Situation zu machen, die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.

In den Jahren der schleichenden Entwicklung einer Alkohol-abhängigkeit sind Angehörige von Alkoholkranken ratlos und verunsichert. Sie trauen ihren Augen nicht und fragen sich immer wieder, ob es wirklich ein Alkoholproblem gibt oder ob sie mit ihren Sorgen übertreiben. Die Autorin, Mutter zweier Söhne, war lange Zeit mit ihrem alkoholabhängigen Ehemann zusammen, bevor sie sich trennte, und rät Angehörigen zur Klarheit: Augen öffnen, Realitäten erkennen, Realitäten akzeptieren, handeln. Ihr Buch hilft Angehörigen, Alkoholprobleme zu identifizieren und zwischen den Bedingungen zu unterscheiden, die sie ändern können und jenen, die sie dem Trinkenden überlassen müssen.


Produktinformation

  • Verlag: Balance Buch + Medien
  • 2011
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 176 S.
  • Seitenzahl: 176
  • BALANCE ratgeber
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 142mm x 15mm
  • Gewicht: 319g
  • ISBN-13: 9783867390101
  • ISBN-10: 386739010X
  • Best.Nr.: 20927011
Ulla Schmalz ist von Beruf Krankenschwester. Nach vielen Jahren im Sozialpsychiatrischen Dienst leitet sie heute zwei Hotels für psychisch kranke Obdachlose in Köln.

Leseprobe zu "Das Maß ist voll"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Das Maß ist voll zu blättern!



Leseprobe zu "Das Maß ist voll" von Ulla Schmalz

Wenn das Trinken nicht aufhört (S. 130-131)

Man hat mich gelehrt, dass Fortschritt niemals rasch und niemals leicht zu erreichen ist.
Marie Curie


Sie haben nun unser ausgefeiltes Suchthilfesystem kennengelernt. Bei so vielen Angeboten sollte man eigentlich davon ausgehen, dass auch für Ihren Angehörigen die richtige Hilfe dabei ist. Es gibt aber keine Garantie, dass er sie nutzt, und natürlich kann es auch sein, dass er schlechte Erfahrungen macht und resigniert – und Sie auch.

Es wäre unrealistisch, die Tatsache zu ignorieren, dass es Menschen gibt, die den Weg aus der Sucht nicht schaffen und die sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode trinken. Dann haben Sie als Angehöriger nur noch die Wahl, zuzusehen oder wegzugehen. In der Fachwelt geht man davon aus, dass ca. 50% der Abhängigen es schaffen, langfristig abstinent zu leben. Was natürlich bedeutet, dass die andere Hälfte es nicht schafft.

Dieser Prozess des Niedergangs kann sich über mehrere Jahre hinziehen. Der körperliche und geistige Verfall ist schleichend und lange Zeit können die Folgeerkrankungen auch ausheilen. Doch irgendwann machen die Leber, die Bauchspeicheldrüse und das Herz nicht mehr mit. Die fortwährende Vernachlässigung von fester Nahrung tut ihr Übriges. Wenn das Gehirn geschädigt ist, verliert der Mensch auch die Fähigkeit zur Selbstfürsorge.

Vor diesem Schicksal bewahrt einen auch nicht die genaue Kenntnis der Alkoholkrankheit und des Hilfesystems: Eine Bekannte, eine gelernte Sozialarbeiterin, hat viele Jahre gute Arbeit in einem Jugendamt geleistet. Dabei wurden auch Familien mit Suchtproblemen von ihr beraten und dies sehr qualifiziert. Sie war eine warmherzige, humorvolle und disziplinierte Frau, immer gepflegt und jederzeit hilfsbereit. Ihre kleine Wohnung, die sie nach ihrer Scheidung und dem Auszug ihres erwachsenen Sohnes mit ihren zwei Katzen teilte, war liebevoll eingerichtet und wir haben dort einige schöne Feste gefeiert.

Allerdings hatte ich zwischendurch immer wieder den Verdacht, dass ihr Trinken sich von meinem und dem ihrer Freunde unterschied, sagte aber nichts, bis ihr Sohn mich bat, ein ernsthaftes Gespräch mit ihr über ihr Trinkverhalten zu führen. Dies tat ich und daraufhin brach sie den Kontakt zu mir ab.

Andere Freunde und Bekannte hatten sich schon lange vorher abgewendet. Ihre Arbeit hatte sie aufgegeben. Und so hätte sie sich langsam, aber sicher ihrem Tod entgegen getrunken, wenn nicht die Nachbarn irgendwann eingegriffen hätten, weil es so penetrant aus der Wohnung roch. Sie riefen den psychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes an und meine Bekannte wurde aufgrund ihrer fortgeschrittenen Alkoholerkrankung und akuten Selbstgefährdung zwangsweise in eine Klinik eingewiesen und von dort mit einem Korsakow- Syndrom, einer schweren Gehirnschädigung, in ein Wohnheim verlegt.

4 Marktplatz-Angebote für "Das Maß ist voll" ab EUR 7,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 7,00 1,10 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung yologa 100,0% ansehen
gebraucht; gut 7,50 1,80 Banküberweisung Frauenbuchladen Xanthippe 99,6% ansehen
wie neu 14,40 0,00 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
wie neu 35,95 0,00 PayPal Quickwork Consultants 100,0% ansehen
Mehr von