Zu Beginn einer Therapie fühlen sich alkoholabhängige Menschen oft
überfordert, weil sie sich nicht vorstellen können, von der Sucht
loszukommen. Muss ein Alkoholiker sich einem Arzt offenbarenund
einen klinischen Entzug machen, um eine sichere Basis für seine
Nüchternheit zu schaffen, oder reicht es, Selbsthilfegruppen für
Alkoholiker zu besuchen? Auch wenn der Alkoholiker die anfängliche
Euphorie des Trockenseins hinter sich hat, gelingt es nicht jedem,
sein Leben ohne Alkohol zu stabilisieren. Helfen Selbsthilfegruppen
für Alkoholkranke dann dabei, ehrlich mit sich und anderen
umzugehen, um nüchtern zu bleiben? Dieses Buch versucht Antworten
auf diese Fragen zu finden. Der Schwerpunkt dieses Buches evaluiert
den Genesungsprozess in den Selbsthilfegruppen der Anonymen
Alkoholiker (AA). Dazu wird die Geschichte und das Konzept der AA
vorgestellt und sechs Betroffene und ein Experte interviewt, um mit
deren Aussagen vier Thesen über Wirkfaktoren bei den AA zu
überprüfen. Dieses Buch richtet sich gleichwohl an Fachleute, die
sich über die Krankheit Alkoholismus informieren wollen, wie auch
an Betroffene und deren Angehörige, die Wege aus der Krankheit
Alkoholismus mit Hilfe von AA suchen.
Rita Knoll-Franz, Dipl. Soz.-Päd. Studium der Sozialpädagogik und Sozialarbeit mit Schwerpunkt Familientherapie und Suchtbehandlung an der EFH Ludwigsburg-Reutlingen. Zuvor langjährige Tätigkeit im Afrika-Referat eines Missionswerkes. Jetzt Mitarbeiterin in einer Psychotherapeutischen Praxis im Mittleren Neckarraum.
Sitemap: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20