Yasmina Khadra schreibt über die Tragödie unserer Zeit
Ghachimat ist ein friedliches Dorf am Fuße des Tlemcen-Gebirges.
Ein Dorf wie jedes andere: Man liebt sich, man haßt sich, man
intrigiert. Algier ist weit, und die politischen Unruhen, die sich
dort abspielen, berühren die Leute in Ghachimat zunächst nicht
sonderlich. Drei Freunde, der Polizist Allal, der Lehrer Kada und
der arbeitslose Jafer werben um dasselbe Mädchen, Sarah, die
Tochter des Bürgermeisters. Als Allal Sarah schließlich heiratet,
bittet der frustrierte Kada den ortsansässigen Imam, ihn als
Freiwilligen zu den Mudjaheddin nach Afghanistan zu
entsenden.
Nach Jahr und Tag kehrt er als glühender Fundamentalist zurück und
wird zum neuen Emir gewählt. Das Dorf polarisiert sich, der
Islamismus zieht immer mehr Enttäuschte in seinen Bann, spaltet
Familien und Freundschaften. Kada eröffnet den Feldzug gegen die
Vertreter der Staatsmacht im Dorf, gegen ihre Sympathisanten. Das
Morden beginnt. Und damit eine Tragödie, die eindringlich und
schonungslos die Entmenschlichung unter einem religösen
Terror-Regime schildert.
"Die Bücher von Yasmina Khadra sind spannend, sie sind
herzzerreißend, sie
sind gleichzeitig großartige Literatur und erschütternde
Zeitgeschichte."
WDR
"Aus genauer Kenntnis beschreibt Khadra die allgegenwärtige
Gewalt." Die Zeit
Yasmina Khadra ist der Künstlername des 1955 geborenen Autors Mohammed Moulessehoul. Als hoher Offizier der algerischen Armee veröffentlichte er seine ersten Bücher wegen der strengen Zensurbestimmungen unter den beiden Namen seiner Frau. Erst nachdem er im Dezember 2000 mit seiner Familie nach Frankreich ins Exil gegangen war, konnte er dieses Pseudonym lüften. Yasmina Khadra lebt heute in Paris.
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