Von Alexander dem Großen existieren heute viele Bilder: Er ist
Endecker, Forscher, Eroberer, Kulturbringer, Städtegründer,
Zerstörer, Segen und Geißel der Menschheit. Nach Meinung der einen
betrieb er die Aussöhnung des Westens mit dem Osten, öffnete Europa
den Zugang zu einer neuen Welt, nach Meinung der anderen
vernichtete er planlos alte Kulturen, führte einen Eroberungskrieg
ohne sichtbares Ziel. All diese Vorstellungen sind schon in den
Quellen angelegt. Die Legende von Alexander dem Großen begann
bereits, als er im Frühjahr 334 v. Chr. zu seinem Zug gegen das
Perserreich aufbrach.
Anhand wichtiger Episoden aus dem Leben Alexanders wie der Fahrt
über den Hellespont, der Lösung des Gordischen Knotens, der
Indienfahrt, der Begegnung mit den Amazonen oder auch dem Tod des
Königs in Babylon geht Wolfgang Will der Entstehung und Geschichte
der verschiedenen Legenden nach.