Amerika zur Zeit des großen Goldrauchs: Der Mischlingsrüde Buck
führt auf dem kalifornischen Anwesen des Richters Miller als Haus-
und Hofhund ein ruhiges und beschauliches Leben. Doch als er von
einem verzweifelten Angestellten seines Herrn entführt und nach
Alaska verschleppt wird, beginnt für ihn eine grausame Leidenszeit.
Unter harten Bedingungen wird er zum Schlittenhund abgerichtet und
muss sich fortan gegen skurpellose Besitzer und andere Hunde
behaupten. Jack Londons mitreißend erzählter Roman "Ruf der
Wildnis" (1903) ist mehr als nur eine Tiergeschichte - mit
seinen eindrucksvollen Naturschilderungen ist er zum Klassiker der
amerikanischen Literatur avanciert.
Jack London wird am 12. Januar 1876 in San Franzisko geboren und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Er schlägt sich als Fabrikarbeiter, Austernpirat, Landstreicher und Seemann durch, holt das Abitur nach, beginnt zu studieren, geht dann als Goldsucher nach Alaska, lebt monatelang im Elendsviertel von London, gerät als Korrespondent im russisch-japanischen Krieg in Gefangenschaft und bereist die ganze Welt. Am 22. November 1916 setzt der berühmte Schriftsteller auf seiner Farm in Kalifornien seinem zuletzt von Alkohol, Erfolg und Extravaganz geprägten Leben ein Ende.