Erfurt, Columbine, Emsdetten: Diese Orte sind Synonym für Amokläufe
oder schwere Gewalttaten durch Jugendliche an Schulen. Was haben
diese Gewalttaten gemeinsam? Wer sind die Täter? Welche Rolle
spielen gesellschaftliches Umfeld und Medien? Wie entwickeln die
Täter ihre tödlichen Phantasien?
Frank J. Robertz und Ruben Wickenhäuser vom Berliner Institut für
Gewaltprävention und angewandte Kriminologie (IGaK) tragen in
diesem ersten anwendungsorientierten Fachbuch zum Thema die
unterschiedlichen Aspekte anhand bekannter Fälle zusammen:
Präventionsmöglichkeiten, Einschätzung von Bedrohungen,
Krisenintervention, Umgang mit traumatisierten Schulgemeinschaften
und auffälligen Jugendlichen, Hilfestellungen für Lehrer,
Polizisten und Eltern. Ziel ist stets die realistische
Gefahreneinschätzung und -vorbeugung. Arbeitsmaterialien und
Checklisten unterstützen Schulpsychologen, Krisenteams und
Lehrerkollegien bei der Vorbereitung des Ernstfalls.
Ausstattung/Bilder: XII, 246 S. m. 43 Abb. u. 6 Tab.
Best.Nr. des Verlages: 12821860
Deutsch
Abmessung: 251mm x 176mm x 20mm
Gewicht: 657g
ISBN-13: 9783642113093
ISBN-10: 3642113095
Best.Nr.: 29968314
Dr. Frank Robertz (Kriminologe) ist tätig für das IGaK (Institut für Gewaltprävention und angewandte Kriminologie, Berlin). Schwerpunkte der Arbeit: Analyse, Prävention und Intervention von Gewalt an Schulen, Jugenddelinquenz, medieninduzierter Gewalt und Formen der Tötungsdelinquenz sowie entsprechende Fortbildungen für Lehrkräfte, Psychologen, Pädagogen und Polizeibeamte. Hinzu kommt die Arbeit mit Strafgefangenen und die Fortbildung von Mitarbeitern im Justizvollzug.
Aus dem Inhalt 1. Taten (Was sind "School Shootings"? Beispiel: Moses Lake, Ausmaß von School Shooting). 2. Täter (Lebensphase Jugend, Beispiel: West Paducah). 3. Lebensumfeld (Beispiel: Red Lake, Kontrolltheorien: Beziehungen, die von Taten abhalten). 4. Neue Medien (Beispiel: Erfurt, Diskussion zur Medienwirkung, Jugendmedienschutz). 5. Phantasiewelten (Beispiel: Littleton, Phantasie als Schlüssel zur Wahrnehmung, Phantasie im Kontext jugendlicher Amokläufer, Überreaktionen). 6. Nachahmungstaten (Beispiel: Conyers, Nachahmungstäter und Trittbrettfahrer, Lehren aus der Selbstmordforschung, Pressearbeit zur Vermeidung von Nachahmungstaten, Überhöhung und Ikonisierung der Täter). 7. Intervention und Prävention: Intervention nach Tatbeginn (Wichtige Informationen in Amoksituationen, Vorbereitende Zusammenarbeit von Schule und Polizei, Zur Wertung von Drohungen aus polizeilicher Sicht), Intervention vor Tatbeginn (Beispiel: Brannenburg, Bedrohungsmanagement), Prävention (Umgang mit gefährdeten und gefährlichen Schülern, Vorsorge). 8. Traumabewältigung (Beispiel: Meißen, Traumatische Belastung, Möglichkeiten der Unterstützung). 9. Verdeutlichung der Buchinhalte am Beispiel Emsdetten. Anhang: Notfallordner (Arbeitsblätter für Lehrerkollegien und Polizei; Vorbereitung des Ernstfalls; Literatur).
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