Schwarz-Weiß Geschichten aus Deutschland und Afrika
Trotz 48 Grad im Schatten herrscht schon seit mehreren Tagen Strom-
und Wasserausfall im Extremen Norden Kameruns. Deshalb werden die
beiden Schwestern Amaya und Aminatou zum Wasser holen in die
Wohnviertel am Stadtrand geschickt, wo die Brunnen noch nicht
erschöpft sind. Unterwegs beobachten die beiden Mädchen drei junge
weiße Männer, die auf einer verwilderten Grünfläche merkwürdige
Dinge tun. Davon handelt eine der Kurzgeschichten. Andere befassen
sich mit der Frage nach dem Eheglück ohne Stammhalter, mit dem
Brief eines zehnjährigen Schülers an Barack Obama oder mit einer
jungen Journalistin aus Bonn, die sich von ihrem Chefredakteur
einen äußerst lästigen Auftrag andrehen lässt, der eine ganz andere
Wendung nimmt als erwartet...
Wie für das Genre der Kurzgeschichte typisch, könnte jede dieser
Storys auch an einem ganz anderen Ort spielen. Alle in den Texten
handelnden Personen sind frei erfunden. Doch im Mittelpunkt der
Episoden stehen Menschen, die im Miteinander von "Schwarz und
Weiß" Situationen erleben, wie sie tagtäglich überall auf der
Welt so geschehen könnten.
Claudia Sessouma, von Beruf Realschullehrerin und Journalistin, lebte von 2007 bis 2010 mit ihrer Familie in Kamerun. Dort war ihr Mann für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) tätig. Das Ehepaar hat drei gemeinsame Kinder. Die Autorin hat an der Universität Regensburg Betriebswirtschaft, Germanistik, Geographie und Erziehungswissenschaften studiert sowie Anthropologie am Scripps College in Claremont/Kalifornien, USA. Am Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V. hat sie parallel zu ihrem Studium eine dreijährige journalistische Ausbildung absolviert und war im Anschluss daran für verschiedene Zeitungen, Agenturen und Hörfunksender freiberuflich tätig. Seit einigen Jahren befasst sie sich journalistisch und schriftstellerisch schwerpunktmäßig mit interkulturellen und gesellschaftspolitischen Themen, insbesondere Afrika und das Miteinander von "Schwarz und Weiß" betreffend.
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