Das Wetter in Afrika - Gellhorn, Martha

Martha Gellhorn 

Das Wetter in Afrika

Novellen

Übersetzung: Miriam Mandelkow
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Das Wetter in Afrika

"Das Wetter in Afrika" erzählt die Geschichte der nicht so glanzvollen Tochter einer Hoteliersfamilie im afrikanischen Hochland, die schließlich zur Glücksbringerin ihrer Eltern wird. Die Erzählung einer Afrika-Retterin, die einen scheinbar sinnlosen Tod findet und die Geschichte eines vom Krieg verstörten Engländers, der eine heruntergekommene Farm kauft und so in die schlimmsten aller Ehen hineingerät. Martha Gellhorn erzählt leidenschaftlich und unerbittlich.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 283 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 288
  • Fischer Taschenbücher Bd.17984
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 125mm x 20mm
  • Gewicht: 225g
  • ISBN-13: 9783596179848
  • ISBN-10: 359617984X
  • Best.Nr.: 33371435

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

In Meike Fessmanns Augen ist Martha Gellhorn eine Schriftstellerin, deren Werk sich vor allem durch ihren Lebensweg erschließt. Als Reporterin, weiß die Rezensentin, bereiste Gellhorn über fünfzig Länder und gründete mehr als zwanzig Mal ein neues Zuhause. So erkennt Fessmann auch in den vorliegenden Novellen Seelenbilder von Menschen, die "aus allen Zusammenhängen herausgerissen" wurden. Doch richtig stark findet sie nur die mittlere der drei in diesem Band versammelten afrikanischen Erzählungen; in der Novelle "Am Meer", findet sie all die "kühle Bitterkeit", die sie an Gellhorn so schätzt, sowie ein geschicktes Spiel mit dem trügerischen Wohlbehagen. Die beiden anderen Novellen sind für Fessmanns Geschmack etwas "überfrachtet", so dass sie in ihnen die Skizzen für einen Roman vermutet, für den der Autorin letztlich der lange Atem fehlte. Extra-Lob geht an die "vorzügliche" Übersetzung Miriam Mandelkows.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.11.2008

Verwundet im Hochland

Martha Gellhorn ist die berühmteste Kriegsreporterin des zwanzigsten Jahrhunderts: Auch in ihren afrikanischen Novellen herrscht Krieg - aber hier ist die menschliche Psyche das Schlachtfeld.

Von Sandra Kegel

Als Martha Gellhorn 1998 mit neunundachtzig Jahren starb, war in allen Nachrufen die Rede von ihrer Ehe mit Ernest Hemingway. Das hätte der berühmten Kriegsberichterstatterin nicht gefallen. "Über Hemingway reden alle", sagte sie einmal spitz, "ich erlaube mir den Luxus, es nicht zu tun." Sie wollte mehr sein als "die Fußnote im Leben eines anderen". Dieses Ziel hatte Martha Gellhorn, die heute vor hundert Jahren in St. Louis/Missouri zur Welt kam, freilich schon zu Lebzeiten erreicht. In ihrer sechzig Jahre währenden Karriere, die 1930 als Korrespondentin in Paris begann, ließ sie bis ins hohe Alter keinen Kriegsschauplatz aus. Das "Desaster Girl", so ihr Spitzname, war im Spanischen Bürgerkrieg wie im Zweiten Weltkrieg, in Indochina, Vietnam, im Mittleren Osten und in Panama. Rastlos reiste sie von Land zu Land, von Krieg zu Krieg und begründete dabei eine Form des Erlebnisjournalismus, die uns heute vertraut …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.12.2008

Eine Sehnsucht nach Fürsorge
Martha Gellhorns Novellen „Das Wetter in Afrika”
Die Ruhe der afrikanischen Landschaft und das Farbenspiel eines unendlich weiten Horizonts schweben als schützender Dunst über diesen drei Novellen Martha Gellhorns. Während sie mit kühler Bitterkeit menschliche Abgründe in Augenschein nimmt, bildet sie zugleich kleine Hoffnungsinseln aus. Sie entstehen gerade dort, wo ihre Protagonisten alle Ambitionen fahren lassen und damit einverstanden sind, dass ihre Existenz aufs einfache Überdauern zusammenschrumpft. Und sie haben immer mit Kindern und Kindlichkeit zu tun, mit dem Glück von Fürsorge und Nähe und dessen Bedrohung durch die Brutalität des Todes und die erbarmungslosen Lebensverhältnisse Ostafrikas.
Die drei Novellen inszenieren auf unterschiedliche Weise das Problem „überzähliger Menschen”. Die erste und die dritte Novelle sind lose miteinander verbunden, die zweite, mit nüchterner Geradlinigkeit und rasanten Perspektivwechseln erzählt, bildet das Haupt- und Mittelstück des Triptychons. „Am Meer” erzählt von einer Amerikanerin, die sich an Weihnachten in einem kenianisches Luxushotel eingemietet hat. …

Weiter lesen

"Alle drei Novellen spielen in den 1950er und 1960er Jahren in Ostafrika: Das waren die letzten Jahre eines kolonialherrlichen Lebensstils weißer Farmer und Großwildjäger im Hochland am Victoria-See und in ihren Safari-Luxushotels am Kilimandscharo oder am Indischen Ozean - eines Lebensstils, den Martha Gellhorn mit scharfem Detailblick und einem feinen Ohr für die Tonfälle und sozialen Nuancierungen der weißen Siedler untereinander plastisch darstellt. Sie kann glaubhaft schildern, wie in den Golf- und Tennis-Clubs, in den Hotel-Bars der Weißen und bei den Tee-Gesellschaften der Siedler-Frauen geredet wurde - neugierig, klatschsüchtig und hämisch."
Sigrid Löffler, Deutschlandradio Kultur

"Obwohl ihre Prosa von der Kritik gelobt wurde, und sogar der notorische Vergleich mit Hemingway - zu Recht - zu ihren Gunsten ausfiel, war Martha Gellhorn selten zufrieden."
Gabriele Killert, Deutschlandfunk

"Drei Novellen hat Martha Gellhorn, die 1998 verstorbene Königin des sanften Sarkasmus, in diesem Band gesammelt. Klug und kritisch beobachtet sie darin die Atmosphäre auf dem Schwarzen Kontinent zwischen Kolonialherrschaft und Unabhängigkeit. Miriam Mandelkow hat diesen Band hervorragend übersetzt, wie bereits die vorangegangenen Bücher der Weltreisenden, Kriegsreporterin und Frauenrechtlerin Gellhorn."
Silja Ukena, Brigitte

"Eine luzide reißfeste Prosa entsteht aus Dialogen und inneren Monologen, Kette und Schuss, in der die Figuren zappeln oder zappeln lassen. Ganz selten gelingt dem einen oder der anderen, was der Menschheit im Ganzen nicht gelingen will: aus Schaden etwas klüger, durch Niederlagen geschwächt, einen Hauch menschlicher zu werden. Wer sich von der Malice dieser Geschichten bezaubern lassen will: Drei Novellenbände sind im Dörlemann Verlag in der exquisiten Übersetzung von Miriam Mandelkow bisher erschienen."
Gabriele Killert, Die Zeit

"In den Novellen des Bandes Das Wetter in Afrika setzt Martha Gellhorn der Schönheit des Kontinents ein Denkmal, ohne die dunklen Spuren der Kolonialherrschaft zu verleugnen."
Vogue

"Paare hiess, schlicht und knapp, der Erzählband, mit dem der Dörlemann-Verlag seine Hommage an Martha Gellhorn eröffnete. Mit Das Wetter in Afrika - im Original 1978 unter dem Titel The Weather in Africa erschienen - liegt nun ein weiteres Buch der amerikanischen Journalistin und Schriftstellerin vor, deren hundertster Geburtstag am 8. November zu feiern wäre.
Paare - das ist auch das Leitmotiv in den mittlerweile drei Erzählsammlungen, die Miriam Mandelkow im Rahmen dieses editorischen Projekts elegant und feinhörig übertragen hat. Doch obwohl im jüngsten Buch die Beziehung zwischen Mann und Frau wiederum eine tragende Rolle spielt, sind die Texte hier noch durch eine weitere Paarkonstellation verbunden. Zwei Kinder - eins dunkel, eins hell - sind die Pole, zwischen denen die Schriftstellerin in jeder der drei kurzen Novellen ein anderes Spannungsfeld aussteckt."
Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung
MARTHA GELLHORN wurde am 8. November 1908 in St. Louis geboren. Sie studierte in Bryn Mawr, ging 1930 nach Paris. 1937 folgte sie Ernest Hemingway in den Spanischen Bürgerkrieg. Bis zum Ende des Kalten Krieges war sie bei jedem wichtigen internationalen Konflikt an vorderster Front dabei, um als Kriegsreporterin darüber zu berichten. Martha Gellhorn starb auf eigenen Wunsch am 16. Februar 1998 im Alter von 90 Jahren in London.
Seit ein paar Jahren haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Ausgewählte Werke Martha Gellhorns neu oder erstmals auf Deutsch vorzulegen.

MIRIAM MANDELKOW, 1963 in Amsterdam geboren, arbeitet als Lektorin und Übersetzerin. Sie lebt in Hamburg und in Arkadien, Griechenland. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung Martha Gellhorns Erzählbände Paare, Muntere Geschichten für müde Menschen und Das Wetter in Afrika sowie ihre Ausgewählten Briefe, Patrick Hamiltons Romane Hangover Square und Sklaven der Einsamkeit, Michael Frayns Roman Gegen Ende des Morgens sowie der letzte Vortrag von Edward Said Freud und das Nichteuropäische und Louise Carpenters Ida & Louise.

6 Marktplatz-Angebote für "Das Wetter in Afrika" ab EUR 1,84

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 1,84 1,95 PayPal, Banküberweisung happyshop1 100,0% ansehen
4,45 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), offene Rechnung Davids Antiquariat + catch-a-book 99,6% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,95 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,99 0,00 PayPal, Banküberweisung Rhein-Team Lörrach 99,8% ansehen
gebraucht; wie neu 9,49 1,00 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung jo1u 98,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 11,50 0,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, offene Rechnung ModAnOn.de 99,0% ansehen
Mehr von