"Mankell ist ein im besten Sinne spannender Roman gelungen,
eine Beschreibung Afrikas ohne jede Romantisierung und
Idealisierung. Selten ist menschliches Scheitern beeindruckender
beschrieben worden als von Henning Mankell." Walter Wuttke im
"Rheinischen Merkur"
"Der weiße Mann arbeitet schnell und hart, aber Eile und
Ungeduld sind in den Augen der Schwarzen ein Zeichen fehlender
Intelligenz." – Eigentlich hatte der junge Mann nur eine kurze
Reise nach Afrika machen wollen, aber dann war er neunzehn Jahre
geblieben. In Lusaka übernimmt er die Hühnerfarm einer weißen
Engländerin und verfolgt ehrgeizige Reformpläne: Er will neue
Häuser für die Schwarzen bauen, ihnen höhere Löhne bezahlen und
ihren Kindern eine Schule einrichten.
Er sorgt für die Witwe eines schwarzen Handwerkers und ihre vier
Töchter, deren jüngste für ihn wie eine eigene Tochter ist. Doch
bald mehren sich die Zeichen, daß sich die Zustände nicht so rasch
in seinem Sinne ändern lassen. Seine weißen Nachbarnwerden
massakriert. Und der Mann, den er für seinen einzigen Freund hält,
rät ihm, für immer wegzugehen ...
"Mankell ist ein im besten Sinne spannender Roman gelungen, eine Beschreibung Afrikas ohne jede Romantisierung und Idealisierung. Selten ist menschliches Scheitern beeindruckender beschrieben worden als von Henning Mankell." Walter Wuttke, Rheinischer Merkur
»Was als Zufallsspiel und Tagtraum begonnen hatte, wird zu einer Lebensaufgabe - und angesichts der dort herrschenden politischen Verhältnisse allmählich zu einem Kampf um Leben und Tod. Henning Mankells neuer Afrika-Roman erzählt von den Gegensätzen zwischen Afrika und Europa, von den Folgen des Kolonialismus in einem jungen, unabhängig gewordenen afrikanischen Staat, dessen Bewohner zwischen Korruption und Terror auf der einen und Freiheitsdrang und Idealismus auf der anderen Seite leben. Ein spannender und kluger, keineswegs pessimistischer Roman, der in eindrücklichen Bildern über die Faszination und die Fremdheit des >dunklen Kontinents< reflektiert.« Neue Zürcher Zeitung
Henning Mankell, 1948 als Sohn eines Richters in Stockholm geboren, wuchs in Härjedalen auf. Als 17-jähriger begann er am renommierten Riks-Theater in Stockholm, das Regiehandwerk zu lernen. 1972 unternahm er seine erste Afrikareise. Sieben Jahre später erschien sein erster Roman "Das Gefangenenlager, das verschwand". In den kommenden Jahren arbeitete er als Autor, Regisseur und Intendant an verschiedenen schwedischen Theatern. 1985 wurde Henning Mankell eingeladen, beim Aufbau eines Theaters in Maputo, Mosambik, zu helfen. Er begann zwischen den Kontinenten zu pendeln und entschied sich schließlich, überwiegend in Afrika zu leben. Dort ist auch der größte Teil der Wallander-Serie entstanden. Außerdem schrieb Henning Mankell Jugendbücher, von denen mehrere auch in Deutschland ausgezeichnet wurden. 2009 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis.
Leseprobe zu "Das Auge des Leoparden / Großdruck" von Henning Mankell