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Big Chiefs
Roman
Aus d. Engl. v. Thomas Brückner
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Hammer
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 272 S.
- Seitenzahl: 272
- Deutsch
- Abmessung: 212mm x 134mm x 29mm
- Gewicht: 450g
- ISBN-13: 9783779502319
- ISBN-10: 3779502313
- Best.Nr.: 25680168
Produktbeschreibung zu "Big Chiefs"
Beschreibung
Eines Nachts verlässt er die Grube, um einen lang gehegten Plan auszuführen. Um seinetwillen, um des Alten willen. Und um des Mädchens willen, das wie er in der Grube lebt und seine Kinder mit bitteren Pflanzen am Leben hält. Inmitten eines apokalyptischen Szenarios entspinnt sich eine hochmoralische Geschichte.
Meja Mwangi gibt seiner Stadt und seinen Protagonisten keine Namen. Er wählt für seinen Roman die Form der Parabel, denn was er erzählt, scheint erschreckend wiederholbar. Es trifft die Ereignisse in Ruanda, findet Parallelen in Somalia, in Zimbabwe und in der jüngsten Geschichte Kenias.
01.07.2009
Das Elend und die Wut
Meja Mwangis Parabel über den Völkermord in Ruanda
Über den Völkermord einen Roman zu schreiben ist ein heikles
Unterfangen. Welches Einzelschicksal soll man denn erzählen, um
darin das namenlose Leiden einer Unzahl anderer darzustellen?
Welche Perspektive muss man finden, um das ganze Grauen überhaupt
zu fassen? Und was für eine Sprache kann das alles ausdrücken? Der
kenianische Autor Meja Mwangi, Jahrgang 1948, versucht es mit einer
Parabel, einer düsteren, fast statischen Erzählung von
zeichenhafter Holzschnittartigkeit, in der alle Charaktere zu
eindimensionalen Typen werden und alle Dialoge zum Austausch
repräsentativer Standpunkte.
Schauplatz ist ein Slumbezirk am Rande irgendeiner afrikanischen
Großstadt, kaum mehr als eine Müllhalde voll Elend, Not und Wut.
Dort sammeln sich die Ausgestoßenen und die Verdammten jener
schönen neuen Welt, die von der postkolonialen Moderne eigentlich
errichtet werden sollte und die schon bald im Morden einer wütenden
Elite unterging. Sämtliche Orte und Figuren bleiben namenlos, doch
die Zeichen, die der Text an vielen Stellen setzt, weisen ganz klar
auf Ruanda als …
15.09.2009
Ein neue Übersetzung aus dem bereits 1998 gestarteten Projekt
"Rwanda - ecrire par devoir de memoire" hat Angela
Schader gesichtet. Den Versuch, den Genozid dem Vergessen zu
entreißen, findet sie so wichtig wie schwierig. Deutlich erkennt
sie, wie sehr der Schock des in Ruanda Geschehenen den Autor
"paralysiert". Meja Mwangis literarisches Können,
namentlich sein Humor, so gibt uns Schader zu verstehen, tritt in
diesem Buch hinter das Grauen zurück, das der Autor nur mittels
"schematischer" Figuren und pauschalisierender
Formulierungen überhaupt zu fassen vermag. Schader hält das für
bedauerlich, weil die spezifische Tragödie Ruandas so im
Allgemeinen afrikanischer Missstände untergeht.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Meja Mwangi"
Meja Mwangi, geboren 1948 in Nanyuki, Kenya, ist einer der
bekanntesten zeitgenössischen Autoren Kenias.
Nach dem Abitur entschied er sich trotz Zulassung zum Studium, als
technischer Angestellter in Nairobi zu arbeiten. Seit dem Erfolg
des Romans 'Kill me quick' (1973), der mit dem Jomo
Kenyatta-Award ausgezeichnet wurde, arbeitet er als freier
Schriftsteller. Seine Romane und Kinderbücher sind in zehn Sprachen
übersetzt worden. Zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielt
er seit Mitte der 80er Jahre, darunter den Deutschen
Jugendliteraturpreis 1992 für 'Kariuki'. Er hat zahlreiche
Literaturpreise in Großbritannien und Kenia erhalten. 1992
wurde'Kariuki' mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis
ausgezeichnet.

























