Simbabwe, Kongo, Nigeria, Somalia ... Sie berichtete über das
politische Geschehen in afrikanischen Krisengebieten, hatte
Flüchtlingslager und Kindersoldaten vor der Kamera. Sie sah
Menschen vor ihren Augen sterben - an Hunger, an Erschöpfung, durch
Schüsse, durch Tretminen. Ihre Stellungnahmen wurden live in die
Abendnachrichten eingespielt: Die Journalistin Katja Dannemann hält
sich für abgebrüht, was das Leben angeht. Auch das Lieben. Bis sie
Irina tifft. Fünf Jahre war Katja in Afrika als Korrespondentin für
einen privaten TV-Sender tätig, ehe sie nach Deutschland
zurückkehrt. Dort wartet auf sie nicht nur ihre Schwester Sophie
mit Familie, sondern leider auch ein wenig erfreulicher Job als
Redaktionsleiterin beim Stadtfernsehen. Ein Lichtblick in ihrem
Leben ist Irina, eine russische Studentin, die als Au-pair-Mädchen
bei ihrer Schwester arbeitet. Von der ersten Begegnung an fühlt
sich Katja zu der jungen Frau hingezogen. Irina erwidert Katjas
Zuneigung, und alles deutet allmählich darauf hin, dass tatsächlich
Liebe im Spiel ist. Doch davon will Katja nichts wissen. Liebe ist
ein trügerisches Gefühl, lautet ihre Devise. Eine eigene
zerbrochene Beziehung und die zerrüttete Ehe ihrer Eltern gelten
ihr als warnende Beispiele. Erst als ihre Schwester schwer
erkrankt, beginnt Katja ihre Lebenshaltung zu überdenken und sich
mit ihrer Vergangenheit wie auch mit ihrer Gegenwart
auseinanderzusetzen.
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