Unter Beschuss - Lindemann, Marc

Marc Lindemann 

Unter Beschuss

Warum Deutschland in Afghanistan scheitert

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Unter Beschuss

In Afghanistan tobt ein Guerilla-Krieg - und die Bundeswehr ist nur noch damit beschäftigt, sich selbst zu verteidigen. Statt für Sicherheit und Wiederaufbau zu sorgen, kämpfen die 4000 Soldaten gegen Raketen, Sprengfallen und die Taliban an - für jährlich 500 Millionen Euro an Steuergeldern.

Durch ihre Unentschlossenheit und fehlerhafte Strategie hat die Bundesregierung die Schlagkraft der Taliban sogar gestärkt. Dabei verfügt die Bundeswehr über die Mittel zur Abschreckung und Reaktion. Doch Berlin will sie nicht einsetzen. Der Politologe Marc Lindemann war mehrmals als Nachrichtenoffizier im afghanischen Kundus aktiv. In seiner klugen, schonungslosen Analyse deckt er die bittere Wahrheit des deutschen Einsatzes auf. Er enthüllt anhand konkreter Beispiele, wie das Unvermögen der Politik sinnlos Menschenleben kostet und das weltweite Ansehen Deutschlands ruiniert.

»Dieser Einsatz ist ein Desaster! Wir können doch nicht auf Waffen verzichten, nur weil sie kriegerisch aussehen.« Volker Rühe
»Es ist eine Hybris anzunehmen, den Krieg nach eigenen Regeln führen zu können.« Der Spiegel


Produktinformation

  • Verlag: Econ
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 282 S., farb. Fototaf. u. 2 Ktn.
  • Seitenzahl: 282
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 136mm x 27mm
  • Gewicht: 424g
  • ISBN-13: 9783430300469
  • ISBN-10: 3430300460
  • Best.Nr.: 28005309
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2010

Der Grimm der Soldaten

Marc Lindemann war als Offizier in Afghanistan und berichtet detailliert über das, was beim Einsatz der Bundeswehr schiefläuft.

Von Wilfried von Bredow

Der Untertitel dieses fulminanten Berichts mit den Erfahrungen und Ansichten eines meinungsfreudigen Nachrichtenoffiziers der Bundeswehr in Afghanistan ist missverständlich, denn viele werden ihn lesen als Prognose des nicht zu verhindernden Scheiterns oder sogar als Aufforderung, die deutschen Truppen so rasch wie möglich aus Afghanistan zurückzuholen. Das liegt aber gar nicht in der Absicht des Autors, im Gegenteil. Leider hat Marc Lindemann seinen Hang zu reißerischen und zuweilen auch völlig unangemessenen Formulierungen und Charakterisierungen nicht bezähmt. Der Grund dafür mag ein tiefsitzender Groll gegen all jene in Deutschland sein, die den Soldaten im Afghanistan-Einsatz seiner Meinung nach nicht genügend Respekt zollen und Unterstützung gewähren. Die Liste der so Kritisierten ist lang. Von Verteidigungsminister Jung ("unverschämt") reicht sie über den Generalinspekteur Schneiderhan ("ranghöchstes Hasenherz") und die zivile und militärische Spitze des …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Marc Lindemann nimmt kein Blatt vor den Mund, und manchmal geht das dem Rezensenten Wilfried von Bredow gehörig auf die Nerven, etwa wenn Lindemann, Nachrichtenoffizier der Bundeswehr, über das politische herzieht. Aber dann ist Bredow gewillt, diese "verbale Kraftmeierei" aus dem Frust heraus zu entschuldigen, den die Bundeswehr in Afghanistan angestaut haben muss. In der Sache und der politischen Einschätzung nämlich geht Bredow mit Lindemann durchaus d'accord, und den Bericht über die verfahrene Lage in Afghanistan, seine Analyse und seine Forderungen findet der Rezensent alles andere als abwegig. Dabei sind in Bredows Sicht die Ursachen für die bisherigen Fehlschläge nicht allein in Deutschland zu suchen, sie finden sich in allen beteiligten Nationen, aber hier sei der Unwillen besonders groß, mit militärischen Mitteln Politik zu betreiben.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Das Buch rüttelt mit Provokanz, klarer Struktur und verständlichem Stil auf." (Lausitzer Rundschau)<br/><br/>"Besticht durch Faktenreichtum und Anschaulichkeit. Lindemann nimmt, und an vielen Stellen auch völlig zu Recht, kein Blatt vor den Mund." (FAZ)

»Das Buch rüttelt mit Provokanz, klarer Struktur und verständlichem Stil auf.« Lausitzer Rundschau, 08.03.2010 »Besticht durch Faktenreichtum und Anschaulichkeit. Lindemann nimmt, und an vielen Stellen auch völlig zu Recht, kein Blatt vor den Mund.« FAZ, Wilfried von Bredow, 17.03.10 »Bravo! Lektüre dieser Art braucht unsere Zeit mehr als Thriller von Dan Brown und Stieg Larsson« Die Zeit, KLaus Heyde, Pirna, 15.4.2010

"Das Buch rüttelt mit Provokanz, klarer Struktur und verständlichem Stil auf." Lausitzer Rundschau, 08.03.2010 "Besticht durch Faktenreichtum und Anschaulichkeit. Lindemann nimmt, und an vielen Stellen auch völlig zu Recht, kein Blatt vor den Mund." FAZ, Wilfried von Bredow, 17.03.10 "Bravo! Lektüre dieser Art braucht unsere Zeit mehr als Thriller von Dan Brown und Stieg Larsson" Die Zeit, KLaus Heyde, Pirna, 15.4.2010
Marc Lindemann ist Politologe und war mehrmals als Nachrichtenoffizier für die Bundeswehr in Afghanistan. Er war für die Gewinnung und Aufbereitung sicherheitsrelevanter Informationen zuständig, schrieb Lageberichte und stand in engem Kontakt zur afghanischen Bevölkerung sowie zu befreundeten Streitkräften und Geheimdiensten.

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