Im Garten des Lichts - Levi, Peter

Peter Levi 

Im Garten des Lichts

Mit Bruce Chatwin durch Afghanistan

Aus d. Engl. v. Jörg Trobitius
Broschiertes Buch
 
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Im Garten des Lichts

Peter Levis Reise mit Bruce Chatwin durch das Afghanistan der frühen siebziger Jahre: Eine Zeit, als Krieg und Zerstörung noch in weiter Ferne lagen und das Land für seine atemberaubenden Landschaften des Hindukusch und seinen kulturellen Reichtum bekannt war. Dreißig Jahre später gelesen, klagt dieses Buch die Tragödie der letzten Jahrzehnte an - und erinnert an eine Vergangenheit, die dem neuen Afghanistan helfen kann, eine Vorstellung von seiner Zukunft zu gewinnen.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 347 S. m. 1 Ktn.-Skizz., 16 meist farb. Fototaf.
  • Seitenzahl: 352
  • Fischer Taschenbücher Bd.16111
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 126mm x 22mm
  • Gewicht: 281g
  • ISBN-13: 9783596161119
  • ISBN-10: 3596161118
  • Best.Nr.: 13272035
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.08.2002

Porträt eines Landes als alter Staat
Farbe, wo wir sonst nur schwarzweiß sehen: Peter Levis große Kulturreportage über Afghanistan

"Als wir aufbrachen", schreibt Peter Levi über seine Reise, "waren die Amerikaner auf dem Mond." Das ist auf den ersten Blick nicht mehr als eine Reminiszenz an die sensationelle Mission von Apollo 11, von der Kunde selbst an einen Ort gelangt war, der damals noch als hinter dem Mond liegend gelten konnte: Kabul. Doch Levi hängt eine Fußnote an, und darin findet sich eine bemerkenswerte Passage: "Als wir ein paar Wochen später in Nuristan waren und ein Flugzeug über unsere Köpfe hinwegflog, fragten uns die Träger, ob es wahr sei, daß diese an Orten wie Amerika und Rußland von Menschen gemacht würden, oder ob es wahr sei, daß sie vom Himmel kämen? Als wir sagten, sie würden auf Erden gebaut, nickten sie mit dem Kopf. Ja, sagten sie, so etwas haben wir uns schon gedacht." Das war 1969.

Seitdem sind viele Flugzeuge aus Rußland und Amerika über Afghanistan geflogen, und niemandem dort werden sie noch als Himmelsboten erscheinen. Es sind solche Schilderungen in Peter Levis Buch - und es gibt einige von …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.11.2002

Es ist genug
Afghanische Blütenlese: Peter Levi
war mit Bruce Chatwin unterwegs
Das arme Afghanistan musste im Lauf der Jahrtausende wahrlich viele Heimsuchungen über sich ergehen lassen, neben Alexanders Griechen, den Mongolen, Briten, Hippies, Russen, al-Qaida-Arabern und den Amerikanern auch Bruce Chatwin und Peter Levi – sowie jetzt, mit dreißig Jahren Verspätung, obendrein noch die Übersetzung von Levis Afghanistanbuch beziehungsweise das, was der Verlag für eine solche hält. Es mag ja kurzweilig sein, wenn sich englische Wendungen ohne Umstände und Schwierigkeiten aus der deutschen Übertragung erschließen lassen, dennoch gilt vorderhand: Die englische Sprache ist englisch und die deutsche deutsch. Die Zeiten, da schlechtes Englisch und schlechtes Deutsch zu einer neuen, wunderbaren, hoch differenzierten Sprache amalgieren werden, dürften wir Zeitgenossen kaum mehr erleben.
In der deutschen Ausgabe von Levis Buch war die „Expedition von ernsthafter Dauer”, und der „Entwicklungsgang (Chatwins) als Schriftsteller war ein langer”. Von den beiden heißt es: „Wir hatten unsere Nachteile: Bruce war verheiratet ... ich war …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Gennaro Ghirardelli ist so schockiert von der schlechten Übersetzung dieses Reiseberichts, dass er die zwei Drittel seiner Rezension mit der Auflistung von absurden Stilblüten füllt. Dabei bemerkt er süffisant: "Die Zeiten, da schlechtes Englisch und schlechtes Deutsch zu einer neuen, wunderbaren, hoch differenzierten Sprache amalgieren werden, dürften wir Zeitgenossen kaum mehr erleben." Zu guter Letzt vermutet er sogar ein Computerprogramm als Urheber dieser Übersetzung. Deshalb empfiehlt Ghirardelli denen, die tatsächlich Interesse an dieser "halb historisch-naturwissenschaftlich, halb subjektiv-literarischen Reisebeschreibung" haben, sich an die englische Originalversion zu halten. Doch findet er auch diese "eintönig" und vermutet, dass das Buch vor allem deshalb nach dreißig Jahren erstmals übersetzt wurde, weil Afghanistan derzeit ein zugkräftiges Thema ist - und der Reisebegleiter des Autors, Bruce Chatwin, ebenfalls.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Levis Buch ist eines der letzten Relikte, die aus Afghanistans Geschichte überlebt haben." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.02
Peter Levi (1931- 2000) interessierte sich seit seiner Jugend für Archäologie und die Antike. Er wurde Jesuit, gab das Priesteramt 1977 auf und schrieb Reportagen über archäologische Themen und Reisebücher. Daneben entstand ein vielseitiges erzählerisches und lyrisches Werk.

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