Ein Tor zur Welt - Moore, Lorrie

Lorrie Moore 

Ein Tor zur Welt

Roman

Übersetzung: Frank Heibert u. Patricia Klobusiczky
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Ein Tor zur Welt

"Ein Roman, der das Herz öffnet." -- Brigitte

"Tassie Keltjin ist zwanzig Jahre alt, als sie die elterliche Farm verlässt. Amerika rüstet zum Einsatz in Afghanis- tan, und sie beginnt zu studieren, rührend entflammt für Sylvia Plath und Simone de Beauvoir. Sie braucht einen Job und findet ihn als Teilzeit-Kindermädchen bei Sarah und Edward, die dabei sind, ein Kind zu ad- optieren. Mit der fragilen Anmut einer Schlafwandlerin gerät Tassie in eine erste Liebe und immer tiefer hinein in das komplizierte Leben einer fremden Fami- lie. Wie fern ihr in einem knappen Jahr die ländliche Kindheit, Eltern und Bruder gerückt sind, merkt Tassie, als sie jäh sowohl ihre Liebe als auch ihren Job verliert. Die Schlafwandlerin wacht auf und nichts ist mehr, wie es war, am wenigsten sie selbst."


Produktinformation

  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 118mm x 30mm
  • Gewicht: 305g
  • ISBN-13: 9783833308260
  • ISBN-10: 3833308265
  • Best.Nr.: 34451086
"Ein Roman, der das Herz öffnet." (Brigitte)

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Angela Schader wundert sich sehr, wie schwer Lorrie Moore hier mitunter ins Straucheln gerät, wie viele Ausrutscher ihr unterlaufen. Denn eigentlich schätzt die Rezensentin Moore als erfahrene Autorin, die ihre erzählerische Waffen immer wieder auch in kurzen Formen geschliffen und meisterlich geführt hat. Zu viele Patzer also, als dass Schader den Roman in Gänze empfehlen könnte: Die junge Tassie geht zum Studieren nach Troy fängt dort als Babysitterin bei einer erfolgreichen Geschäftsfrau an, die ein Kind adoptiert. Allein das Herzstück des Romans, diese Geschichte der missglückenden Adoption, findet Schader sehr gelungen, wie auch die beteiligten Personen all die "gereifte Kunst" erkennen lassen, zu der Moore fähig sei.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.03.2011

Alles auf Raumspray

Sprachbombardierung: Die Amerikanerin Lorrie Moore ist eine Meisterin der kurzen Form - aber nicht des Romans.

Von Eva Menasse

Ein eher unproduktives Gefühl ist die enttäuschte Liebe. Sie macht nicht nur bitter und faltig, sondern wahrscheinlich ungerecht, weil der Blick an den Extremen hängenbleibt, auf die Fallhöhe zwischen Erwartung und Enttäuschung konzentriert, und die Zwischentöne und Schattierungen auf der Strecke bleiben.

Zum Thema Liebe: Die Kurzgeschichten und Erzählungen der Autorin Lorrie Moore gehörten seit vielen Jahren zum Besten und Schrägsten, was die intelligente amerikanische Literatur zu bieten hatte. Die umjubelte Miranda July schien direkt aus Moores Schreibseminar gekommen. Und neben Moores literarischem Laserschwert wirkte, nur zum Beispiel, ein Philip Roth, den man hierzulande gern für den Olymp des amerikanischen Witzes hält, wie der redundante, joviale Viagra-Opa, der er, von ein paar Ausnahmen abgesehen, seit vielen Büchern und Jahrzehnten ohnehin ist. In ihren Erzählungen, die in den Bänden "Leben ist Glückssache", "Pepsi Hotel" und "Was man von einigen Leuten nicht behaupten …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Hochsympathisch ist sie mir, diese Tassie Keltjin. Wie sie da neben sich steht, wie sie mit Liebe und Verlust kämpft. Wie sie versucht, in ihrem ersten Studienjahr zu kapieren, wozu das eigentlich gut ist. Also alles. Sie liest Sylvia Plath und spielt traurige Melodien auf ihrem Bass. Sie nimmt einen Job als Babysitterin an, bei einer weißen Familie, die dabei ist, ein schwarzes Kind zu adoptieren. Klar, dass sich da alsbald das ach so liberale Amerika und seine Ressentiments bemerkbar machen. Und nebenbei wird zum Krieg in Afghanistan gerüstet. Beachtlich viele Themenfelder greift Loorie Moore, die durch Kurzgeschichten bekannt wurde, in "Ein Tor zur Welt" auf. Sie pendelt hin und her zwischen brisanten amerikanischen Gesellschaftsthemen und der fragilen Psyche ihrer Hauptfigur. Souverän, genauso wie ihr Schreibstil. Zielstrebig, alles in diesem Roman ist miteinander verknüpft und macht an der richtigen Stelle Sinn. Bis auf eine Sache vielleicht: Was die Kartoffel auf dem Cover der deutschen Ausgabe soll, das frage ich mich bis heute. Aber daran ist sicherlich nicht Moore Schuld. (ml)
"Lorrie Moore wurde 1957 in Glens Falls, New York geboren. Sie lebt in Madison und lehrt Anglistik an der University of Wisconsin.

Moore gehört zu den renommiertesten Autorinnen zeitgenössischer amerikanischer Literatur."

Leseprobe zu "Ein Tor zur Welt"

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