Die reden - Wir sterben - Timmermann-Levanas, Andreas; Richter, Andrea

Andreas Timmermann-Levanas Andrea Richter 

Die reden - Wir sterben

Wie unsere Soldaten zu Opfern der deutschen Politik werden

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Die reden - Wir sterben

Die kaputte Truppe
Deutsche Soldaten kämpfen und sterben im Krieg in Afghanistan. Die Gefallenen werden mit militärischen Ehren in der Heimat beerdigt. Über 40 deutsche Soldaten sind gefallen, Zehntausende sind traumatisiert. Alltag in Deutschland. Erst jetzt werden die Mängel an Ausbildung und Ausrüstung der Truppe diskutiert, die politische und die militärische Führung versuchen noch immer, die Gefahren und Konsequenzen zu verharmlosen. Für Tausende von Soldaten geht der Kampf nach ihrer Rückkehr weiter: Sie werden mit ihren Erlebnissen, mit ihren physischen und psychischen Verwundungen und Verletzungen alleingelassen. Eine rechtmäßige Unterstützung müssen sie oft vor Gericht erstreiten. "Die reden - Wir sterben": Diese traurige Bilanz zieht der langjährige Berufssoldat und Oberstleutnant a. D. Andreas Timmermann-Levanas aus über 20 Jahren Berufserfahrung. Er schildert erschütternde Erlebnisse und kritisiert grundsätzliche Probleme der Einsatzarmee. Das Buch zeigt, was sich ändern muss, um die Soldaten nicht weiter kaputt zu machen.


Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 267 S., farb. Fototaf.
  • Seitenzahl: 268
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 135mm x 20mm
  • Gewicht: 465g
  • ISBN-13: 9783593393421
  • ISBN-10: 3593393425
  • Best.Nr.: 29921233
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.09.2010

Durch die Bürokraten-Hölle
So darf die Bundeswehr nicht mit ihren Veteranen umgehen

Seit einiger Zeit kann man in den Medien vermehrt über ehemalige Soldaten der Bundeswehr hören und lesen, die im Auslandseinsatz waren und unter einer Krankheit leiden, die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) genannt wird. Darunter ist ein Syndrom von psychischen und somatischen Leiden gemeint, die in ihrer Summe die Berufsfähigkeit der Veteranen drastisch einschränken und ihr Alltagsleben oftmals zur Hölle machen. Der Name ist relativ neu, aber die Sache selbst ist so alt wie die Geschichte menschlicher Kriege. In unserer postheroischen Gesellschaft erscheint sie allerdings als besonders ungewöhnlich und erschreckend.

In dieser Zeitung wurde solch ein Fall am 24. Juli 2010 geschildert, und nicht ohne grimmige Anteilnahme konnte man dort lesen, wie im Fall des früheren Eliteeinheit-Soldaten Daniel L. der Dienstherr sich auf schwer angreifbar-bürokratische Weise seiner Fürsorgepflicht entzogen hat. Man muss es so deutlich sagen. Auch der vorige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe hat es an harscher Kritik nicht fehlen lassen. Erst ganz langsam scheint …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Wilfried von Bredow erkennt die Konjunktur solcher Bücher wie dem vorliegenden. Der Bericht eines Opfers posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) infolge der Teilnahme mehrerer Bundeswehreinsätze in Bosnien und Afghanistan beeindruckt ihn allerdings durch die ausführlichen Schilderungen, in denen Andreas Timmermann-Levanas und seine Ko-Autorin Andrea Richter die Auswirkungen des Leidens sowie die Auseinandersetzungen mit Behörden und Kliniken über die Anerkennung als Wehrdienstbeschädigung darlegen. Die Parteilichkeit des Autors ist Bredow bewusst. Zum Ausgleich wünscht er sich eine Entgegnung seitens der früheren Dienstherren des Autors, möglichst einfühlsam am liebsten.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.11.2010

Verharmlosung, ja Lügen
Ein Afghanistan-Veteran kritisiert die Bundesregierung
In letzter Sekunde kann der Bundeswehr-Offizier dem Bartträger das Mobiltelefon aus der Hand schlagen, bevor der seinen Sprengstoffgürtel damit zündet. Erst als die bei einer Bombenexplosion verstümmelte Frau versorgt ist, spürt der deutsche Soldat sein schwer verletztes Bein. Verzweifelt versucht ein Soldat, den getroffenen Kameraden aus dem Feuer der Taliban zu bergen. Drei Szenen – drei Träume. Sie verfolgen den ehemaligen Oberstleutnant Andreas Timmermann-Levanas noch Jahre nach seinem Einsatz in Afghanistan.
Timmermann leidet an PTBS, an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Nach 24 Jahren als Berufsoffizier zwang ihn die Krankheit, den Dienst zu quittieren. In diesem Herbst hat er seine Erlebnisse – mit der Journalistin Andrea Richter als Co-Autorin – in einem Buch aufgeschrieben. Es sei ihm nicht darum gegangen, eine Schmähschrift gegen seinen alten Arbeitgeber zu verfassen, beteuert Timmermann im Vorwort. Aber er wolle mit Beispielen belegen, „wie in Politik und Bundeswehr verharmlost und gelogen wird“.
Subjektiv natürlich, aber mit der …

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20.12.2010, Hessisch/Niedersächsische Allgemeine Bundeswehrsoldaten an drei Fronten "Ein wichtiges Buch. Es legt den Finger in eine offene Wunde, die größer ist, als die meisten Deutschen denken."
Andreas Timmermann-Levanas, Oberstleutnant a. D., ist Staats- und Sozialwissenschaftler und ehemaliger Berufsoffizier mit 24 Dienstjahren. Er war als Pressesprecher der ISAF-Mission in Afghanistan und davor in Bosnien im Einsatz und hatte Kontakt zu Außen- und Verteidigungsministern. Er überlebte mehrere Anschläge, 2009 musste er die Bundeswehr aus gesundheitlichen Gründen verlassen und gründete die Deutsche Kriegsopferfürsorge, die Wehrdienstbeschädigten und ihren Angehörigen hilft.

Leseprobe zu "Die reden - Wir sterben"

Kapitel 2
Der Krieg im Kopf
Wenn die Seele verblutet
Die Straßenkreuzung gleicht einer Verkehrsinsel, auf der gerade ein Basar abgehalten wird. Die kleinen und alten Autos sind eher in der Minderzahl und versuchen sich einen Weg durch die Massen der übrigen Transportmittel zu bahnen. Menschen auf Eseln, Fahr-radfahrer, Mofas und Mopeds, überfüllte Busse, Lastwagen mit buntem Zierrat behangen, Kamele als Lastentiere mit riesigen Heuballen oder vielköpfigen Familien auf dem Rücken - alles drängt sich auf der einzigen geteerten Straße in der Mitte von Kun-dus um diesen Verkehrsknotenpunkt. Wer über eine funktionieren-de Hupe verfügt, der betätigt sie oft und scheinbar automatisch. Überall dazwischen bewegen sich Fußgänger durch die staubige Sommerhitze. Die blauen Burkas afghanischer Frauen setzen sich deutlich von dem sandigen, lehmfarbenen Straßenbild ab. Zusam-men mit der bunten Auslage der Obst- und Gemüsestände am Straßenrand wirken sie, als wollten sie bewusst Farbe in dieses triste Land bringen.
In der Mitte der Kreuzung befindet sich eine Polizeiwache. Et-was erhöht gebaut, mit matten dünnen Scheiben in allen Richtun-gen, versucht dieses Gebäude so etwas wie Staatsmacht oder Ordnung darzustellen. Alle Straßen, die auf diese Kreuzung zulau-fen, sind von dieser Polizeiwache aus zu sehen. Der ursprüngliche Verputz der Betonwände hatte irgendwann einmal rot-weiße Strei-fen zur besseren Erkennung getragen. Eifrig versuchen die örtli-chen Polizeikräfte, durch schwer zu deutende Handzeichen oder mit lauten Trillerpfeifen so etwas Ähnliches wie Verkehrsregeln durchzusetzen.
Ich folge meinen Kameraden zu Fuß durch das Getümmel der Menschen. Wir haben ein Treffen mit dem örtlichen Polizeichef, wollen mit ihm über die Sicherheit in der Stadt Kundus sprechen, auch über die Verkehrssicherheit. Unsere Militärpolizisten sind ebenso dabei wie der deutsche Polizist, der sich um die Ausbil-dung der afghanischen Kollegen kümmert.
Wir haben zuvor aus Kreisen des Geheimdienstes die Warnung erhalten, dass sich zwei Selbstmordattentäter in der Stadt aufhal-ten sollen - mindestens einer von ihnen soll in einem mit Spreng-stoff gefüllten weißen Toyota auf uns warten. So dankbar wir über solche Warnmeldungen auch sind, bleiben wir verunsichert. In dem Durcheinander des Straßenverkehrs in Kundus ist fast jedes zweite Auto ein weißer Toyota.
Ich stehe beim ersten Treffen etwas abseits von unseren Solda-ten und den afghanischen Polizisten. Herzliche Begrüßungen, höfliche Wortwechsel, die Sprachmittler tun ihr Bestes.
Plötzlich erfasst mich eine gewaltige Woge der Angst. Zum ers-ten Mal während meines Einsatzes habe ich Todesangst, die ich nicht einordnen kann. Ich kenne diese Angst von verschiedenen Anschlägen, vom direkten Beschuss, ich lag schon einmal in einem Feuergefecht und sah die Panzerfaustraketen auf mich zufliegen. Aber da hatte ich eine konkrete Bedrohung vor mir, sah einen Feind. Jetzt sehe ich ihn nicht und spüre dennoch die gleiche Angst. Sie ist gewaltig, ich kann mich nicht dagegen wehren. Keine militärische Ausbildung, keine Waffe, keine Schutzweste und kein Stahlhelm, kein Drill und kein Training kann mich davor schützen - sie ist einfach da.
Ich versuche zu sortieren, bemühe mich, die Kontrolle über die Situation zu behalten. Ich handle als Soldat, beginne mit der Lage-beurteilung. Wo sind meine Kameraden, wo meine linken und rech-ten Nachbarn? Wo könnte die Bedrohung sein? Woran könnte ich sie erkennen? Wie ist der Ladezustand meiner Waffe? Welche Maßnahmen könnte ich ergreifen? Alles läuft in Sekunden ab. Ich erfasse mit schnellen Blicken mein Umfeld und sehe plötzlich einen Mann in typisch afghanischen Gewändern. Unter seinem Umhang zieht er ein Mobilfunktelefon hervor. Er beobachtet aufmerksam die Umgebung und schaut wiederholt in die Richtung einer Straßen-einmündung in die Kreuzung. Ich finde es merkwürdig, dass der Mann nicht auf sein Handy schaut. Er kl

Leseprobe zu "Die reden - Wir sterben"

Kapitel 3 Versorgung der Veteranen (S. 118-119)

Auf den Feind folgen die Formulare – Antragsteller und ihr mühevoller Weg zum Recht Ob ein Soldat nach seinem Einsatz in einer PTBS-Statistik erfasst ist oder nicht, ändert zunächst einmal nichts an seiner Krankheit. Sein Leid, die Belastungen für seine Familie, seine intimen Erlebnisse, seine Tränen, seine Ängste, seine Nächte, seine Träume – all das kann in einer Statistik ohnehin nicht gewichtet werden. Was die Politiker sagen, was die Bundeswehr ausrechnet und sich vormacht, all das kann den Betroffenen ziemlich egal sein.

Mit meinen Bildern im Kopf, mit den Albträumen, die mich verfolgen, mit dem Tod, der mich so oft holen wollte, mit all den Kameraden, die ich sterben sah, da lebt es sich schwer genug. Ich habe genug mit mir selbst zu tun. Ein Jahr nach meinem Afghanistaneinsatz sitze ich bei meinem Truppenarzt. Ich bin Oberstleutnant der Bundeswehr, trage meine Uniform, erfülle meine Aufträge, meine Termine, ich muss und will funktionieren. Aber der Arzt sagt plötzlich zu mir: »Nein, so geht das nicht weiter mit Ihnen, ich ziehe Sie jetzt aus dem Verkehr.« Er schreibt mich krank. Mitten im Geschehen. Dabei habe ich nur kleine Beschwerden angedeutet, Schmerzen im Rücken, schlaflose Nächte, ich wollte einige Massagen, vielleicht ein paar Schlaftabletten.

Nein, sagt er, es geht nicht mehr. Das ist der Anfang eines langen Weges, ich werde zum »PTBS-Fall«, zum Antragsteller in einem jahrelangen formalen Verfahren. Aber das weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich fühle mich, als säße ich auf meinem Mountainbike, raste in voller Fahrt den Berg hinunter – und plötzlich blockiert das Vorderrad. STOPP, krankgeschrieben! Was soll ich jetzt meinem Chef erzählen, was meinen Kameraden? Der Arzt möchte mich in ein Bundeswehrkrankenhaus überweisen, in die Abteilung Psychiatrie. Sachlich kühl höre ich mich fragen, was man in so einer Abteilung mit mir machen würde. Innerlich bin ich alles andere als ruhig. Ich habe nur vage und schreckliche Vorstellungen von einer Psychoklinik: Da sind doch nur die völlig Irren, die ans Bett gefesselt werden und Tabletten fressen müssen, damit sie ruhig sind.

Dem Arzt gegenüber versuche ich, meinen Schock zu verbergen. Also gut, ich habe Bedenkzeit, es wird nichts gegen meinen Willen passieren, es ist eine Sache der Absprache, keine Zwangseinweisung – so viel habe ich jetzt kapiert. Als Vorgesetzter habe ich einige Soldaten erlebt, die völlig fertig waren durch Drogenkonsum, Alkohol, Beziehungsstress, Selbstmordversuch. Dann kam ihre Einweisung in die Psychiatrie. Damals habe ich eng mit den jeweiligen Ärzten zusammengearbeitet, habe mich um die Soldaten gekümmert. Aber ich selbst? Tage später stimme ich zu.

Ich weiß, dass der Arzt Recht hat, dass es so nicht mehr weitergeht. Ich stelle mich dieser Krankheit, versuche, sie als Herausforderung und Chance zugleich zu begreifen. Wenige Wochen später fahre ich mit sehr gemischten Gefühlen das erste Mal in ein Bundeswehrkrankenhaus, stationäre Aufnahme in die Abteilung VI, Psychiatrie und Neurologie. Über zwanzig Jahre habe ich in der Truppe meinen Mann gestanden, war Vorbild, habe in Einsätzen mein Leben riskiert, Leben gerettet, mein eigenes verteidigt – und jetzt bin ich Patient in der Psychiatrie! Ich kann es immer noch nicht fassen.

Inhaltsangabe

Inhalt
Vorwort 9
1.Als Soldat im Einsatz für Deutschland 13
Ein eisiger Empfang - Sarajevo, Dezember 1998 13
"Operation Notbehelf" - Einsatz mit Hindernissen 19 · Ein Wolf im Schafspelz 22 · Den Mangel verwalten - der Mythos von der "Null-Fehler-Armee" 24 · Mangel erkannt, doch nicht gebannt - im Kreuz-feuer der Politik 27
"Tue Gutes und schweige darüber" - Kundus, Juni 2006 30
Feuerkampf im "ruhigen Norden" 33 · Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? 38 · Maulkorb vom Minister 41 · Unehrlichkeit und ihre Folgen 47 · Soldaten zwischen Gehorsam und blinder Gefolgschaft 49 · Auf-wachen in der Wirklichkeit - eine neue Ehrlichkeit in der Politik? 51
2.Der Krieg im Kopf 57
Wenn die Seele verblutet 57
Geisterfahrt 71 · Die Bombe im Wohnviertel 72 · Tauchgang 78 · Ge-meinsam sterben 81 · Die Wäscheleine 86 · Die letzte Zugfahrt 89 · Träume? 91 · Kontakte 93 · Einer von uns 95
Mit Elektroschocks gegen Kriegsneurotiker -
der lange Marsch von PTBS durch die medizinische Lehre 99
Die Geburtsstunde der PTBS in der Medizin und der Erste Weltkrieg 99 · Neue Kriege und ein altes Leid - PTBS im und nach dem Zweiten Weltkrieg 103 · Der medizinische Fortschritt und der
heutige Behandlungsstand 107
Wo kein Krieg, da kein Trauma - die PTBS-freie
Bundeswehr 111
PTBS-Veteranen bleiben auf der Strecke - Erfolg auf ganzer Linie 117 · Eine einzige große Masche - das Psychosoziale Netzwerk 121 · Flä-chendeckend ist nur der Ärztemangel 124 · Luftschloss Recreation-Center 127 · Präventivkuren für die Rückkehr in den Alltag 128 · Das PTBS-Forschungszentrum (Trauma-Zentrum) 131 · So lügt man mit Statistik - PTBS-Fälle in Zahlen 134 · Ein Schlaglicht auf die "Dunkel-ziffer" 140
3.Versorgung der Veteranen 147
Auf den Feind folgen die Formulare - Antragsteller und
ihr mühevoller Weg zum Recht 147
In der Psychiatrie 149 · Wieder bei der Truppe 151 · Die Beweislast liegt beim Antragsteller 153 · "Sie erlebten diese Ereignisse nicht persönlich" - der Kampf um Anerkennung 159 · Am Ende jeder Sackgasse eine Wand - die Bundeswehr 163 · Akteneinsicht unter Aufsicht 165 · " und für die Zukunft alles Gute" - Ende einer Dienstzeit 171
Die unbekannte Welt des Entschädigungsrechts 175
Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland 179 · Und täglich grüßt der Amtsschimmel - Behörden, Wehrbereichsverwaltung & Co. 185
Nach dem Überleben - Leben ohne Fürsorge
und Unterstützung 188
Hilfe zur Selbsthilfe - Die Gründung der Deutschen Kriegsopferfürsor-ge (DKOF) 197 · Die Bundeswehr verweigert - das System der Aber-kennung von Ansprüchen 202 · Kontrolle ist gut - Gerechtigkeit wäre besser 209 · Fatale Folgen für die Betroffenen 212 · Die eingebildeten Kranken? Das Misstrauen der Bundeswehrführung 213 · Warum die Politik die Wahrheit nicht hören will 215 · Leid soll messbar sein - das Feilschen um Entschädigungssätze 218 · Ein Schutzschirm mit Lö-chern - das Einsatz-Weiterverwendungsgesetz 221 · "Die Bundes-wehr sitzt uns aus" - Radarstrahlenopfer kämpfen um ihr Recht 224 · Kameradschaft und Fürsorge sind am Ende - Einzelfälle zählen nicht 229 · Unbequeme Wahrheiten 232
Widmung 235
Dank 237
Karten
Abgeschlossene Auslandseinsätze der Bundeswehr 238
Aktuelle Auslandseinsätze der Bundeswehr239
Anmerkungen 240
Literatur 250
Abkürzungsverzeichnis und Glossar 258
Bildnachweis 268

Inhaltsangabe

Inhalt Vorwort 9 1.Als Soldat im Einsatz für Deutschland 13 Ein eisiger Empfang
Sarajevo, Dezember 1998 13 "Operation Notbehelf"
Einsatz mit Hindernissen 19 · Ein Wolf im Schafspelz 22 · Den Mangel verwalten
der Mythos von der "Null
Fehler
Armee" 24 · Mangel erkannt, doch nicht gebannt
im Kreuz
feuer der Politik 27 "Tue Gutes und schweige darüber"
Kundus, Juni 2006 30 Feuerkampf im "ruhigen Norden" 33 · Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? 38 · Maulkorb vom Minister 41 · Unehrlichkeit und ihre Folgen 47 · Soldaten zwischen Gehorsam und blinder Gefolgschaft 49 · Auf
wachen in der Wirklichkeit
eine neue Ehrlichkeit in der Politik? 51 2.Der Krieg im Kopf 57 Wenn die Seele verblutet 57 Geisterfahrt 71 · Die Bombe im Wohnviertel 72 · Tauchgang 78 · Ge
meinsam sterben 81 · Die Wäscheleine 86 · Die letzte Zugfahrt 89 · Träume? 91 · Kontakte 93 · Einer von uns 95 Mit Elektroschocks gegen Kriegsneurotiker
der lange Marsch von PTBS durch die medizinische Lehre 99 Die Geburtsstunde der PTBS in der Medizin und der Erste Weltkrieg 99 · Neue Kriege und ein altes Leid
PTBS im und nach dem Zweiten Weltkrieg 103 · Der medizinische Fortschritt und der heutige Behandlungsstand 107 Wo kein Krieg, da kein Trauma
die PTBS
freie Bundeswehr 111 PTBS
Veteranen bleiben auf der Strecke
Erfolg auf ganzer Linie 117 · Eine einzige große Masche
das Psychosoziale Netzwerk 121 · Flä
chendeckend ist nur der Ärztemangel 124 · Luftschloss Recreation
Center 127 · Präventivkuren für die Rückkehr in den Alltag 128 · Das PTBS
Forschungszentrum (Trauma
Zentrum) 131 · So lügt man mit Statistik
PTBS
Fälle in Zahlen 134 · Ein Schlaglicht auf die "Dunkel
ziffer" 140 3.Versorgung der Veteranen 147 Auf den Feind folgen die Formulare
Antragsteller und ihr mühevoller Weg zum Recht 147 In der Psychiatrie 149 · Wieder bei der Truppe 151 · Die Beweislast liegt beim Antragsteller 153 · "Sie erlebten diese Ereignisse nicht persönlich"
der Kampf um Anerkennung 159 · Am Ende jeder Sackgasse eine Wand
die Bundeswehr 163 · Akteneinsicht unter Aufsicht 165 · "... und für die Zukunft alles Gute"
Ende einer Dienstzeit 171 Die unbekannte Welt des Entschädigungsrechts 175 Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland 179 · Und täglich grüßt der Amtsschimmel
Behörden, Wehrbereichsverwaltung & Co. 185 Nach dem Überleben
Leben ohne Fürsorge und Unterstützung 188 Hilfe zur Selbsthilfe
Die Gründung der Deutschen Kriegsopferfürsor
ge (DKOF) 197 · Die Bundeswehr verweigert
das System der Aber
kennung von Ansprüchen 202 · Kontrolle ist gut
Gerechtigkeit wäre besser 209 · Fatale Folgen für die Betroffenen 212 · Die eingebildeten Kranken? Das Misstrauen der Bundeswehrführung 213 · Warum die Politik die Wahrheit nicht hören will 215 · Leid soll messbar sein
das Feilschen um Entschädigungssätze 218 · Ein Schutzschirm mit Lö
chern
das Einsatz
Weiterverwendungsgesetz 221 · "Die Bundes
wehr sitzt uns aus"
Radarstrahlenopfer kämpfen um ihr Recht 224 · Kameradschaft und Fürsorge sind am Ende
Einzelfälle zählen nicht 229 · Unbequeme Wahrheiten 232 Widmung 235 Dank 237 Karten Abgeschlossene Auslandseinsätze der Bundeswehr 238 Aktuelle Auslandseinsätze der Bundeswehr239 Anmerkungen 240 Literatur 250 Abkürzungsverzeichnis und Glossar 258 Bildnachweis 268

Kundenbewertungen zu "Die reden - Wir sterben"

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Bewertung von hiburu aus sonthofen am 27.10.2010 ***** gut
Gute Schilderung eines Leidensweg.

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