Deutscher Sohn - Niermann, Ingo; Wallasch, Alexander

Ingo Niermann Alexander Wallasch 

Deutscher Sohn

Roman

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Deutscher Sohn

Ins Herz der deutschen GegenwartDer Roman über einen bei einem Anschlag in Afghanistan verletzten Bundeswehrsoldatenzielt vom Rand der Gesellschaft ins Zentrum deutscher Verhältnisse. Hartz IV, Taliban und Parsifal - die Verstrickungen deutscher Gegenwart und deutschen Erbes rücken so schamlos nah, dass man sich nicht entziehen kann.

Der invalide Afghanistanheimkehrer Toni lebt mit einer offenen Wunde im ehemaligen Zonenrandgebiet Niedersachsens. Sein Tagesablauf wird bestimmt von Verbandswechseln und schmerzlindernden Opiaten, Web-Porno, Traumatherapie und psychedelischen Alpträumen. Seine Freunde in der Nachbarschaft sind sympathische Messies, und die höchste Erhebung weit und breit ist ein Müllberg.

Sein Leben ändert sich, als er die 19-jährige Helen kennenlernt, und sie sich gemeinsam in immer extremeren Sextechniken erproben. Zugleich wird er von einer heidnischen Sekte zum Heilsbringer erklärt.

Ein obzöner, erhabener und komischer Roman über Heimat und Versöhnung.


Produktinformation

  • Verlag: Blumenbar
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 315 S.
  • Seitenzahl: 315
  • Deutsch
  • Abmessung: 19, 5 cm
  • Gewicht: 360g
  • ISBN-13: 9783936738759
  • ISBN-10: 3936738750
  • Best.Nr.: 29550590
Stimmen zu Ingo Niermann:<br/><br/>"Der radikalere Kollege von Kracht & Co." -- Neue Züricher Zeitung<br/><br/>"Ein Desaster für die jüngere deutschsprachige Literatur." -- Die Woche<br/><br/>Stimmen zu Alexander Wallasch:<br/><br/>"Ein Update von Charles Bukowski und Hubert Fichte." -- Financial Times Deutschland<br/><br/>"Mit jeder Menge Wortwitz 'beamt' Wallasch den Leser knietief in schmutzige Hinterhöfe. Und überall stellt man fest, dass man eigentlich gar nicht wieder weg möchte ..." -- Inside 7

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Ablehnend äußert sich Rezensent Jan Süselbeck zu Ingo Niermanns und Alexander Wallaschs Roman "Deutscher Sohn". Die "ultimative Provokation" haben die Autoren seines Erachtens im Sinn mit ihrer Geschichte um den in Afghanistan verletzten, heimgekehrten Bundeswehrsoldaten Toni, dessen Wunden nicht heilen wollen, während er Schmerzmittel einnimmt, Bier säuft, Porno-Seiten im Netz goutiert und mit der 19-jährige Pflegepraktikantin Helen bei Wagner-Klängen extremen Sex praktiziert. Das Ganze kommt Süselbeck vor wie eine krasse "Feuchtgebiete"-Version von Thomas Manns Novelle "Wälsungenblut". Dass Toni einer Sippe von gläubigen Rassenesoterikern entstammen soll, die in ihm eine Art Heiland sehen, dass allerlei rassistischer und frauenfeindlicher Unsinn verzapft wird, macht Süselbeck dann sichtlich ärgerlich. Egal, wie man die Sache liest - womöglich handelt es sich nur um eine Halluzination - letztlich, so der Rezensent, können sich NPD-Wähler mit diesem Buch ebenso anfreunden wie "Popliteraturdandys".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.08.2010

Unsere Schlachten
Ingo Niermann und Alexander Wallasch haben den großen Pop-Roman über die Kriegs-Heimkehrer
unserer Tage geschrieben. Ihre Botschaft: Wir Deutschen haben in Afghanistan nichts verloren.
Von Christopher Schmidt
Fangen wir mal ganz harmlos an: Der 28-jährige Harald Heinemann, der sich Toni nennt nach seinem Idol, der Torwartlegende Toni Schumacher, leidet unter einer Zitronenphobie seit dem großen Bäng. „Der große Bäng“ hat ihm das Bein aufgerissen bei seiner ersten und einzigen Feindberührung in Afghanistan.
Die Bombe war in einem Eselskarren versteckt, unter Zitronen. 264 Tage und 17 Stunden ist das her, als Toni seine Geschichte zu erzählen beginnt. Und genauso lange will sich seine Wunde nicht schließen, wo der Metallsplitter fast bis auf den Knochen in den Oberschenkel eingedrungen ist. Erst 300 Seiten später wird Toni der „abwegige Gedanke“ zum Lächeln bringen, dass die Tausenden Bandagen, die er verbraucht hat, „vielleicht auch nur eine Form von Veredelung gewesen sein könnten“, so wie sein Vater die Pflanzen, die er züchtet, durch Aufpropfen veredelt.
Toni wird seinen ganz persönlichen Frieden …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.10.2010

Importe aus Feuchtgebieten

Ist Deutschland ein hormonell weiblich gesteuertes Land? Der Afghanistan-Roman "Deutscher Sohn" von Ingo Niermann und Alexander Wallasch sondiert kühl die Lage zwischen den Fronten

Deutscher Sohn" ist der seltene Fall eines von zwei Autoren, die sich persönlich kaum kannten, gemeinsam verfassten Romans. Der eine kümmerte sich um die Form, der andere um den Stoff, ein Jahr lang gingen E-Mails hin und her, und so entstand ein Hybrid, ein literarisches Genre, in dem sich die Stärken zweier Schriftsteller produktiv verbanden. Das Künstliche dieser Form ist als Irritation in jedem Satz zu spüren. "Deutscher Sohn" handelt von Harald Heinemann, einem mit schwerer Oberschenkelwunde aus Afghanistan zurückgekehrten Unterstabsoffizier, der sich wie sein Idol, der Torhüter Harald Schumacher, Toni nennt. Ein Kunstprodukt ist nicht nur sein Name, sondern auch er selbst; seine Wiedergeburt verdankt das Opfer eines Sprengstoffanschlags ärztlichem Know-how und pharmakologischem Wissen, das seine Schmerzen dank einer ausgefeilten Drogentherapie halbwegs erträglich macht. Doch nichts ist so artifiziell und geradezu aufgepfropft wie die …

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"Der radikalere Kollege von Kracht & Co." (NZZ)<br/><br/>"Ein Desaster für die jüngere deutschsprachige Literatur." (Die Woche)<br/><br/>"Ein Update von Charles Bukowski und Hubert Fichte." (Financial Times Deutschland)<br/><br/>"Mit jeder Menge Wortwitz beamt Wallasch den Leser knietief in schmutzige Hinterhöfe. Und überall stellt man fest, dass man eigentlich gar nicht wieder weg möchte ..." (Inside 7)<br />"Ein grotesker Roman, der Spaß macht!" (Deutschlandradio Kultur)<br/><br/>"Der große Pop-Roman über die Kriegs-Heimkehrer unserer Tage ... "Deutscher Sohn" erzählt voller Witz und Wut von einer traumatischen Realität, die wir gerne wegtherapiert hätten." (Süddeutsche Zeitung)<br/><br/>"Eine erbärmliche Lektüre.(...) Das haben die Heimkehrer nicht verdient!" (ZEIT-Feuilleton)
Ingo Niermann, geboren 1969, ist Mitbegründer des Kollektivs Redesigndeutschland und Erfinder der kollektiven Begräbnisstätte "Die Große Pyramde."

Kundenbewertungen zu "Deutscher Sohn" von "Ingo Niermann; Alexander Wallasch"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Deutschländer aus Nürnberg am 10.05.2010 ***** ausgezeichnet
Ich mag das Cover. Gefällt mir sehr gut.
Auch die Vorabinfos lohnen ganz sicher eine Vorbestellung!

INS HERZ DER DEUTSCHEN GEGENWART

Der Roman über einen bei einem Anschlag in Afghanistan verletzten Bundeswehrsoldaten zielt vom Rand der Gesellschaft ins Zentrum deutscher Verhältnisse. Hartz IV, Taliban und Parsifal – die Verstrickungen deutscher Gegenwart und deutschen Erbes rücken so schamlos nah, dass man sich nicht entziehen kann.
Der invalide Afghanistanheimkehrer Toni lebt mit einer offenen Wunde im ehemaligen Zonen-randgebiet Niedersachsens. Sein Tagesablauf wird bestimmt von Verbandswechseln und schmerzlindernden Opiaten, Web-Porno, Traumatherapie und psychedelischen Alp- träumen. Seine Freunde in der Nachbarschaft sind sympathische Messies, und die höchste Erhebung weit und breit ist ein Müllberg. Sein Leben ändert sich, als er die 19-jährige Helen kennenlernt, und sie sich gemeinsam in immer extremeren Sextechniken erproben. Zugleich wird er von einer heidnischen Sekte zum Heilsbringer erklärt.

EIN OBSZÖNER, ERHABENER UND KOMISCHER ROMAN ÜBER HEIMAT UND VERSÖHNUNG.
Stimmen zu Ingo Niermann:
»Der radikalere Kollege von Kracht & Co.« NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

»Ein Desaster für die jüngere deutschsprachige Literatur.« DIE WOCHE

Stimmen zu Alexander Wallasch:
»Ein Update von Charles Bukowski und Hubert Fichte.« FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND

»Mit jeder Menge Wortwitz ›beamt‹ Wallasch den Leser knietief in schmutzige Hinterhöfe. Und überall stellt man fest, dass man eigentlich gar nicht wieder weg möchte ...« INSIDE

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